Montag, 30. September 2013

Supersized Earth - Generation Earth: Wie wir Menschen die Welt verändern (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2527282/

Aus der Entfernung und auf Satellitenbildern sieht unser Planet immer noch so aus, wie er schon immer ausgesehen hat. Erst wenn man genauer hinsieht, erkennt man eine dramatische Geschichte – die Geschichte, wie wir unsere eigene Welt umgestalten. Lebten 1970 noch dreieinhalb Milliarden Menschen auf der Erde, sind es jetzt sieben Milliarden. Um mit der Masse an Menschen zu Recht zu kommen, haben wir durch eindrucksvolle Ingenieursleistungen nicht nur unser Leben angepasst, sondern auch das Gesicht unseres Planeten. Von den höchsten Gebäuden, über neueste Transporttechnologien bis zur zukunftssichernden und zugleich ausbeutenden Ressourcenerschließung - diese eindrucksvolle BBC-Doku schildert die Geschichte unserer durch Menschenhand neu erschaffenen Welt.

http://www.imdb.com/title/tt2538704/
Episode 1: Wie wir leben (A Place To Live)
Tolle Aufnahmen und teils unglaubliche und faszinierende Geschichten über die Plätze, an denen die Menschen leben. Dabei betrachtet die Serie natürlich hauptsächlich Großstädte, darunter Hong Kong, New York und Shanghai. Mit schöner Animation und spektakulären Trickaufnahmen. So hatte ich das noch nicht gesehen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2538710/
Episode 2: Wie wir uns fortbewegen (The Way We Move)
Ebenfalls sehr interessant und vor allem imposant. Am besten fand ich die Bewegung der Bohrinsel - so etwas habe ich auch noch nie sehen können. Faszinierend. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2558042/
Episode 3: Wir wir überleben (Food, Fire and Water)
Hier schwächelt die Serie etwas und ist beinahe zu einseitig, zeigt aber in schönen Aufnahmen auch riesige Gewächshäuser, stellt Zahlen, Daten und Fakten auf und erklärt, wie bspw. Wasser in unsere Haushalte kommt. Gut. - 7/10

Insgesamt wieder einmal eine sehr schöne BBC-Doku, die zwar etwas kindgerecht erzählt ist, aber dennoch nicht minder interessant für die Erwachsenen.

Donnerstag, 26. September 2013

Chimpanzee - Schimpansen (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1222815/

Für den dreijährigen Oscar hält jeder Tag ein neues Abenteuer bereit. Er ist ein kleiner Schimpanse und genießt sein Leben im Dschungel an der Elfenbeinküste. Doch dann wird seine Mutter von anderen Schimpansen getötet und der kleine Oscar wird zur Waise. Er muss einen Weg finden, allein durchzukommen und muss von den anderen Schimpansen aufgenommen werden. Er wird schließlich vom Alpha-Männchen seiner Gruppe ‘adoptiert’.

Teils wie eine typische Disneygeschichte, in der die "Guten" (also die, die ständig vond er Kamera begleitet werden) als Gruppe und Team bezeichnet werden und die "Bösen" Schimpansen (die, die um ihr Gebiet zu erweitern angreifen) als Armee, deren Anführer sogar den reißerischen namen "Scar" trägt. Klar, es ist eine herzergreifende Story, um den kleinen Schimpansen, der seine Mutter während einer "Schlacht" zwischen den beiden verfeindenen Clans verliert und später vom Chef adoptiert wird. Tolle Aufnahmen, aber mir persönlich zu reißerisch erzählt und zu kindgerecht gemacht um als gute Doku durchzugehen. Sobleibt nicht mehr viel von dem übrige, was man sich erhofft hatte: nämlich ein altbackenes Doku-Märchen mit sehr konstruierter Geschichte, die von sehr guten Aufnahmen und einschmeichelnder Musik begeleitet wird.

Disneynature ist halt nicht BBC.

6,5/10

Mittwoch, 7. August 2013

Wonders Of Life - Wunder des Lebens (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2699374/

Man nehme: etwas Licht, eine Brise Schwerkraft, Materie, Energie und sehr viel Zeit. Fertig ist das Rezept für das komplexeste, vielfältigste und einzigartigste Phänomen des Universums - Leben. Diese fünf Grundbausteine haben dem Planeten Erde schon mehr als 100 Millionen verschiedene Spezies beschert - und auch das Weltall baut auf den gleichen Gesetzen auf. In fünf faszinierenden Folgen zeigt die Dokumentationsreihe "Wunder des Lebens", wie anhand weniger physikalischer Grundsätze sowohl die kleinste Mikrobe als auch die gigantischste Galaxie beschrieben werden kann.

http://www.imdb.com/title/tt2741644/
Episode 1. Von Zwergen und Riesen (What Is Life?)
Das Leben auf der Erde ist weit gespannt: Die größten Bäume werden mehr als 100 Meter hoch – das kleinste Bakterium misst weniger als ein Millionstel Millimeter. So enorm Größenunterschiede in der Natur auch sein mögen, eines verbindet alle Lebewesen auf unserem Planeten: nicht nur allein ihre Größe, sondern auch die Art und Weise, wie sie ihr Dasein verbringen, werden maßgeblich durch die grundlegenden Gesetze der Physik bestimmt. Sehr faszinierend veranschaulicht und äusserst informativ. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2741634/
Episode 2. Vom Leben und Sterben (Expanding Universe)
In der zweiten Folge geht es in die vulkanreichste Region unseres Planeten: den pazifischen Feuerring. Von hier aus erklärt "Wunder des Lebens" wie nahe Leben und Tod beieinander liegen, und fragt, was Leben eigentlich genau ist. Interesasant, aber ein wenig einseitig. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2707746/
Episode 3. Die Evolution der Sinne (Endless Forms Most Beautiful)
Der Mensch erfasst die Welt um sich herum mit seinen Sinnen. Diese Wahrnehmung wurde im Laufe der Evolution immer weiter perfektioniert. Doch es gibt Lebewesen, deren Sinne sehr viel weiter reichen: Fledermäuse hören Ultraschall, Skorpione spüren feinste Vibrationen, Fangschreckenkrebse sehen Licht, das für uns unsichtbar ist. Der Mensch behilft sich mit physikalischen Tricks und Technik: so erweiterten etwa Teleskope unsere Sicht der Welt. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2741640/
Episode 4. Heimatplanet Erde (Size Matters)
Wasser, Sonnenlicht und Sauerstoff sind entscheidend für das irdische Leben. Erst die speziellen physikalischen Eigenschaften dieser Faktoren und die Umweltbedingungen, die sich im Laufe der Zeit stark verändert haben, verwandelten unseren Planeten in eine Oase des Lebens. Asteroiden aus dem All lieferten Wasser, Cyanobakterien produzierten den ersten Sauerstoff, das Pigment Chlorophyll macht Sonnenlicht als Energiequelle für Pflanzen nutzbar. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2731386/
Episode 5. Die Entstehung der Arten (Home)
Der Löwe gilt als Sinnbild der Stärke. Seine Kraft verdankt er - wie die meisten Lebewesen - winzigen Molekülen, den Proteinen. Diese basieren auf einem Schlüsselelement: Kohlenstoff. Erst die besonderen Eigenschaften des Kohlenstoffs ermöglichten die Bildung immer komplexerer organischer Moleküle - bis hin zur Erbsubstanz DNA. Und so geht die Vielfalt des Lebens auf der Erde auf ein Element zurück, das in den Herzen der Sterne geboren wird. - 9/10

8,5/10

Samstag, 27. Juli 2013

Unter Grizzlys (2012)

Im Sommer kann man in der Wildnis Alaskas ein atemberaubendes Spektakel beobachten: Millionen von Lachsen reisen auf ihrer Laichwanderung zurück zu den Quellen. Und dabei drängen sich an Stromschnellen und Wasserfällen hunderte von Grizzlybären, denen die Fische in verschwenderischer Fülle fast in die Mäuler und Tatzen fliegen.

Die ZDF/BBC Koproduktion "Unter Grizzlys" verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Die Naturfilmer der BBC schlagen für einige Wochen ihre Zelte mitten im Eldorado der riesigen Landräuber auf. Mit großem technischen Aufwand lassen sie den Zuschauer tief in das Leben und Treiben der Bären eintauchen. Noch nie wurden die Grizzlys in Nordamerika so intim, außergewöhnlich nah portraitiert.

1. Das Abenteuer beginnt
In der ersten Folge kämpft eine noch unerfahrene Grizzlymutter unermüdlich um das Überleben ihrer beiden Jungen. Ihr Sommer ist voller tragischer Ereignisse. Hungrig und müde im eiskalten Wasser nach Nahrung suchend, verliert sie eines ihrer Kleinen. Nur die Hälfte der Jungtiere überlebt die Saison in der Wildnis Alaskas. Die Gegend wird beherrscht von einem riesigen Grizzly-Männchen und seiner Partnerin, die die Filmcrew als hoch aggressives Weibchen erlebt. Ausgewachsene hungrige Bären stellen eine tödliche Bedrohung für den Nachwuchs dar. Für die Mutter des überlebenden Jungtiers ist es eine harte Zeit voller unerwarteter Abenteuer und Herausforderungen.

2. Drama in der Wildnis
Millionen von Lachsen haben auf ihrer Laichwanderung die Flüsse des Grizzlylands in Alaska erreicht. Ein irrsinniges Spektakel nimmt seinen Lauf, wenn das Hauen und Stechen der Grizzlys um die Fische beginnt, wenn sie in Scharen die Wasserfälle bevölkern, um tonnenweise Lachs zu verschlingen. Auch die Weibchen wollen mit ihren hungrigen Jungen an der verschwenderischen Fülle teilhaben. Aber dies ist lebensgefährlich für ihren Nachwuchs. Es ist ein schwieriges Unterfangen, den Kleinen das Fischen beizubringen und sie gleichzeitig vor den männlichen Tieren zu schützen. Wenn der Winter einbricht, wird der Überlebenskampf noch härter, und die Bedrohung noch größer.

Eine niedliche zweiteilige Doku, die auch schon auf zdf in der Rubrik Terra-X zu sehen war. Die Aufnahmen sind teils so unglaublich nah, dass man quasi Angst um den Kameramann haben kann. Ansonsten aber sehr schön erzählt, mir nur etwas zu einseitig berichtet, da sich die Macher zu sehr auf das Leben in der Gruppe konzentrierten und nicht um das Leben des Bären allgemein. Auch stört es mich immer wieder, wenn in Dokus der Forscher vor die Kamera tritt und seinen Senf zum Geschehen dazu gibt. Das ist zwar informativ, geht aber auch aus dem Off. Dennoch eine sehr gute Doku mit schonen Aufnahmen.

7,5/10

Mittwoch, 17. Juli 2013

Orbit: Earth's Extraordinary Journey - Orbit: Die unglaubliche Reise der Erde (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2286877/

Die Erde braucht ein Jahr, um die Sonne zu umkreisen. 940 Kilometer lang ist ihr Weg. Und jeder Schritt der Erde ist wichtig, um das Leben, wie wir es kennen, mit ständig wechselnden Wetter- und Jahreszeiten zu erhalten.Jeder der 940 Millionen Kilometer, die die Erde jedes Jahr um die Sonne zurücklegt, ist für den Fortbestand des Lebens auf unserem Planeten essenziell. Die Laufbahn der Erde um die Sonne sorgt für das Wetter und die Jahreszeiten. Ausschlaggebend ist der Neigungswinkel von 23 Grad. Ohne die Erdneigung gäbe es keine klimatischen Veränderungen – die Äquatorialregionen würden verbrennen, während die Pole im ewigen Eis erstarren würden. Zum allerersten Mal zeichnet diese BBC-Dokumentation die Reise der Erde um die Sonne nach und veranschaulicht die unglaublichen Kräfte der Jahreszeiten und des Wetters – in positiver wie auch zerstörerischer Weise. Außergewöhnliche Bilder aus dem All, faszinierende Aufnahmen der Naturphänomene auf der Erde und neueste wissenschaftliche Fakten machen aus dieser dreiteiligen Serie ein brillantes und noch die dagewesenes Doku-Abenteuer.

http://www.imdb.com/title/tt2323127/
1. Die Umlaufbahn (The Pathway)
Bei ihrer Reise um die Sonne legt die Erde innerhalb eines Jahres etwa 940 Millionen Kilometer zurück. Unterwegs erfährt unser Planet Einflüsse, die Folgen für das irdische Leben haben: Himmelskörper kreuzen die Erdbahn und prallen als Meteorite auf die Erde. Der Sonnenwind bombardiert das Erdmagnetfeld mit geladenen Teilchen. Über Jahrmillionen variiert die Umlaufbahn: der Abstand Erde-Sonne schwankt - und das Klima ändert sich.

http://www.imdb.com/title/tt2335681/
2. Die Rotation (Spin)
Die Erde vollführt innerhalb von knapp 24 Stunden eine volle Drehung - für das irdische Leben ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Erdrotation sorgt aber nicht nur für die unaufhörliche Abfolge von Hell und Dunkel - sie ist auch die Ursache für den Verlauf von Meeresströmungen und die Entstehung von Wirbelstürmen.

http://www.imdb.com/title/tt2335683/
3. Die Erdneigung (Tilt)
Die Drehachse der Erde steht nicht senkrecht - sie ist um rund 23 Grad gekippt. Diese Neigung führt dazu, dass die Dauer von Tag und Nacht im Jahresverlauf schwankt. Weiters ändert sich auch die Energie der Sonne, die eine bestimmte Region der Erde erreicht, im Lauf der Zeit - und verursacht so die Jahreszeiten. Ob Karibus oder Buckelwale - rund um den Erdball löst der Wechsel der Jahreszeiten Wanderungen zahlloser Tierarten aus.

Vermutlich ist "Orbit" die Dokumentation für Hobbyastronomen und leidenschaftliche Sterngucker. Jede der drei Folgen besticht durch interessante Aufnahmen, perfekte Animationen, informative Kommentare und passende Musik und nimmt den Zuschauer in drei spannende, wie aufschlussreichen Episoden mit auf die Reise um unseren Planeten. Dabei wird weniger das Leben selbst betrachtet, als vielmehr die Entstehung desselben und die Wirkungen des Kosmos und der darin befindlichen Objekte auf unseren blauen Planeten. Leider werden die Folgen durch die eigentlich sont wünschenswerte Ausführlichkeit aber auch schnell eintönig, da immer und immer wieder auf dieselben Phänomene Bezug genommen wird und man das Gefühl hat, dass sich Dinge wiederholen. Hier kann man durchaus zwiegespalten sein. Dennoch ist "Orbit" wieder einmal eine tolle BBC-Dokumentation.

7,5/10

Freitag, 7. Juni 2013

New Zealand From Above - Wildes Neuseeland/Neuseeland von oben: Ein Paradies auf Erde (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2372238/

Es handelt sich bei dieser Blu-ray um die 5-teilige TV-Dokumentation, welche unter dem Titel "Neuseeland von oben" auf arte lief. Für Neuseeland-Begeisterte eine tolle Doku, insbesondere die vierte Folge über das Vulkangebiet rund um Rotorua ist einfach toll und sehr informativ. In dieser filmischen Reise, ausgerüstet mit einem Hubschrauber und offensichtlich auch High-End-Technologie, geht es durch das Land, das bereits einigen erfolgreichen Fantasy-Filmen, wie „Herr der Ringe“ oder kürzlich „Der Hobbit“, als Kulisse diente. Landschaften, die schon vom Boden aus faszinierend sind, enthüllen aus der Vogelperspektive Geheimnisse und Muster von unglaublicher und beeindruckender Schönheit. Folge für Folge führt einen die Reise ein Stück weiter von der Südspitze ausgehend bis in den äußersten Norden der beiden Hauptinseln.

http://www.imdb.com/title/tt2514716/
1. Fjorde und Regenwälder (The Far South)
Startpunkt der Reise durch Neuseeland ist der „Fjordland“-Nationalpark. Er wurde 1952 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört seit 1986 mit seinen 15 Fjorden und einer einzigartigen wilden Küstenlandschaft zum Weltnaturerbe der UNESCO. Besonders die beiden Fjorde Milford Sound und Doubtful Sound gehören zu den begehrten Naturreisezielen Neuseelands. Wie ganz Neuseeland besitzt auch „Fjordland“ keine einheimischen Landsäugetiere. So hat sich hier einst von Siedlern mitgebrachtes Rotwild dank fehlender natürlicher Feinde zur Plage entwickelt. In den nährstoffreichen Gewässern vor der Küste „Fjordlands“ tummeln sich zahlreiche Fische, aber auch Robben werden vom üppigen Nahrungsangebot angelockt. An den Küsten werden Langusten für den internationalen Export gefangen. Mit dem Dampfschiff geht es weiter nach Queenstown, einer der wenigen Städte im tiefen Süden. Vor den Toren der Stadt befindet sich ein Mekka für Fallschirmspringer. Außerdem dienten einige Plätze als Kulissen für Fantasyfilm-Trilogie „Herr der Ringe“. Nicht weit hinter Queenstown türmen sich die höchsten Gipfel Neuseelands zu einem beeindruckenden Gebirge, das an die europäischen Alpen erinnert und den Namen „Southern Alps“ trägt. Vom Meer her treibt die Tasmanische See feuchte Luft die Hänge hinauf. So gehört die Westseite der Gipfelkette zu den regenreichsten Gebieten der Erde und ist mit ausgedehnten Regenwäldern bedeckt. Neben riesigen Farnen findet man Scheinbuchen, die ihr Wurzelwerk in die dünne, fruchtbare Erdschicht graben, und Moose, die alles überziehen. Auch die 580 Meter hohen Sutherland-Wasserfälle stürzen hier die Klippen hinab und bieten gerade nach starken Regenfällen einen spektakulären Anblick. Die Region ist Lebensraum des Kakapo, der einzigen Papageienart weltweit, die nicht fliegen kann. Der Kakapo ist heute stark bedroht und wird durch ein spezielles Brutprogramm im Nationalparkgebiet nachgezüchtet und wieder ausgewildert. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2514712/
2. Die Südalpen (Central South Island)
Weite Grasebenen wechseln sich ab mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten. Zwischen diesen Bergen befindet sich der höchste des Landes, der Mount Cook mit 3.754 Metern. Gletscher haben das Gesicht der Südalpen Neuseelands geformt. Das Wasser von Schmelzwasserflüssen hat die Berge mit tiefen Schluchten durchzogen. Im Landesinneren befinden sich funkelnde türkisfarbene Bergseen. Einige sind mit Kanälen verbunden, deren schnell fließendes Wasser für die Lachszucht verwendet wird. An anderen Seen wird das Wasser gestaut, um Energie zu erzeugen – Neuseeland deckt 75 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. 50 Prozent des Gesamtbedarfs werden allein durch Wasserkraft gewonnen. Das Land im Pazifik ist somit ein Vorreiter im Bereich der grünen Energie. Der Nationalpark Aoraki/Mount Cook beherbergt nicht nur den höchsten und längsten aller Gletscher Neuseelands, sondern auch insgesamt 19 Gipfel über 3.000 Meter. Der Maori-Name des Mount Cook, „Aoraki“, bedeutet soviel wie „Wolken durchstechend“. Ein Meer aus Wolken wogt um die schroffen, vereisten Gipfel und bietet ein atemberaubendes Panorama. Im Gegensatz dazu ist die Region Otago, die nordöstlich der sogenannten Southern Lakes liegt, trocken, heiß und staubig. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts lag hier das Zentrum des Goldrausches. Zu Tausenden strömten die Goldsucher aus der ganzen Welt ins Inland. Entlang des Dunstan-Trails finden sich noch heute ihre Spuren. Der Weg führt durch unendlich karge Weiten bis hin zu dem ehemaligen Goldsucherstädtchen Bendigo. Die Ruinen ihrer einfachen Steinhäuser sind Zeugen einer goldenen Vergangenheit. Das Gold der heutigen Zeit ist in Neuseeland der Wein, wie Winzer Nick Mills erzählt. Pinot Noir ist die bekannteste Rebsorte der südlichsten aller Weinberge, der international Anerkennung gefunden hat. So wie früher Schiffe voller hoffnungsvoller Goldgräber nach Neuseeland kamen, machen sie sich heute, beladen mit Wein, in die entgegengesetzte Richtung auf. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt2514704/
3. Neuseelands Wilder Westen (The West Coast and Northern South Island)
Die Westküste Neuseelands ist ein landschaftlich spektakulärer, aber gegenüber Menschen gnadenloser Lebensraum. Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. Davon zeugen verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Der schmale Küstenstreifen bietet ursprüngliche und weiße Strände sowie Wiesen, auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den südlichen Alpen, die sich massig in die Höhe erheben. Die frühen Siedler taten sich extrem schwer, das Gebirge zu überwinden, das von einem undurchdringlichen, sumpfigen Regenwald überwachsen ist, der über eine immense Baumvielfalt verfügt. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen sind. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum. Ein Stück weiter nördlich befindet sich die Tasman-Bucht, benannt nach dem europäischen Entdecker Neuseelands, Abel Tasman. Der niederländische Seefahrer plante genau an dieser Stelle seinen ersten Landgang. Doch die dort lebenden Maori vertrieben das niederländische Schiff. Auch diese Region hat viele Gesichter: weiße Sandstrände, Gebirge und weite Ebenen, zahlreiche Flüsse und nur mit dem Boot erreichbare Naturschutzgebiete. Nur in dieser Gegend der Südinsel findet man Pounamo, einen Jade-ähnlichen Stein, der fast so hart ist wie ein Diamant. Der Pounamo spielt in der Kultur der Maori eine wichtige Rolle. Traditionell wird er zur Herstellung von Waffen und Schmuck verwendet. An der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel sind die Klippen aus weichem Kalkstein, an dem die immer wiederkehrenden Wellen Spuren und bemerkenswerte Formen hinterlassen. Und auf dem Farewell Spit tummeln sich Tölpel in einer eindrucksvollen Kolonie. Die Landzunge ist Rückzugsgebiet und Brutstätte des für Neuseeland typischen Vogels. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2514702/
4. Rauchende Vulkane und dampfende Quellen (Southern North Island and Volcanic Plateau)
Im Jahr 200 nach Christus bricht der Vulkan Taupo aus. 20.000 Kubikmeter Asche verteilen sich über die neuseeländische Nordinsel und der schon einige Tausend Jahre zuvor entstandene Kratersee vergrößert sich um ein Vielfaches. Historische Quellen berichten, dass sich damals sogar der Himmel über China und Rom tiefrot färbte. Im Zentrum der Nordinsel – auf dem sogenannten Zentralplateau – erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen diese Landschaft. Das spektakuläre Plateau diente auch als Kulisse für das Schattenreich „Mordor“ bei der Verfilmung des „Herr der Ringe“-Epos. Viele der Feuerberge sind noch heute aktiv, darunter die Vulkane Taupo, Mount Tongariro, Mount Ruapehu und Mount Ngauruhoe im Süden. Der weit im Westen liegende Mount Taranaki gilt aufgrund seiner symmetrischen Krone als einer der schönsten Vulkane der Region. Um seine isolierte Lage rankt sich eine eindrucksvolle Legende aus der Kultur der Maori. Der weiter nördlich gelegene Rotorua-See ist ebenfalls ein Kratersee. An seinen Ufern dringt heiße Luft aus den Tiefen der Erde an die Oberfläche, Dampfschwaden ziehen über den See. Die Reise führt vorbei an surreal anmutenden jadegrünen Sulfat-Seen. Die ganze Landschaft scheint zu dampfen, Schwefelgeruch liegt in der Luft, und Geysire schießen Wasser gen Himmel. Hier lebt Nanny Christina Gardiner vom Maori-Stamm Te Arawa, die Bräuche und das Kunsthandwerk ihres Stamms vorstellt. Über Generationen hinweg haben sich die Menschen an die besonderen Gegebenheiten der Landschaft angepasst und die geothermale Energie in ihren Alltag integriert. Heiße Quellen dienen als Kochtöpfe. In Sieben, die in die Quellen getaucht werden, wird das Essen gegart. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2514688/
5. Mammutbäume und Inselarchipel (Northland)
Der äußerste Norden der Nordinsel ist der am dichtesten besiedelte Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel. Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist teilweise nur einen Kilometer breit. Weiter im Norden liegt der beeindruckende und märchenhafte Waipoua Wald. Er besteht fast ausschließlich aus den majestätischen neuseeländischen Kauri-Fichten. Bis zu 50 Meter erheben sich diese Bäume kerzengerade in die Lüfte, ihre Stämme haben einen Durchmesser von bis zu vier Metern. Inmitten der Kauri-Fichten steht der Fürst des Waldes, der Tãne Mahuta. Er ist der größte noch existierende Kauri-Baum mit einer Höhe von mehr als 50 Metern und einem Stammumfang von fast 14 Metern. Sein Alter wird auf über 2.000 Jahre geschätzt. Vor der Ostküste liegen die unbewohnten Poor Knights Islands mit ihrer faszinierenden Unterwasserwelt. Ein Unterwasserfotograf zeigt die zahlreichen Höhlen, die den unterschiedlichsten Fischarten Schutz bieten. Ein Stück weiter nördlich siedelten in der Region der Bay of Islands die ersten Europäer. Als sie sich niederließen, kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den seit Jahrhunderten dort lebenden Maori. Erst mit der Unterzeichnung des Waitangi-Vertrags 1840 kehrte Frieden ein. Der Vertrag sah zwar ein britisches Staatsoberhaupt vor, sicherte den Maori aber gleichzeitig ihr Land und die britischen Grundrechte zu. In dieser Gegend befindet sich auch der einzige maorische Radiosender, der in der zweiten offiziellen Landessprache sendet. Am nördlichsten Zipfel der Nordinsel, am Kap Reinga, treffen schließlich die Tasmansee und der Pazifik aufeinander. Hier, so sagen die Maori, verlassen die Seelen der Verstorbenen das Land, um sich aufzumachen zu der letzten Station ihrer Reise, in das Land ihrer Ahnen Hawaiiki-A-Nui. - 8/19

Eine sehr interessante und ausführliche Dokumentation, die sich nicht allein um die Tierwelt dreht, sondern das Land "am Stück" betrachet und so auch auf die Landschaftsbildung, das Leben und Wirken der Menschen und das Zusammenspiel mit der Natur, welche in Neuseeland groß geschrieben wird, eingeht. Sehr empfehlenswert!

8/10

Samstag, 1. Juni 2013

Shark Week (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1146333/

Vor über 25 Jahren hat der amerikanische Discovery Channel begonnen, eine Woche im Jahr dem Thema „Haie“ zu widmen. Die in der „Shark Week“-Reihe gezeigten Dokumentationen haben sich seitdem zu einem wahren Kult entwickelt.. Die Blu-ray beinhaltet zwei Dokus über den Weißen Hai und sein Jagdrevier.

http://www.imdb.com/title/tt1754802/
1. Die Weißen Haie von Seal Island (Ultimate Air Jaws)
Wenige Kilometer vor der Küste Südafrikas gibt es eine Insel, die Schwimmer und Wassersportler besser meiden sollten: Seal Island in der False Bay. Die Gewässer rund um das kleine Eiland gelten nämlich als beliebtes Jagdrevier des Weißen Hais. Dem renommierten Fotografen Chris Fallows gelangen hier vor einigen Jahren einzigartige Aufnahmen von Haien, die bei der Robbenjagd meterhoch aus dem Wasser sprangen. Doch Wissenschaftler haben eine weitere interessante Entdeckung gemacht: Zu bestimmten Jahreszeiten scheinen die Haie näher an die Küste zu ziehen – gefährlich nahe. Denn hier tummeln sich Tausende von Badegästen und Surfern im Meer. Unklar ist aber bisher, was die Raubfische so nah ans Ufer treibt. Könnte das flache Wasser als Kinderstube der Weißen Haie dienen? Perfektionieren die Meeresräuber hier ihre Jagdtechniken? Oder kommen sie in diesem Gebiet gar zur Paarung zusammen? Um das Geheimnis der Hai-Wanderung zu lüften, startet Chris Fallows eine spannende Expedition rund um Seal Island. Seine Erkenntnisse sollen außerdem helfen, das Gefahrenpotenzial für den Menschen besser einzuschätzen. Dank bestem Kamera-Equipment gelingen dem Fotografen dabei atemberaubende Aufnahmen von Hai-Attacken.

http://www.imdb.com/title/tt2759670/ 
2. Colossus - Jagd nach dem Riesenhai (Air Jaws Apocalypse)
Seal Island, Südafrika: Seit Jahren erforscht Fotograf und Hai-Experte Chris Fallows in den Gewässern rund um die "Robbeninsel" das Verhalten von Weißen Haien. Hier sind ihm bereits spektakuläre Aufnahmen gelungen. Die Bilder seiner meterhoch aus dem Wasser fliegenden Haie sind weltbekannt. Jetzt will Fallows mehr über das Alphatier der Jagdgründe erfahren: "Colossus" ist ein riesiger, über 4 Meter langer und 1,3 Tonnen schwerer Weißer Hai, der im Revier an oberster Stelle der Nahrungskette steht. Dokumentarfilmer Jeff Kurr ist beim 12 Monate dauernden Filmprojekt dabei und bringt seine neu entwickelte, ferngesteuerte Unterwasserkamera zum Einsatz. Die so genannte "Spy Cam" liefert den Forschern völlig neue Erkenntnisse über das natürliche Jagdverhalten der Meeresräuber sowie über die dominante Rolle des "Colossus".

Wieder einmal 2 ausgewählte und gleichzeitig interessante Dokus, die zwar von Titel her sehr reißerisch klingen mögen, aber im Kern den Weißen Hai an sich betrachtet, sein Verhalten und seine Jagdmethoden - mit teils unglaublichen Bildern.

Was etwas daneben ist und der Doku eine höhere Wertung verwehrt ist die typische amerikanische Art, etwas übertrieben gefährlich zu präsentieren. Das dämpft die opulenten Bilder und die ansonsten so gut recherchierten Aufnahmen etwas und langweilt sogar.

7,5/10