Donnerstag, 23. Januar 2014

Wild Arabia - Wildes Arabien

http://www.imdb.com/title/tt2777876/

"Wildes Arabien" lädt zu einer überraschenden und betörenden Reise in eine der faszinierendsten Regionen der Welt ein. Ein Ort, an dem die antike Vergangenheit auf die moderne Zukunft trifft. Am Schnittpunkt dreier Kontinente gelegen, ist die Arabische Halbinsel eine Region von unvergleichlicher Vielfalt. Doch bis jetzt blieb das meiste davon für die Außenwelt unzugänglich. Dieses BBC-Highlight ist die erste große und bedeutende Dokumentation, welche die vielfältige Tierwelt, die phantastischen Naturschätze, die mythischen Orte und außergewöhnliche Leute auf der atemberaubenden Arabischen Halbinsel präsentiert. "Wildes Arabien“" lädt zu einer überraschenden und betörenden Reise in eine der faszinierendsten Regionen der Welt ein. und zeigt die bemerkenswerten Verbindungen zwischen der Natur, den Menschen und der Landschaft. Arabien, ein Ort, an dem die antike Vergangenheit auf die moderne Zukunft trifft.

http://www.imdb.com/title/tt2790284/
1. Sand, Sonne und Sterne (Sand, Wind And Stars)
Wo Europa, Asien und Afrika aufeinander treffen, liegt Arabien – bis heute sagenumwoben. Einst der Knotenpunkt der legendären Weihrauchstraße, steht Arabien heute für Öl und Schwindel erregende Wolkenkratzer. Jenseits hochmoderner Städte aber hat sich eine Landschaft wie aus Tausend und einer Nacht erhalten: In der sagenumwobenen Wüste Rub ’al Khali leben seltene Oryx-Antilopen, im schroffen Küstengebirge des Oman geht der scheue Leopard auf die Jagd und in den zerklüfteten Fjorden der Halbinsel Musandam ziehen seltene Delfine ihre Bahnen. Von den Unterwasservulkanen des Yemen bis zur Insel Socotra: Extrem ruhige Flugaufnahmen, bewegte Zeitraffer und spezielle Nachtkameras zeigen den Natur-Zauber Arabiens jenseits der Touristenpfade.

http://www.imdb.com/title/tt2794392/
2. Die Berge des Monsuns (The Jewel Of Arabia)
Auf der Arabischen Halbinsel herrscht das ganze Jahr über extreme Trockenheit. Mit einer Ausnahme: die Provinz Dhofar im Süden des Sultanats Oman. Wenn im Sommer die Monsunwinde an den Bergen der Küste aufsteigen, führen sie Regen mit sich, der die kargen Hänge für kurze Zeit in ein grünes Paradies verwandelt. Die Regenzeit ermöglicht eine einmalige Artenvielfalt: Kaffernadler jagen im Team nach Klippschliefern, kleinen Verwandten des Afrikanischen Elefanten. In den Bergen leben kleine Rudel Arabischer Wölfe, denen Streifenhyänen das Leben schwer machen. An den Stränden legen Grüne Meeresschildkröten ihre Eier zu Tausenden ab. Die nahrungsreichen Gewässer sind wie geschaffen für Giganten: Walhaie und Buckelwale. Eine der größten Kostbarkeiten des Küstengebirges aber ist der Arabische Leopard. Man schätzt, dass es nur noch 100 bis 200 Tiere in Freiheit gibt. Die scheuen Raubkatzen sind Einzelgänger, die sich nur während der Paarungszeit begegnen. In der Abgeschiedenheit der Berge finden sie Höhlen, die ihnen und ihren Jungen Schutz bieten. Von den Sanddünen Saudi Arabiens über das Küstengebirge im Sultanat Oman, von den üppigen Berghängen des Jemen bis zu den Glitzerstädten am Persischen Golf - in traumhaft schönen Bildern wird eine der extremsten Regionen unserer Erde gezeigt.

http://www.imdb.com/title/tt2794390/
3. Die Zukunft (Shifting Sands)
Die arabische Welt ist voller Kontraste. Beduinenkarawanen in der Wüste stehen technischen Höchstleitungen in den Golfstaaten gegenüber. Uralte Traditionen treffen auf eine High-Tech-Welt. Städte der Superlative wachsen aus Meer und Wüstensand. Der Ölreichtum verändert die Halbinsel für Mensch und Tier. Abseits der Glitzerwelt zeigt eine Region im Süden Omans Erstaunliches: ein grünes Paradies am Rande der Wüste. Seit Jahrhunderten sind Kamelrennen an besonderen Festtagen Tradition. In den vergangenen Jahren haben sich die Rennen jedoch stark verändert. Sie zeigen eine Entwicklung, die überall in Arabien offensichtlich ist: Auf den Kamelen sitzt modernste Technik im Sattel – wo bis vor kurzem Kinderjockeys ritten, treiben nun Roboter die Tiere zu Höchstleistungen an. Die Trainer fahren neben der Rennstrecke her. Per Funk geben sie Anweisungen, die aus Lautsprechern auf den Rücken der Tiere schallen. Der grundlegende Wandel ist eng verknüpft mit dem gewaltigen Erdöl-Boom. Die Ölförderung der Golfstaaten deckt fast ein Drittel des weltweiten Bedarfs. Jedes Jahr verteilen 5000 Tanker das Öl von 25 riesigen Öl-Terminals am Persischen Golf in alle Welt. Die Bevölkerung an der Golfküste hat sich in den vergangenen 50 Jahren mehr als vertausendfacht. Dementsprechend gigantisch sind der Energie- und Wasserverbrauch. Die Gestalter dieser Serie erhielten exklusiven Zugang zu vielen der gut behüteten Geheimnisse der Arabischen Halbinsel.

9/10

Freitag, 13. Dezember 2013

Penguins: Spy In The Huddle - Pinguine Hautnah (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2747660/

Pinguine sind die wohl drolligsten von allen Vögeln. Und sie sind ziemlich hart im Nehmen. Schließlich müssen sie ihre Küken unter schwierigsten Bedingungen großziehen – im ewigen Eis der Antarktis, an sturmumtosten Steilküsten oder in der Atacama-Wüste. 50 verschiedene Überwachungskameras entwickelte der innovative britische Tierfilmer John Downer, um den tapferen Vögeln so nah zu kommen wie nie zuvor. Mit Hilfe ferngesteuerter Hightech-Pinguinattrappen zeigt dieser spektakuläre Dreiteiler wie Pinguine wirklich sind: taff, mutig, zielstrebig – und sehr, sehr witzig. Drei Pinguinarten stehen im Mittelpunkt dieser Miniserie: Kaiserpinguine, die monatelang mit ihren Küken in Finsternis und extremer Kälte ausharren; Felsenpinguine, die schneller hüpfen als laufen und Stürze aus großer Höhe unbeschadet überstehen; und die extrem scheuen Humboldtpinguine, die in der peruanischen Atacama-Wüste vor einem für Pinguine eher unüblichen Problem stehen: Es ist dort gefährlich heiß und trocken.

Das Team um den Tierfilm-Pionier John Downer konnte seine ferngesteuerten Kameras bereits mit Löwen, Eisbären, Tigern, Bären und Elefanten perfektionieren. Doch diesmal übertrafen sie sich selbst: Die selbstfahrenden oder autonom watschelnden Kamera-Roboter waren so perfekt als echte Pinguine zurechtgemacht, dass sich Interaktionen zwischen Tieren und Kameras ergaben. Manchmal gerieten die elektronischen Beobachter sogar zu nah ans Geschehen: Sie wurden von Klippen gestoßen, als Mitfahrgelegenheit missbraucht oder sogar vom eifersüchtigen Teil eines Pinguin-Pärchens attackiert. Ein als Ei getarntes Kameramodell geriet gar in die Fänge eines Greifvogels, was für atemberaubende Flugaufnahmen sorgte.

http://www.imdb.com/title/tt3415834/
1. Die Reise (The Journey)
8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt3433870/
2. Erste Schritte (First Steps)
8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt3454100/
3. Erwachsen werden (Growing Up)
8,5/10

Und daraus ergibt sich eine insgesamt sehr interessante (3-teilige) Dokumentation, die das Leben der Pinguine mal so zeigt, wie man es selbst noch nie gesehen hat. Tolle Bilder undputzige Szenen, stimmig erzählt, wenn auch etwas überdramatisiert, wie man es gewohnt ist. Eine sehr schöne und vor allem interessante Dokumentation.

9/10

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Die Nordsee - Unser Meer (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2768216/

Die Nordsee hat viele Gesichter: weite Wattlandschaften, hohe Dünen, flache Halligen und schroffe Küsten. Ihre Strände locken zu jeder Jahreszeit nicht nur Urlauber sondern auch zahllose Robben an. Und unter der kühlen Meeresoberfläche verbirgt sich eine abwechslungsreiche und faszinierende Unterwasserwelt: Ob majestätischer Riesenhai vor der Kreideküste von Dover oder kampflustige Kegelrobben am Strand von Helgoland, ob mächtige Tintenfische an der holländischen Oosterschelde oder der gruselige Grönlandhai in den Fjorden Norwegens - an über 2.000 Drehtagen unter und über Wasser sammelten Expertenteams selten Gefilmtes und bündelten dies zu einem wahrhaft spektakulären Film.

Ganz formal betrachtet geht die Dokumentation einfach die Nordsee durch, beginnt in Ostfriesland über Helgoland und Nordfriesland hoch über das Dänische Watt nach Norwegen, macht einen Schwenker über den Arktischen Ozean, kommt über den Atlantik dann wieder in die Nordsee bei Schottland rein und läuft runter nach Holland und Westfriesland. Das ist eine nett gedachte Rundreise, die sich aber zu sehr darin verliert. Man hätte sich schon entscheiden sollen, will man nur das Meer zeigen, oder nur die Länder die an diesem angrenzen? Gerade Holland wird wirklich nicht mehr als nur der Vollständigkeithalber angerissen. Der filmische Sprung von einem Friesischen Postboten hinab in die Tiefe zum Roten Knurrhahn wieder hoch zu den norwegischen Moschusochsen über schottische Schafe zum Riesenhai finde ich schon ziemlich extrem, zumal dass auch alles irgendwie willkürlich wirkt, jetzt mal davon abgesehen dass es sich grob an den oben beschriebenen "Fahrplan" hält.

Auch kann ich mir vorstellen dass Zuschauer, die jetzt nicht wissen wo genau Helgoland oder Spiekeroog liegen, vielleicht schnell die geografische Orientierung verlieren. Aber einige tolle Bilder sind dabei, weswegen ich die Dokum doch als gut bewerten kann. Trotzdem sind es - ganz simpel ausgedrückt - nicht mehr als 90 Minuten lang etwas wirr zusammengewürfelte Bilder.

Das ist etwas schade, über die Nordsee kann man dabei soviel mehr erzählen...

7,5/10

Samstag, 23. November 2013

Earth - Unsere Erde (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0393597/

Gedreht an über 200 verschiedenen Orten, mit einer Crew von mehr als 40 Spezialisten, entstand mit “Unsere Erde” ein faszinierendes Portrait unserer Welt. Eingefangen von Kameras der neuesten Generation, die mit bahnbrechenden Entwicklungen aus dem Hightech-Sektor ausgestattet sind, werden wir Teil dieses unglaublichen Abenteuers. Wir tauchen ein und begleiten drei Tierfamilien auf ihren Wanderungen, erleben wie sich diese dem Lauf der Sonne anpassen, und beginnen zu begreifen, welche Naturschönheiten es auf unserem Heimatplaneten gibt, die es zu schützen gilt.

Die zusammengekürzte Serie "Planet Erde": ein faszinierendes Spektrum gegensätzlicher Naturräume: Gigantische Eisberge, endlose Himalaya-Höhenzüge, tiefblaue Ozeane, sonnendurchflutete Regenwälder, verlorene Wüstenlandschaften durchzogen von peitschenden Sandstürmen und schließlich die kühlen Gefilde der Tundra und die erfrischende Atmosphäre der nordischen Wälder.

Die BBC-Produktion ''Earth'' überzeugt auf ganzer Linie, die hochqualitativen HD-Bilder zeigen unglaublich aufwendige Landschaftsaufnahmen und die Lebensräume vieler gut ausgewählter Tierarten. Es hätte gar keinen mündlichen Kommentar gebraucht, denn dieser ist an manchen Stellen nicht sonderlich toll. Die Bildgewalt bezweckt die Botschaft und vermittelt unbeirrt die schönen Seiten dieser Erde. Diese Dokumentation versucht alle wichtigen Schauplätze der Welt auf die Leinwand zu werfen, fundierte sachliche Dokumentationen erweitern das Wissen, Dokumentationen der Marke ''Earth'' erweitern dagegen die Scihtweise.

Gut gemacht!

8/10

Mittwoch, 20. November 2013

Africa: Eye To Eye With The Unknown - Unbekanntes Afrika (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2571774/

Afrika aus einem neuen Blickwinkel. Episch und doch intim. Intensiv, überraschend, umfassend, überwältigend. Der wildeste Kontinent der Erde. Ein Kontinent voller großer und kleiner Überraschungen. Endlose Weite, atemberaubende Wildnis und faszinierende Tiere in einer fast unvorstellbaren Vielfalt. Kein anderer Teil der Erde birgt so unterschiedliche Landschaften von so gewaltigem Ausmaß. Das ist Afrika. Im Norden eine Wüste so riesig wie die USA, im Westen ein Regenwald so groß wie Grönland. Dagegen erstreckt sich im Südosten über Tausende von Kilometern das üppigste Grasland der Welt. Vom Atlasgebirge bis in den tiefsten Urwald verbergen sich neue Geschichten und unerwartete Begegnungen, gewaltige Massenspektakel, erschütternde Dramen und erstaunliches Verhalten. 

http://www.imdb.com/title/tt2638010/
1. Kalahari: Im Bann der roten Wüste (Kalahari)
Erdmännchen sind vorsichtige und geschickte Insektenjäger. Doch die Tricks, mit denen sie ein kleiner Vogel, der Drongo, um ihre Beute prellt, sind geradezu raffiniert. Genauso wie die Taktik, mit der ein erfahrener Giraffen-Bulle seinen jungen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen weiß. Und das sind nur ein paar Highlights aus dem ersten Teil des BBC-Fünfteilers, der uns in den Südwesten des Kontinents entführt, wo die Wüsten Namib und Kalahari den Ton angeben. Schon die erste Folge offenbarte grandiose Naturaufnahmen inmitten der Wüste. Darunter ein Kampf der Giraffen, den ich so noch nie gesehen habe. Selbst der Kameramann war davon beeindruckt, hatte er doch zuvor genau diese eine Giraffe (ein Bulle) 3 Wochen lang begleitet. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2652676/
2. Savanne: Im Reich der Vulkane (Savannah)
Der zweite Teil führt in den Osten des Kontinents. Ihre Elefanten, Löwen und wandernden Gnus haben Savannen wie Serengeti oder Amboseli weltbekannt gemacht. Auch für die Agame fällt dabei etwas ab, aber dazu muss sie sich an den König der Wüste anpirschen! Exotische Gestalten wie der Schuhschnabel, wandernde Flughunde und Flamingos werden ebenso aus nächster Nähe gezeigt, wie die letzten Berggorillas im Virunga-Nationalpark. Ebenfalls eine sehr interessante Geschichte, wie die Vulkane die Landschaft formten und noch heute formen - und wie sich die Natur und insbesondere die Tiere darin auf diese Umstände anpassen. Der Kampf der Elefanten um die Paarungsrechte bei den Weibchen ist so auch noch nie gezeigt worden. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2652678/
3. Kongo: Das starke Herz der Wildnis (Congo)
Ins immergrüne Herz des schwarzen Kontinents, in den tropischen Regenwald des Kongo-Beckens geht der nächste Teil der Serie. An Wasser herrscht kein Mangel, und hier drängt sich mehr Leben als irgendwo sonst am schwarzen Erdteil. Doch um sich hier im Überlebenskampf zu behaupten, müssen alle, von den Größten, wie Waldelefanten oder Flusspferden, bis hin zu den Kleinsten, wie Schlangen und Fröschen, perfekt an die extremen Verhältnisse angepasst sein. Nur dort wo der Urwald das Meer erreicht, wie am Strand von Loango in Gabun, scheinen paradiesische Zustände zu sein. Die dritte Folge ist die schlechteste der Reihe, wobei "schlecht" immer noch jammern auf hohem Niveau ist. Es ist einfach eine etwas andere Folge, die für mich nicht ganz so interessant ist, da man hier das meiste schon gesehen hat, sopfern man die BBC-Dokus in- und auswendig kennt. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2652680/
4. Das Kap: Zwischen Tropen und Eismeer (Cape)
Einem schillernden Regenbogen gleich ist nicht nur Südafrikas Kultur, sondern auch seine Natur. Am Kap begegnen sich nicht nur die Strömungen aus Ost, dem indischen Ozean und West, dem Atlantik, sondern auch jene aus dem Norden, den Tropen und dem Süden, der Antarktis. Wie die Kaphalbinsel von diesen beiden Einflußsphären beherrscht wird, zeigt der vierte Teil des BBC-Fünfteilers „Afrika – Der ungezähmte Kontinent“. Resultat sind einzigartige Naturphänomene wie das Nebeneinander von Blumenmeeren und staubtrockener Steppen oder die Nachbarschaft von Pinguinen und Pavianen. Auf diese Folge habe ich mich ganz besonders gefreut, bietet sie doch Aufnahmen von einem Platz, an dem ich schon war und diese Schönheit auch live bewundern durfte. Die Aufnahmen hier spielen allerdings eher im Wasser und dem Revier der Haie und Wale, die vor Südafrikas Kap sehr häufig anzutreffen sind. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt2652692/
5. Sahara: Mächtiges Meer ohne Wasser (Sahara)
Den krönenden Abschluss des BBC-Fünfteilers „Afrika – Der ungezähmte Kontinent“ bildet die Sahara, die größte aller Wüsten auf unserem Planeten. Von den Affen über die Kamele bis zu den „Silberameisen“ mussten sich alle Bewohner an die rauen Bedingungen anpassen, als vor wenigen tausend Jahren die uneingeschränkte Herrschaft der Sahara über Nordafrika begann. Es ist eine faszinierende Welt diktiert durch extreme Hitze bei Tag und Kälte bei Nacht. Doch trotz ihres Mangels an lebensspendendem Wasser erscheint auch die Wüste in dieser beeindruckenden Dokumentation so lebendig wie ein eigenständiges Lebewesen. Die (leider) letzte Folge und nicht minder interessant. Manche Aufnahmen sind unglaublich, gerade das Entstehen eines Sandsturms im Makrokosmos ist faszinierend und spannend. Aber auch die Lebensweise in der Wüste, so karg diese auch sein mag, ist interessant und bietet viele kleine Geschichten. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2652694/
6. Die Zukunft (Africa: The Future)
Tierarzt Matthew Mattinda etwa arbeitet für das Lewa Wildlife Conservancy in Kenya. In diesem Naturpark werden verletzte Spitzmaulnashörner aufgenommen und gepflegt. Die wenigen, die es überhaupt noch gibt, stehen unter Schutz und werden mit Waffen bewacht, denn ihre Hörner sind nach wie vor sehr begehrt, und die Wilderei hat in den letzten fünf Jahren um 3000 Prozent zugenommen. David Attenborough trifft den jungen Massai Olubi. Früher machte Olubi Jagd auf Löwen, heute beschützt er sie. Zusammen mit anderen Massai und Doktorin Stephanie Dolrenry stattet er die Raubkatzen mit Funksendern aus. So können die Dorfleute ihr Vieh rechtzeitig in Sicherheit bringen, wenn sich ein Löwe nähert. In Ostafrika machen den Elefanten neu gebaute Strassen zu schaffen. Für die Dickhäuter sind dies unüberwindbare Schranken. Sie hindern die Tiere daran, auf ihrer Nahrungssuche auch weite Strecken zurückzulegen; nicht selten müssen sie deswegen verhungern. In Kenya ermöglichen nun Unterführungen, dass die Tiere ihre Wanderung fortsetzen können. Es gibt aber auch länderübergreifende Schutzprojekte: Insgesamt elf Länder Afrikas arbeiten am wohl grössten gemeinsamen Projekt zur Eindämmung der fortschreitenden Wüste. Geplant ist ein Baumgürtel quer durch all diese Länder - eine Baummauer von 8000 Kilometern, die auch bewässert werden will - keine einfache Aufgabe, aber ein Anfang. - 8,5/10

Insgesamt eine sehr gute, bildgewaltige und interessante Dokumentationsreihe.

9/10

Dienstag, 29. Oktober 2013

Ice Age Giants - Ice Age: Giganten der Eiszeit (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2934994/

Vor über 20.000 Jahren herrschte die letzte Eiszeit auf der Erde. In dieser 3-teiligen BBC-Serie wird jenes faszinierende Zeitalter samt seiner Bewohner wieder zum Leben erweckt. Heute, in einer Welt der globalen Erwärmung, ist eine Eiszeit schwer vorstellbar. In jener Phase der Erdgeschichte waren Ozeane gefroren und das Land begraben unter kilometerdickem Gletschereis. Weit verschobene Klimazonen und veränderte Küstenlinien prägtemn das Bild. Und doch war diese kalte Welt alles andere als lebensfeindlich. Heute ausgestorbene Raubtiere streiften durch die weiten Landschaften, während der Mensch ganz eigene Herausforderungen meistern musste, um zu überleben. Schließlich löschten die globalen Klimaveränderungen an vielen Orten etliche Arten aus, doch es entstanden neue Biotope und Lebewesen andererorts. Diese dreiteilige Koproduktion von BBC, Terra Mater Factual Studios, Discovery Channel und France Télevisions zeigt das Schicksal der großen, charismatischen Tiere des Eiszeitalters - den Aufstieg und Fall von Mammut, Höhlenbär und Säbelzahnkatze.

http://www.imdb.com/title/tt2943730/
Episode 1 – Das Reich der Säbelzahnkatze (Land of the Sabre-Tooth)

Das Eiszeitalter war alles andere als lebensfeindlich – die globalen Klimaveränderungen löschten zwar an vielen Orten Arten aus, schufen aber unzählige neue Möglichkeiten anderswo. Diese innovative dreiteilige Serie rollt das Schicksal der großen charismatischen Tiere des Eiszeitalters neu auf: Aufstieg und Fall von Mammut, Höhlenbär und Säbelzahnkatze als spannende, kriminaltechnische Ermittlung! - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2943892/
Episode 2 – Das Reich des Höhlenbären (Land of the Cave Bear)
Die zweite Folge rekonstruiert unter anderem eine fatale Begegnung zwischen zwei europäischen Eiszeitriesen – dem Höhlenbären und dem Höhlenlöwen. Doch wer hat hier wen getötet? Bei der Entschlüsselung dieses Rätsels wird erlebbar, was wirklich geschah, als die Eiszeit die Naturräume und Landschaften Europas fundamental veränderte! Eine Veränderung, die bis heute an unzähligen Stellen sichtbar bleibt. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt2968420/
Episode 3 – Das Ende der Frostherrschaft (Last of the Giants)
Folge drei verfolgt unter anderem das dramatische Schicksal der jungen Mastodon-Kuh Owasso und ihres ersten Kalbes. Durch detaillierte Analyse des Fundortes und der ökologischen Zusammenhänge entsteht ein umfassendes Bild einer Welt, die dramatischen Veränderungen ausgesetzt ist. Sind Owasso und ihr Kalb durch ihre eigenen Artgenossen getötet worden? Oder waren es bereits Menschen, die erstmals eine Art zum Aussterben brachten? - 7,5/10

Insgesamt eine interessante BBC-Doku mit guten Animationen. Man sieht zwar genau, wann etwas in das Bild kopiert wurde, aber das tut der Serie keinen Abbruch. Die Hintergrundinfos sind interessant und aufschlußreich, wenn auch manches Mal etwas unglaubwürdig, bzw. zu sehr interpretiert. Dies aber nur zu einem kleinen Teil. Ansonsten erfährt man viel über die heutige Arbeit und die daraus resultierenden Schlußfolgerungen über die letzte große Eiszeit. Ein tolle Doku.

7,5/10

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Great Barrier Reef - Das Great Barrier Reef: Naturwunder der Superlative (2011)

http://www.imdb.com/title/tt2185885/

Das Great Barrier Reef in Australien ist ein Ort der Superlative. Es ist atemberaubend schön, weltberühmt und steht für Rekorde: 2300 Kilometer lang bedeckt es eine Fläche von 350.000 Quadratkilometern und ist aus dem Weltraum mit bloßem Auge zu erkennen. Wegen seines Artenreichtums gilt das Riff auch als Dschungel der Meere. So wurde es im Jahr 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Man bezeichnet es auch als das siebte Weltwunder der Natur. Die dreiteilige BBC-Reihe zeigt die Schönheit dieses biologischen Wunders in überwältigenden Aufnahmen und noch nie gesehenen Bildern.

http://www.imdb.com/title/tt2198627/
Teil 1: Naturwunder der Superlative (Nature's Miracle)
Das Great Barrier Reef in Australien ist weltberühmt und steht für Rekorde: 2300 Kilometer lang, bedeckt es eine Fläche von 350.000 Quadratkilometern und ist aus dem Weltraum mit bloßem Auge zu erkennen. Man bezeichnet es auch als das siebte Weltwunder der Natur. Die Bauherren dieses größten von Lebewesen geschaffenen Gebildes auf der Erde sind dagegen winzige Korallenpolypen, oft nicht mehr als zwei Millimeter groß. Wegen seines Artenreichtums gilt das Riff als Dschungel der Meere. Obwohl sie aussehen wie blühende Gärten: Korallen sind keine Pflanzen, sondern Tiere. Sie brauchen tierische Nahrung und sie sind wiederum Nahrung für Tiere.Das Riff verändert sich ständig. Ebbe und Flut, Sonne und Mond sowie unzählige Wetterwechsel sind die treibenden Kräfte. Wie sich Lebens- und Überlebenskünstler im größten Korallenriff der Erde daran anpassen, erzählt die erste Folge des Dreiteilers über das Great Barrier Reef. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2198631/
Teil 2: Vom Riff zum Regenwald (Reef to Rainforest)
Man bezeichnet es als das siebte Weltwunder der Natur. Und bereits seit über 30 Jahren ist es UNESCO-Welterbe. Mit einer Ausdehnung von fast 2300 Kilometern kann man dieses größte, lebende Gebilde der Erde mit bloßem Auge aus dem Weltall sehen: das Great Barrier Reef. Sein Ökosystem umfasst weit mehr als nur Korallenriffe. Die Flüsse, Wasserfälle, Regenwälder und Berge der Küstenregion gehören genauso dazu, wie die Lagune zwischen Festland und Riff, die insgesamt etwa so groß ist wie Deutschland. All diese Lebensräume beeinflussen sich gegenseitig. Veränderungen einer Region haben Auswirkungen auf alle übrigen. Vom Leben und Überleben in dieser weltweit größten Lagune erzählt die zweite Folge des Dreiteilers über das Great Barrier Reef. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2198629/
Teil 3: Tierische Besucher aus aller Welt (Reef and Beyond)
Man bezeichnet es als das siebte Weltwunder der Natur. Und bereits seit über 30 Jahren ist es UNESCO-Welterbe. Mit einer Ausdehnung von fast 2300 Kilometern kann man dieses größte, lebende Gebilde der Erde mit bloßem Auge aus dem Weltall sehen. Das Great Barrier Reef. Ein Ort der Superlative. Nirgendwo sonst gibt es einen vergleichbaren Artenreichtum. Doch das Riff ist nicht nur für Australien von Bedeutung. Es hat eine enorme Anziehungskraft auf Tiere aus aller Welt. Und kein Weg scheint zu weit zu sein. Von den Phillipinen, vom asiatischen Festland oder sogar aus der Antarktis kommen sie hierher – manche der Nahrung wegen – andere, um sich fortzupflanzen. Von dem einzigartigen Naturschauspiel, wenn Tausende von Besuchern das Riff zeitweise für sich erobern, erzählt die letzte Folge des Dreiteilers über das Great Barrier Reef. - 9/10

Was für eine tolle Dokumentation über eine Region, in der ich in absehbarer Zeit beabsichtige ebenfalls einmal zu tauchen. Was besonders fasziniert ist die Tatsache, wie die Region Korallenriff arbeitet und seine Umgebung ständig verformt. Was ich nicht gedacht hätte ist, dass sich die Doku auch mit der (neuzeitlichen) Enstehungsgeschichte des Riffs befasst und so auch in die Mangroven oder den Regenwald geht. Es ist also keine Doku für reine "Wasserliebhaber", obwohl dieses Element nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt bleibt. Es werden Jagdtechniken der ansässigen Tiere gezeigt, einige davon beeindruckend in Zeitlupe, dazu wird ruhig und angenehm erzählt, die BBC-typisch-gute Musik trägt ihr Übriges zum positiven Gesamteindruck bei. Alles in allem wieder mal eine 3-teilige Doku (die übrigens auch vom Steuerzahler mitfinanziert wurde, denn "Das Erste" und der "WDR" waren ebenfalls an der Produktion beteiligt) die schön anzusehen und wissenswert ist und ebenso anschaulich vorgetragen wird. Sehr empfehlenswert!

9/10