Sonntag, 29. November 2015

Wild Alaska - Wildes Alaska (2015)

Unberührte Wildnis, einzigartige Tierwelten und ein Land der Extreme. Erleben Sie Alaska hautnah! Alaska – ein Land geformt von Gletschern und Eisschichten, durchzogen von mächtigen Strömen und riesigen Seen. Seine Lage am nördlichen Polarkreis bedeutet bitterkalte Winter, während durch die speziellen Landschaftsformen und die Größe des Landes bedingte Hitzewellen die Sommer bestimmen. Es ist ein raues Land. Die Dichte der menschlichen Niederlassungen ist geringer als in Sibirien und die Tiere die hier leben, haben es mit den extremsten saisonalen Bedingungen der Welt zu tun. Trotz all dieser Härten ist Alaska die Heimat einer erstaunlich vielfältigen Tierwelt. Diese Serie widmet sich Frühling, Sommer und Winter dieser extremen Wildnis und gibt Einblick in den Überlebenskampf
einzigartiger Tierarten. Ob Grizzlys, Seeotter oder Eisbären – alle Tiere haben sich perfekt an die Besonderheiten dieses Lebensraumes angepasst. Auch die kleinen menschlichen Gemeinschaften, die es in Alaska weit über das Land verstreut gibt, zeigen, wie man mit den ungewöhnlichen und harschen Bedingungen in dieser Umgebung zurecht kommt.


http://www.imdb.com/title/tt4686170/ 
1. Frühlingserwachen (Spring)
Alaskas Frühling verwandelt das Land. Mit steigenden Temperaturen kehren Wasser, Licht und Wärme zurück. Diese Verwandlung hat etwas Magisches, doch für Tiere die aus dem Winterschlaf erwachen, ist es eine harte Bewährungsprobe. - 9/10
 
http://www.imdb.com/title/tt4703786/ 
2. Sommerfrische (Summer)
Die Tierwelt Alaskas nutzt die wenigen Sommerwochen – diese kurze Zeit des Überflusses. Die plötzliche Fülle an Nahrung dieser Jahreszeit lenkt jedoch manche Tiere von Gefahren ab, die gerade jetzt drohen. Die alljährlichen Sommerspiele in der Meisterschaft ums Überleben haben begonnen. - 9/10
 
http://www.imdb.com/title/tt4725090/ 
3.  Winterzauber (Winter)
Alaskas Landschaften werden im Winter zu einer glitzernden Märchenwelt. Doch der Schein trügt. Die hohen Berge, die an das Land angrenzenden Ozeane und die nördliche Lage zeichnen für die extremsten Winterverhältnisse der Welt verantwortlich. Gute Vorbereitung ist Alles wenn es darum geht den eisigen Griff des Winters zu überstehen. Besonders jetzt zeigt sich, dass nur wahre Meister der Anpassung auch zu solchen des Überlebens werden. - 9/10

Wieder einmal hat die BBC bewiesen, dass sie uneingeschränkt das Thema Dokumentation anführen. Eine angenehme Erzählstimme, begleitet von passender und unaufdringlicher, beruhigender Hintergrundmusik, führt durch die drei Folgen und lässt den Zuschauer tief in die kalte Welt Alaskas eintauchen. Dabei kann man erstaunliche Dinge entdecken und das nicht nur im Bereich der Tierwelt, denn wie Schwarzbären Lachse fangen und fressen, dürfte regelmäßigen Doku-Schauern kein Geheimnis mehr sein. Daher gibt es auch nie die Höchstpunktzahl, denn trotz alelr Neuerungen (und neu gefilmten Bilder) findet man immer und immer wieder sich überschneidende Themen, sodass alles zwar bestimmt neu gemacht ist, tatsächlich aber so ähnlich schon in anderen tollen Dokumentationen der BBC thematisiert wurde. Aber "Wildes Alaska" bietet auch einen Einblick in das Leben der Menschen und wie sie mit den Bedingungen so nah am Polarkreis zurecht kommen. Das ist nicht nur interessant, sondern weckt auch eine ungeheure Reiselust. Und das gefällt.

9/10

Sonntag, 1. November 2015

Amur - Amur: Asiens Amazonas (2015)

Der Amur zählt zu den längsten Flüssen der Erde – und ist doch kaum bekannt. Dabei ist sein Einzugsgebiet viermal so groß wie Deutschland und erstreckt sich über die Mongolei, Russland und China. Die dreiteilige Serie "Amur: Asiens Amazonas" erkundet die weitgehend unberührte Natur entlang des Amur in Ostasien.

Der Amur ist kein Fluss, sondern ein riesiges Fluss-System von kontinentaler Dimension, eine Wasserlandschaft mit Tausenden Flüssen, Sümpfen und Seen, deren ungeheure Wassermassen ständig von den Wolken des Pazifiks erneuert werden. An seinem Mündungsdelta - da, wo sich die Küsten des Japanischen und des Ochotskischen Meeres in der Tatarenstraße treffen - beginnt eine ungewöhnliche Entdeckungsreise gegen den Strom, vom Pazifik fünftausend Kilometer landeinwärts bis in die Mongolische Steppe.

http://www.imdb.com/title/tt4790576/
1. Der ferne Osten
Das Flusssystem des Amur bildet eine riesige Wasserlandschaft mit unzähligen Flüssen, Seen und Sümpfen. Aus diesem Einzugsgebiet befördert der gigantische Strom täglich Unmengen an Wasser, Nährstoffen und Sedimenten in den Pazifik und macht den Ozean zu einem der fruchtbarsten Meere der Welt. In diesem Flussdelta entlang der wilden Küste im äußersten Osten Russlands – auf der gegenüberliegenden Seite der Beringstraße liegt Alaska – beginnt die Reise, die flussaufwärts führt. In ihrem Verlauf begegnet man Seelöwen, Braunbären, Schwärmen aus Zehntausenden Seevögeln und ebenso vielen Lachsen auf Wanderschaft. Auf der russischen Seite kommen Sikahirsche auf der Nahrungssuche bis an die Küste, verfolgt von hungrigen sibirischen Tigern. Und dieses einzigartige Ökosystem bietet viele weitere faszinierende Naturschauspiele. So haben die Pazifiklachse bereits eine lange Reise von der kalifornischen Küste hinter sich, wenn sie die Mündung des Amur erreicht haben, und noch liegen über tausend Kilometer vor ihnen, bevor sie in ihren Laichgebieten ankommen. Weiter stromaufwärts erstreckt sich ein beeindruckendes Sumpfgebiet. Das innere Delta ist von einem wahren Labyrinth aus Kanälen und Altarmen durchzogen. Dort bieten unzählige Inseln und Feuchtwiesen, Torfmoore und Seen den wilden Tieren Ostasiens einen vielfältigen Lebensraum. Für einige Arten sind sie der letzte verbleibende Rückzugsort. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt4794670/
2. Der schwarze Drache
Bei den Chinesen heißt der Amur, der auf über 2.000 Kilometern das Land von Russland trennt, „schwarzer Drache“. Die beiden Großmächte verbindet keine einzige Brücke, lediglich zwischen den Städten Blagoweschtschensk und Heihe am Mittellauf des Stroms besteht eine Fährverbindung. Diese Grenzlage hat die Ufergebiete bis heute vor größeren Eingriffen oder gar dem Bau mächtiger Staudämme zur Stromgewinnung bewahrt. Auf chinesischer Seite wurden die fruchtbaren Flussauen entlang des Songhua, des größten Amur-Zuflusses, in Industrie- und Agrarland verwandelt. Doch in den entlegenen Gebieten am Oberlauf des Flusses haben die letzten Urwälder des Landes überlebt. Seit die Regierung Schutzprogramme in die Wege geleitet hat, haben sich Großkatzen wie der sibirische Tiger und der Amurleopard wieder dort angesiedelt. Das Amurbecken erstreckt sich von den verschneiten Bergen der sibirischen Tundra, wo die nördlichen Zuflüsse entspringen, Richtung Süden bis zu den subtropischen Feuchtwäldern am Oberlauf des Songhua. Dort leben asiatische Paradiesvögel und Auerhähne ebenso wie asiatische Schwarzbären und Braunbären zwischen Koreakiefern und sibirischen Lärchen. Entlang der Schifffahrtswege und in den Sumpfgebieten sind Mandschurenkraniche, Kragenenten und unzählige Fischarten zu Hause. Der Songhua entspringt am Himmelssee im Krater des Baitoushan-Vulkans an der Grenze zu Nordkorea. Ein halbes Jahrtausend lang galten die urtümlichen Wälder, die den höchsten der zahlreichen Vulkane im Amurtal umgeben, als heilig. Bis heute gehören sie zu den beeindruckenden Naturschätzen Chinas. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt4815462/
3. Die heiligen Quellen
Der südliche Quellfluss des Amur, der Cherlen, schlängelt sich durch die größte Graslandschaft der Welt, die mongolische Steppe unweit der Wüste Gobi. Dort durchstreifen eine Million Mongoleigazellen und riesige Viehherden die kalte und trockene Savanne. Es erscheint unerklärlich, wie ein so riesiger Wasserlauf eine derart trockene Landschaft durchfließen kann. Seine fruchtbaren Ufer werden von zahlreichen Vogelarten bevölkert, darunter Jungfernkraniche zur Paarungszeit und Zugvögel auf der Durchreise nach Indien. Steppenadler jagen Murmeltiere, und Wölfe lauern auf Gazellen, während sich die Rabengeier auf die Reste freuen. Nomaden schlagen ihre Zelte entlang des Cherlen auf, da sie nur im Fluss Wasser zum Tränken ihrer Pferde, Kühe und Schafe finden. Doch oft trocknet der Fluss aus, so dass Tiere und Nomaden in Richtung des nördlichen Zuflusses Onon ziehen müssen. Der Onon ist kürzer als der Cherlen. Seine Ufer wurden 300 Jahre lang von russischen Siedlern bewohnt. Sie fanden alles Lebensnotwendige in der üppigen, wild- und fischreichen Natur der Waldsteppen Südsibiriens. Doch wo befindet sich die wahre Quelle des Amur? Obwohl beide Wasserläufe völlig unterschiedliche Landschaften durchfließen und völlig unterschiedlicher Art sind, entspringen beide auf dem heiligen Berg der Mongolen. Auf dem Burchan Chaldun wurde Dschingis Khan, der „Vater der Mongolen“, geboren und begraben. Die zahlreichen Quellen auf diesem Bergmassiv werden von Regen und Schnee aus den vom Pazifik kommenden Wolken gespeist und schließen sich zu den beiden Amur-Zuflüssen zusammen. So gesehen ist der heilige Berg selbst die Quelle des Amur. - 8,5/10

Sonntag, 11. Oktober 2015

Pets: Wild At Heart - Unsere wilden Lieblinge (2015)

http://www.imdb.com/title/tt4383348/
Des Menschen bester Freund - sein Haustier. Klassische Kandidaten wie Katze oder Hund reihen sich neben Exoten. Und jedes Tier ist dank seines Charakters einzigartig. In zwei Folgen zeigt diese Dokumentationsreihe von John Downer wie unsere Haustiere trotz ihrer Domestizierung ihre Instinkte nicht vernachlässigen - sondern im Spiel ihrer wilden Seite treu bleiben. Beobachtet werden auch die geheimnisvollen Mittel tierischer Kommunikation in den Bereichen Jagd, Konflikt oder Freundschaft - die auch in unmittelbarer Umgebung mit Menschen und deren Zuhause zum Vorschein kommen. Raffinierte Aufnahmetechnik, versteckte Kameras und ihre kreative Anwendung zeigen uns die Welt unserer Haustiere durch ihre Augen und offenbaren uns Geheimnisse aus der Welt unserer liebsten tierischen Begleiter.

http://www.imdb.com/title/tt4410516/
1. Playful Creatures - Verspiele Gefährten
Des Menschen bester Freund - sein Haustier. Klassische Kandidaten wie Katze oder Hund reihen sich neben Exoten. Und jedes Tier ist dank seines Charakters einzigartig. Die erste Folge dieses Zweiteilers zeigt, wie unsere Haustiere trotz ihrer Domestizierung ihre Instinkte nicht vernachlässigen - sondern im Spiel ihrer wilden Seite treu bleiben. Versteckte Kameras und ihre kreative Anwendung zeigen uns die Welt unserer Haustiere durch ihre Augen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt4410578/
2. Secretive Creatures - Geheimnisvolle Freunde
Des Menschen bester Freund – sein Haustier. Klassische Begleiter wie Katze oder Hund reihen sich neben Exoten. Und jedes Tier ist dank seines Charakters einzigartig. Die geheimnisvollen Mittel tierischer Kommunikation in den Bereichen Jagd, Konflikt oder Freundschaft stehen in dieser Folge im Vordergrund. Versteckte Kameras und ihre kreative Anwendung offenbaren uns Geheimnisse aus der Welt unserer liebsten tierischen Begleiter. - 8/10

Mal eine ganz andere Dokumentation, die sich trotzdem um Tiere dreht, aber eben unsere Haustiere - vom Hunde und Katze über Meerschwein und Sittich - betrachtet. Wie immer bei BBC-Dokumentationen sehr schön erzählt, mit guter musikalischer Begleitung (da gab es noch nie einen Totalausfall) mit fantatsischen Aufnahmen, die man zum Teil schon aus Büchern kennt - wie zum Beispiel die Unterwasseraufnahmen badender Hunde. Aber vor allem die Slow-Motion-Aufnahmen von spielenden oder jagenden Katzen sind einmal mehr hervorragend und zeigen so erstmals und in aller Deutlichkeit, wie ein solches Tier funktioniert. Auch der Antrieb und das Verhalten von einigen häuslichen Begleitern in der Gefangenschaft wird erklärt, sodass es dem einen oder anderen vielleicht noch einen Hinweis geben kann, warum sein Haustier gerade so reagiert. Das ist spannend und interessant und alles in allem also ein "Rundum-Sorglos-Paket" für jeden Tierfreund.

8,5/10

Sonntag, 30. August 2015

Wonders Of The Monsoon - Länder des Monsuns/Magie des Monsuns (2014)

http://www.imdb.com/title/tt4168608/

Erleben Sie, wie sich ganze Länder verwandeln und verzaubern lassen - durch die Kraft des Monsuns. Die Tierwelt und Kulturen im südlichen Asien werden geprägt durch eines der größten Phänomene auf dieser Erde: Die Monsunwinde, die über diese riesigen Regionen hinwegfegen und Dürre zur Sintflut verwandeln. Alles Leben wird durch dieses tobende Wettersystem beeinflusst. Die opulent produzierte BBC-Earth-Serie nimmt Sie in 5 Teilen mit auf eine berauschende Reise durch die Länder des Monsuns – vom Himalaya-Gebiet in Tibet bis ins Outback von Australien. Erkunden Sie beeindruckende Tier- und Pflanzenwelten und lassen Sie sich von der außergewöhnlichen Bindung zwischen der Natur und den Menschen des Monsuns faszinieren. Sehen Sie eine andere Welt, die Sie verzaubern wird!

http://www.imdb.com/title/tt4191098/
1. Bis der Regen kommt (Waiting For The Rains)
Das größte zusammenhängende Wettersystem der Erde beherrscht weite Teile unseres Planeten: Sein Einfluss reicht vom Hochland von Tibet über Südasien und Indonesien bis nach Australien. Monsun wird oft gleichgesetzt mit Wind und Regen. Doch das gewaltige Wetterphänomen hat auch eine andere Seite: Monate extremer Dürre, in denen alles Leben auf die erlösenden Regenfälle warten muss. Teil 1 der fünfteiligen BBC-Serie zeigt die Ruhe vor dem Sturm und die Strategien derer, die schon sehnlichst auf den Regen warten. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt4191122/
2. Überschwemmung (Deluge)
Teil 2 der Serie "Länder des Monsuns"/"Magie des Monsuns" führt mitten hinein in die Regenzeit. Anfangs entstehen Tümpel und Rinnsale, in denen Frösche ihren Laich ablegen und Affen nach Wasserschnecken suchen. Der Subkontinent Indien ist jetzt von saftigem Grün überzogen, doch wenn mehr als ein Meter Niederschlag pro Tag fällt, schwillt der Mekong bald auf das Vierfache seiner Größe an. Für Schlangenhalsvögel – und Fischer – bedeuten die Wassermassen Leben in Fülle, doch für Elefanten, Nashörner und sogar Wasserbüffel wird es eng, wenn mehr und mehr Flüsse über die Ufer treten. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt4191134/
3. Dürre (The Drought)
Das "andere Gesicht" des Monsuns, die Monate der Dürre sind Thema im dritten Teil der Serie. In Australien ist das die Zeit verheerender Brände, doch auch auf den tropischen Inseln bringt die Trockenzeit ihre eigenen Herausforderungen mit sich: Die Bäume haben ihren Lebenszyklus ganz auf den Monsun eingestellt. Jetzt tragen sie kaum Früchte, und das Bartschwein muss sich nach zusätzlichen Futterquellen umsehen. Die Nomaden in Rajasthan hingegen nutzen die Zeit, um auf dem weltgrößten Kamelmarkt in Puskar ihre Tiere feilzubieten. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt4191140/
4. Inseln der Vielfalt (Strange Castaways)
In dieser Spezialfolge in Kinofilmlänge zeigt sich die schöpferische Kraft des Monsuns in ihren Extremen: In Zentralindien fällt drei Viertel des Jahres fast kein Niederschlag, während die Inseln am Äquator zwei ausgiebige Regenzeiten jährlich erleben. Üppige Vegetation auf Sulawesi erlaubt den Schopfmakaken, statt Nahrungs-Konkurrenz ein harmonisches Sozialleben zu kultivieren, im Regenwald auf Borneo haben Schmetterlinge gelernt, die Baumriesen zu überlisten, und auch menschliche Kulturen hat der Monsun beeinflusst: Auf Java wird dem Vulkan Bromo auch heute noch für reiche Ernte gedankt, und in der Wüste Thar in Rajasthan sind die Bishnoi besonders achtsam gegenüber der Natur: Ihnen ist alles Leben heilig, sie teilen die knappen Ressourcen auch mit den Wildtieren. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt4191148/
5. Völker des Monsun (People Of The Monsoon)
Die letzte Episode legt den Fokus auf die Menschen im Monsun-Gebiet. Neben Dürre und Flut haben die Bauern regelmäßig mit hungrigen und durstigen Mitstreitern aus der Tierwelt zu tun. Elefanten bedrohen die Reisernte und Leoparden haben es auf ihre Schafherden abgesehen. Trotzdem werden Tiere und Pflanzen verehrt. In Jahrtausender langer Tradition haben sich im Einklang mit dem Monsun faszinierende Kulturen und Religionen entwickelt. Anhänger der Bishnoi-Sekte sind sogar so naturverbunden, dass sie ihr Leben zum Schutz von Bäumen hergeben würden. Viele Völker wie die auf den philippinischen Palawan-Inseln bewohnen sogar noch zeitweise Höhlen im Wald. Doch ihre alt bewährten Traditionen werden von den Regeln moderner Gesellschaften immer mehr bedroht. Wie lange werden sie auf diese Weise noch leben können?  - 8/10

Einmal mehr ein großartige Dokumentation der BBC über die Länder Asiens und besonders über die, die in den Bereichen des Monsuns liegen. Die Dokumentation zeigt eindrucksvoll und in wunderschön fotografierten Bildern die Auswirkungen des Monsuns in allen seinen Phasen - und dies sowohl für die Flora und Fauna, als auch für die Menschen und deren Lebensraum. Sehr informativ erzählt, mit ruhiger Musik unterlegt und grandios unterhaltend ist "Magie des Monuns" oder auch "Länder des Monsuns" eine weitere faszinierende Dokumentation aus dem Hause BBC.

8,5/10

Samstag, 1. August 2015

Überleben - Life Story (2014)

http://www.imdb.com/title/tt4150884/

Mit dem Moment der Geburt beginnt für jedes Tier auf dieser Welt die gleiche große und gefährliche Herausforderung: Das Abenteuer Überleben. Das sechsteilige BBC Earth-Highlight "Überleben" zeigt uns die wichtigsten Stationen im Leben der Tiere: von den ersten Schritten über die Kämpfe der Erwachsenen und die Partnersuche bis zu der Zeit, in der die Eltern Tag und Nacht im Einsatz sind - der Aufzucht der Jungen. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Überlebenskämpfe der Tierwelt in dieser Reihe atemberaubend in Szene.

http://www.imdb.com/title/tt4240764/
1. Gefährliche Kindheit (First Steps)
Jeder von uns steckt mitten im allergrößten Abenteuer. Es geht ums Überleben! Im Moment der Geburt beginnt für die Menschen ebenso wie für die Tiere die einmalige und gefährliche Reise. Einige müssen die härteste Bewährungsprobe ihres Lebens bereits kurz nach der Geburt bestehen. Die Küken der Nonnengänse in Grönland stürzen sich mehr als 100 Meter in die Tiefe, lange bevor sie fliegen können. Andere müssen sich erst als Erwachsene beweisen, wie die australische Pfauenspinne: Das kleine Spinnen-Männchen tanzt im wahrsten Sinne um sein Leben, um sich paaren und für Nachwuchs sorgen zu können. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Überlebenskämpfe der Tierwelt in dieser Reihe atemberaubend in Szene. In der Folge „Gefährliche Kindheit“ dreht sich alles alles um die ersten Schritte, Hopser, Flügel- und Flossenschläge von Neugeborenen. Im tropischen Dschungel schlüpfen winzige Gottesanbeterinnen aus dem Eikokon. Vom ersten Moment an vollkommen auf sich gestellt, müssen sie extrem vorsichtig sein – denn der Feind lauert in den eigenen Reihen: die Geschwister! Gottesanbeterinnen leben kannibalisch, also empfiehlt es sich, die Familie schnellstmöglich hinter sich zu lassen. Wie aber kann sich der Insekten-Winzling gegen scheinbar übermächtige Fressfeinde wie die Springspinne wehren? Er versucht es mit Kung-Fu … Junge Erdmännchen in Südafrika haben im Vergleich dazu ein äußerst gemütliches Zuhause. Im Familienverband verbringen die Kleinsten wohl behütet ihre Kindheit. Doch im Alter von etwa zwei Monaten muss das junge Weibchen lernen, eigenständig für Futter zu sorgen. Erdmännchen fressen besonders gern Skorpione, doch die teilen schmerzhaft aus mit Zangenbissen und ihrem unberechenbaren Giftstachel. Unter Aufsicht eines Lehrermeisters muss sich das Erdmännchen erstmals beweisen - der gereizte Skorpion wird zur Reifeprüfung! Buckelwal-Babys müssen von Geburt an schwimmen - und zwar riesige Strecken. Innerhalb von sechs Wochen geht es mit der Mutter 4800 Kilometer weit von den Gewässern seiner Geburt vor Hawaii bis hinauf in die Arktis! Der junge Wal ist zu einhundert Prozent auf den Schutz und die Milch seiner Mutter angewiesen. Doch das Weibchen wird plötzlich von fremden, aggressiven Männchen umworben. Der kleine Wal droht, zwischen die Fronten zu geraten. Dabei müssen Mutter und Kind mit ihren Kräften haushalten - das Überleben des Kleinen hängt am seidenen Faden... - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt4240772/
2. Die Welt entdecken (Growing Up)
Jeder von uns steckt mitten im größten Abenteuer, wenn es um das Überleben geht! Im Moment der Geburt startet die einmalige und gefährliche Reise - bei uns Menschen ebenso wie bei den Tieren in aller Welt. Einige haben die größte Bewährungsprobe ihres Lebens schon kurz nach der Geburt zu bestehen. Die Kücken der Nonnengänse in Grönland stürzen sich mehr als einhundert Meter in die Tiefe, lange bevor sie fliegen können. Andere müssen sich erst als Erwachsene beweisen, wie die australische Pfauenspinne. Das kleine Spinnen-Männchen tanzt im wahren Sinne um sein Leben, um sich paaren und für Nachwuchs sorgen zu können. Als Polarfuchs-Welpe lebt es sich nicht schlecht. Drei Monate lang verwöhnt die Fuchsmutter ihre Kleinen mit Futter, sie haben viel Zeit zum Spielen bis zu dem Tag, an dem die Mutter der Kindheit ihrer Jungen ein jähes Ende setzt. Sie vertreibt ihren Nachwuchs und schickt ihn in den arktischen Winter! Völlig auf sich allein gestellt streift der junge Fuchs bei -50 Grad Celsius durch die Wildnis, bis zu 100 Kilometer täglich, ständig auf der Suche nach Fressbarem. Um zu überleben, hat er nur eine Chance: Er muss Lemminge jagen, aber die leben gut versteckt unter dem Schnee. Sie zu erwischen, will gelernt sein. Mit arktischer Kälte haben zwei junge Geparden im südlichen Afrika nicht zu kämpfen. Doch auch die beiden quält der Hunger, seit ihre Mutter sie verlassen hat. Immerhin haben die beiden einander – aber keinerlei Erfahrung mit dem Überleben in der Savanne. Ein großes Beutetier wie einen Impala-Bock haben sie noch nie erlegt. Wenn sie lernen, gemeinsam zu jagen, erhöhen sich ihre Überlebenschancen. Dabei dürfen sich die Jungtiere keine Unachtsamkeit erlauben - die spitzen Hörner des Impala-Bocks sind eine gefährliche Waffe! Die Flaggensylphe führt in den Wäldern Südamerikas ein Leben auf der Überholspur - der junge Kolibri ist pausenlos in Aktion! Er muss mit Schnelligkeit und Flugakrobatik aufholen, was ihm erwachsene Artgenossen an Erfahrung voraushaben. Der Vogel wiegt nur drei Gramm, doch sein Herz schlägt 1000 Mal pro Minute. 60 Mal in der Sekunde bewegt er seine Flügel. Das ist enorm energieraubend. Ohne ständigen Nachschub an reichem Blütennektar fiele der kleine Vogel einfach vom Himmel. Doch er ist erfinderisch - weicht geschickt Regentropfen und Bienen aus und lernt, die kürzesten Flugrouten zwischen den heiß begehrten Blüten zu nehmen. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Geschichten der Tierwelt in dieser Reihe erstklassig in Szene. In der zweiten Folge "Die Welt entdecken" dreht sich alles um die Abenteuer und Tragödien von heranwachsenden Tieren wie Polarfüchsen, Tigern, Kolibris und Geparden. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt4240774/
3. Eine Zuflucht finden (Home)
Jeder von uns steckt mittendrin im allergrößten Abenteuer: Wenn es ums Überleben geht! Im Moment der Geburt startet die einmalige und gefährliche Reise - bei uns Menschen und den Tieren in aller Welt. Einige haben die größte Bewährungsprobe ihres Lebens schon kurz nach der Geburt zu bestehen: Nonnengänse-Küken in Grönland stürzen sich mehr als 100 Meter in die Tiefe, lange bevor sie fliegen können. Andere müssen sich erst als Erwachsene beweisen wie der Babysitter eines Wildhundrudels im afrikanischen Sambia: Als ein Python den Bau der Familie übernimmt, muss er kurzerhand mit den Welpen umziehen. Doch auf den Ebenen patrouillieren die Todfeinde der Wildhunde, die Hyänen. Auf steilen Geröllhängen hoch oben in den Rocky Mountains leben Pfeifhasen. Die kleinen Nagetiere halten keinen Winterschlaf und müssen während der kurzen schneefreien Phase so viel Nahrung wie möglich in ihren Bau transportieren, um die kalte Jahreszeit zu überleben. Ein Zuhause unweit einer üppigen Blumenwiese ist dabei ein großer Vorteil. Auch bei Pfeifhasen-Immobilien ist daher die Lage der wichtigste Faktor. Während die Tiere an bevorzugten Stellen fast im Futter wohnen, müssen andere weite Strecken zurücklegen und führen ein anstrengendes Pendlerleben. Zudem sind sie deutlich gefährdeter, in den scharfen Klauen von Greifvögeln zu enden. Noch schwieriger ist die Versorgungslage einer Schimpansengruppe im westafrikanischen Senegal. Während der Trockenzeit ist es nicht nur schwierig, etwas Fressbares zu finden, vor allem Wasser ist Mangelware. Die Familie ist jetzt auf ältere Tiere und deren Kenntnis der Umgebung angewiesen. Zielsicher führen sie alle an einen 16 km entfernten Fluss. Das Flussbett ist allerdings längst ausgetrocknet. Doch der Älteste lässt sich nicht beirren. Er fängt an zu graben und langsam füllt sich das Loch mit Wasser. Nach und nach folgen die anderen Affen dem Vorbild des Anführers und graben ihre eigenen Trinkbrunnen. Nur durch Erfahrung wird so ein lebensfeindlicher Lebensraum zu einer Zuflucht. Auf einer kleinen Karibikinsel vor der Küste Belizes ist Wohnraum Mangelware. Einsiedlerkrebse sind permanent auf der Suche nach einer Bleibe. Wenn sie wachsen, wird ihr Zuhause immer enger. Doch auf Anhieb eine passende Muschel zu finden, gleicht einem Sechser im Lotto. Erstaunlicherweise haben die Krebse hier einen Wohnungstausch entwickelt. Wird eine leere Muschel angeschwemmt, bildet sich sofort eine Warteschlange. Der Größte vorn, der Kleinste hinten. Sobald der erste in die neue Behausung gezogen ist, übernimmt nach und nach jeder die Wohnung des Vordermannes. Wenn alle umgezogen sind, bleibt am Ende eine kleine Muschel übrig. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Geschichten der Tierwelt in dieser Reihe erstklassig in Szene. In der Folge "Eine Zuflucht finden" dreht sich alles darum, einen sicheren Ort zu finden, der Tieren Nahrung und Wasser bietet und Schutz vor Feinden und den Elementen garantiert. Ohne einen solchen Ort hätten sie keine Chance zu Überleben. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt4240782/
4. Kampf um die Macht (Power)
Jeder von uns steckt mitten im größten Abenteuer, wenn es um das Überleben geht. Im Moment der Geburt startet die einmalige und gefährliche Reise - bei Menschen ebenso wie bei Tieren. Einige bestehen die größte Bewährungsprobe ihres Lebens schon kurz nach der Geburt. Die Küken der Nonnengänse in Grönland stürzen sich mehr als 100 Meter in die Tiefe, ohne fliegen zu können. Andere müssen sich erst später im Leben beweisen. Ein junger Schimpanse, der als Waise aufgewachsen ist, hat zunächst keine Chance, in der Rangordnung seiner Horde aufzusteigen. Kann es ihm mit einem Trick gelingen, in der Hierarchie der Gruppe aufzusteigen? Oft geht es um Leben oder Tod, wenn sich ein Tier in der Gruppe nicht durchsetzen kann. So etwa für ein junges Weißkopf-Seeadler-Weibchen. Wie Hunderte seiner Artgenossen auch, kommt es im Winter an den Chilkat River in Alaska. Während weite Teile des Landes unter einer dicken Eis- und Schneeschicht liegen, gibt es hier noch offene Wasserstellen und damit Zugang zu Nahrung. Die Adler kämpfen erbittert um die letzten Lachse der Saison. Das junge Weibchen hat gegen die ausgewachsenen Männchen keine Chance. Muss das Adler-Weibchen verhungern, oder bekommt sie am Ende doch noch einen Happen, der ihr Überleben sichert? Noch brutaler geht es bei Kängurus in Australien zu. Dabei geht es nicht ums Fressen, sondern um das Recht, sich fortzupflanzen. Wer an die Spitze will, muss also in den Ring steigen. Die Kämpfe sind für die Kontrahenten so gefährlich, dass sie nicht leichtfertig auf Konfrontationskurs gehen. Denn schließlich ist alles erlaubt: Weder die Augen sind tabu, noch Schläge unter die Gürtellinie. Die Gegner riskieren Knochenbrüche und innere Verletzungen. Nur die Wenigsten werden es ganz nach oben schaffen. Es gibt aber auch weniger gewalttätige Varianten, um Weibchen zu beeindrucken. Die Schweifhühner in Montana tragen ihre „Kämpfe“ auf der Tanzfläche aus. Dabei geht es nicht nur darum, wer die „coolsten moves“ hat, sondern sich auch den besten Platz in der Balzarena erkämpft hat. Da die Balz in jedem Jahr am selben Ort stattfindet, können die Hähne gar nicht früh genug eine gut sichtbare Stelle auf der begehrten Bühne reservieren. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Geschichten der Tierwelt in der Reihe "Überleben" erstklassig in Szene. In der Folge "Kampf um die Macht" dreht sich alles darum, wie man in der Rangordnung aufsteigt. Denn nur wer Macht hat, hat auch Privilegien: die meiste Nahrung, das beste Revier und die besten Chancen sich fortzupflanzen. Nur so haben Tiere eine Chance zu überleben. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt4240784/
5. Einen Partner finden (Courtship)
Jeder von uns steckt im größten Abenteuer, wenn es um das Überleben geht! Im Moment der Geburt startet die einmalige und gefährliche Reise, bei uns Menschen ebenso wie bei den Tieren auf der ganzen Welt. Einige von ihnen haben die größte Bewährungsprobe ihres Lebens bereits kurz nach der Geburt zu bestehen. Zum Beispiel die Küken der Nonnengänse in Grönland, die sich mehr als 100 Meter in die Tiefe stürzen, lange bevor sie fliegen können. Andere müssen sich erst als Erwachsene beweisen. Etwa die australische Pfauenspinne. Das kleine Spinnen-Männchen tanzt im wahrsten Sinne um sein Leben, um sich zu paaren und für Nachwuchs zu sorgen. Nur bei wenigen Arten gibt es eine Partnerschaft fürs Leben. Galapagosalbatrosse bleiben sich ein Leben lang treu. Zur Paarungszeit Ende März versammeln sich die imposanten Vögel auf den Galapagosinseln. Die Männchen treffen zuerst ein und warten auf ihre Weibchen. Im Lauf der Jahre steigt das Risiko, dass einer der beiden nicht zurückkehrt. Die Bindung an den Lebenspartner ist so stark, dass das die Albatrosse jahrelang unbeirrt auf ihn warten. Bei den meisten Tieren ist die Partnersuche mit einem kurzen und oft unbarmherzigen Konkurrenzkampf verbunden. Etwa wenn ein Suppenschildkröten-Weibchen von sieben Männchen gleichzeitig bedrängt wird. Die Kämpfe der Rivalen sind so heftig, dass zuweilen sogar das "Objekt der Begierde" umkommt. Bei den Seebären in Südgeorgien ist das stärkste Männchen Herrscher über einen Harem. Jüngere Rivalen fordern ihn unablässig heraus. In blutigen Kämpfen versuchen sie, ihn zu verdrängen und aus der Gruppe zu verstoßen. Bei Vögeln kommt es während der Balz häufig nicht auf Kraft, sondern auf Schönheit an. Goldlaubenvögel etwa bauen kunstvoll dekorierte Gebilde, die als Bühne für ihre faszinierenden Darbietungen dienen. Und Langschwanzpipras studieren mit einem Juniorpartner jahrelang erstaunlich choreographierte Synchrontänze ein, um die Weibchen zu beeindrucken. Der ungekrönte König im Ringen um Aufmerksamkeit jedoch ist ein unscheinbarer japanischer Kugelfisch. Mit einfachsten Mitteln gestaltet er einzigartige Sandskulpturen auf dem Meeresgrund. Dank seiner unglaublichen Präzision entstehen so die größten Strukturen, die von einzelnen Tieren erschaffen werden. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Überlebenskämpfe der Tierwelt atemberaubend in Szene. Mit nahezu 2000 Drehtagen in 29 Ländern und dem Einsatz modernster Kameratechnik gehört dieser nahe Blick ins Tierreich zu den aufwendigsten und faszinierendsten Tierfilmen, die je produziert wurden. In der Folge "Einen Partner finden" geht es um Fortpflanzung und Partnerschaft und Konkurrenz unter den Männchen: Es gewinnt meist der Stärkste und manchmal auch der Schönste. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt4240786/
6. Eltern im Einsatz (Parenthood)
Jeder von uns steckt mitten im größten Abenteuer, wenn es um das Überleben geht. Im Moment der Geburt beginnt die einmalige und gefährliche Reise, bei Menschen wie Tieren gleichermaßen. Einige Tiere, wie zum Beispiel die Küken der Nonnengänse in Grönland, müssen die größte Bewährungsprobe ihres Lebens bereits kurz nach der Geburt bestehen. Sie stürzen sich mehr 100 Meter in die Tiefe, ohne fliegen zu können. Andere müssen sich erst als Erwachsene beweisen, wie etwa die Bisonkuh in der Tundra Kanadas, die niemals von der Seite ihres Kälbchens weicht, selbst wenn es von einem Wolfsrudel angegriffen wird. Mit Macht, Ausdauer und Mut gelingt dem Muttertier das nahezu Unmögliche. Sie treibt ihr Junges in den Schutz des Waldes und schließt mit ihm dann wieder zur Herde auf. Die sechsteilige BBC-Serie schildert die Überlebenskämpfe der Tiere im Laufe ihres Lebens. Von den ersten Stunden des Lebens über die Kämpfe der Erwachsenen und die Partnersuche bis zu der Zeit, in der die Eltern Tag und Nacht im Einsatz sind, um sich um ihre Jungen zu kümmern. Der Nachwuchs ist das Vermächtnis der Eltern an die Zukunft – sofern es gelingt, ihn erfolgreich großzuziehen und vor den Gefahren der Wildnis zu schützen. Kaum eine Bindung im Tierreich ist enger als die zwischen Eltern und ihren Jungen. Ein Bonobo etwa ist in den ersten fünf Lebensjahren völlig auf seine Mutter angewiesen. Für andere Tiere - wie z. B. Meeresschildkröten - ist die Elternpflicht erfüllt, sobald dem Weibchen die anstrengende und oft lebensgefährliche Eiablage gelungen ist. Wieder andere überlassen die mühsame Aufzucht gleich einer fremden Art: Ein Kuckucksei im Nest eines Afrikanischen Trauerdrongos bedeutet meist das Todesurteil für den eigenen Nachwuchs. Jungtiere sind leichte Beute für Räuber aller Art. Die Hauptaufgabe der Eltern besteht darin, ihren Nachwuchs so sicher wie möglich durch das Leben zu führen. In der Ostafrikanischen Savanne muss eine Zebrastute eine dramatische Entscheidung fällen. Sie kann ihr Fohlen nur vor den Löwen schützen, wenn sie mit ihm einen reißenden Fluss überquert. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Geschichten der Tierwelt in dieser Reihe erstklassig in Szene. Mit fast 2000 Drehtagen in 29 Ländern und dem Einsatz modernster Kameratechnik gehört der nahe Blick ins Tierreich zu den aufwendigsten und faszinierendsten Naturfilmen, die je produziert wurden. "Eltern im Einsatz" ist der Titel der letzten Folge dieser Reihe, die zeigt, wie unterschiedliche Strategien Tiere nutzen, um ihrem Nachwuchs einen perfekten Start ins Leben zu ermöglichen. - 9,5/10

Wieder einmal eine große Dokumentation in Serie, die einen durchweg begeistern kann. Alle Merkmale einer guten Dokumentation (gute Erzählstimme, passende Hintergrundmusik, ansprechende und faszinierende Bilder) sind vorhanden und beigeistern über 6 Folgen lang. Sehr vielfältig, sehr ausführlich und sehr schön ist die Dokumentation "Überleben" und sicher eine der besten Naturdokumentationen der Welt. - 9,5/10

Freitag, 3. Juli 2015

Dolphins: Spy In The Pod - Delfine hautnah (2014)

http://www.imdb.com/title/tt3664416/
Delfine gehören zu den sozialsten und verspieltesten Tieren auf unserem Planeten. Sie entwickeln starke Familien- und Gruppenbeziehungen und arbeiten bei der Nahrungssuche oft mit anderen Arten zusammen. Mit speziell entwickelten Kameras und Robotern sowie neuster Technologie ermöglicht es die zweiteilige Doku-Serie, die geheime Welt der Delfine hautnah kennenzulernen. Die preisgekrönten Naturfilmer der BBC zeigen in einer außergewöhnlichen Bildsprache überraschende und unerwartete Momente im Leben der Meeressäuger. Dabei werden ihr außergewöhnliches Verhalten und ihre Überlebenstechniken verständlich gemacht. Entstanden ist dabei ein intimes und wunderschönes Naturporträt, welches auch voller komischer Momente ist. Den Delfinen auf der Spur mit lebensechten Robotern! Das Meer ist voll von seltsamen Kreaturen - keine seltsamer als diese lebensechten Roboter, die mit speziell entwickelten Kameras ausgerüstet sind. Jedes ferngesteuerte Schwimm-Modell ist mit HD-Kameras ausgestattet, um einzigartige Aufnahmen der Meeressäuger zu erfassen. Was wie ein bunter Fisch, Tintenfisch, eine Riesenmuschel oder Schildkröte aussieht, hat in seinem Herzen eine Hightech-Ausrüstung. Speziell für die Doku-Serie wurden sogar motorisierte Modell-Delphine entwickelt, so realistisch, dass die echten Tiere sie in ihre Familiengruppe aufgenommen haben.

http://www.imdb.com/title/tt3680036/
1. Dreamteams
Man kennt sie als Fernsehstars und Entertainer in Delfinarien: Delfine gehören zu den beliebtesten und bekanntesten Tieren der Welt. Doch unser Wissen stammt größtenteils von Tieren in Gefangenschaft. Wie leben Delfine in den Weiten der Ozeane? Was macht ihren Erfolg aus? Um ihre Geheimnisse zu entschlüsseln, setzt der britische Filmproduzent John Downer eine ganze Menagerie kleiner Spione auf die Delfine an: Ferngesteuerte Kameraroboter, gut getarnt als Meerestiere – von einer Schildkröte über Nautilus, Thunfisch und Rochen bis hin zu einer Kamera, die aussieht wie ein kleiner Delfin. Ihre Verkleidung ist so perfekt, dass manche Fische sie zum Fressen gerne mögen. Delfine fallen auf die Verkleidung nicht herein. Ihr Echolot verrät ihnen, dass in den Tiergehäusen nichts Fressbares steckt: Sie senden dazu Ultraschallaute aus und machen sich ein perfektes Bild von deren Echos. Doch sie erkennen ebenso rasch, dass von den tierischen Agenten keine Gefahr ausgeht, und lassen sie vertrauensvoll an sich heran. Ein Tümmlerweibchen führt sogar ihr gerade geborenes Jungtier vor. Die Kameraspione dokumentieren, wie der junge Delfin seine ersten Erfahrungen mit einem Stachelrochen macht und wie er probiert, per Ultraschall Fische unter dem Sand zu orten. Er lebt und lernt wohlbehütet im Schoß seiner großen Familie – einem starken Team. Es beschützt ihn vor aufdringlichen Männchen und treibt Stachelmakrelen so geschickt zusammen, dass die einzelnen Delfine nur noch abzusahnen brauchen. Je nach Region entwickeln Tümmler ganz unterschiedliche Jagdmethoden und setzen dabei vor allem auf Teamarbeit: Vor Südflorida etwa formt ein Delfin Ringe aus Schlamm, seine Kumpanen versammeln sich ringsum und fangen die daraus flüchtenden Fische einfach auf. Die Kameraspione begleiten ihre Zielobjekte allerdings nicht nur durch den Ernst des Lebens: Mehr als wahrscheinlich jedes andere wildlebende Tier lieben es Delfine, sich aus purer Lebenslust die Zeit mit Spielen und Springen zu vertreiben. Eine Schule junger Tümmler etwa kommt regelmäßig vor Südafrikas Küste zusammen, um zu surfen. Und beim Springen avancieren manche zu echten Akrobaten. Die Spitzenkönner der Meere aber sind Spinner-Delfine – vom englischen Wort „to spin“, drehen. Sie schießen aus dem Wasser und vollführen bis zu siebenfache Schrauben. Die Kameraspione filmen ihr Verhalten inmitten einer Megaschule aus über 3000 Tieren – die größten Delfinansammlungen weltweit. Aussicht auf große Fischschwärme bringen sie zusammen, aber sie nutzen die Zeit auch für die Partnersuche – nach Art der Delfine mit einem Fable für die freie Liebe. Während des Filmens erlebt sogar einer der Kameradelfine eine ganz persönliche Romanze. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt3681510/
2. Freundschaften
Ein junger Delfin hat gerade seine Mutterfamilie verlassen. Er fühlt sich sehr allein und sucht dringend einen Freund. Da trifft er auf einen, der ihm ähnlich sieht – und doch ist er irgendwie anders. Was er nicht weiß: der Fremde ist ein Spion – eine Kamera im Delfingewand, angesetzt darauf, das geheime Leben ihrer echten Artgenossen zu erkunden. Nach bewährtem Muster setzt der britische Filmproduzent John Downer ferngesteuerte Kameraroboter ein, die täuschend echt Tieren nachempfunden sind: Kugelfische, Schildkröten, Thunfische und Babydelfine. Sie kommen den Delfinen so nah wie nie zuvor und sehen sie aus bislang völlig ungewohntem Blickwinkel. Während einige Kameraroboter dem jungen Tümmler an der Schwanzflosse bleiben und ihn auf seiner Suche nach Freunden verfolgen, mischen sich weitere Kameraspione unter andere Delfinarten. Sie beobachten etwa, wie eine große Gruppe Gemeiner Delfine vor Südafrika in die größte Fischwanderung der Welt gerät und wie genau die Tiere ihre Jagd auf die Sardinen koordinieren. Andere machen sich ein Bild davon, wie Orcas, die größten Delfine der Welt, funktionieren. Einige leben sesshaft, bleiben ihr Leben lang zusammen und spezialisieren sich auf Fisch. Andere sind Nomaden, wechseln innerhalb der Gruppen und jagen ausschließlich Säugetiere. Auch dabei entwickeln sie unterschiedlichste Strategien: Vor British Columbia schleichen sich manche stumm von unten an kleinere Delfine heran und nutzen das Überraschungsmoment. Vor Patagonien treiben Orcas dagegen Seelöwenjungen an den Strand, stets dem Risiko ausgesetzt, mit ihren über sechs Tonnen schweren Körpern zu stranden. Nicht zu stranden, darauf müssen auch die Großen Tümmler in einer Flussmündung von South Carolina achten. Sie haben sich darauf spezialisiert, Fische ans Ufer zu treiben, um sie dann dort aufzusammeln. Das gelingt den geschickten Delfinen aber nur im Team – ein Grund, warum die meisten Delfine immer darauf aus sind, Verbündete zu finden. Das Problem hat auch der junge Tümmler. Die Kameraspione erleben mit, wie er sich mit einem Buckeldelfin einlässt. Aber wirklich glücklich wird er damit nicht, der andere spricht nicht seine Sprache. Mit einem geschickten Trick schmeichelt er sich schließlich in eine Junggesellengruppe ein. Schließlich findet er sogar ein Weibchen und – was unter den polygamen Delfinen mit vielen Partnerwechseln noch viel wichtiger ist – einen Freund fürs Leben. Als er sich gerade von den Delfinen zurückziehen will, erlebt der Kalmar-Spion, dass eine gute Tarnung auch ihre Schattenseiten hat. Ein Zackenbarsch verwechselt ihn mit einem Kalmar. Doch der Kameraspion führt seinen Auftrag getreulich aus – und filmt bis zum bitteren Ende. - 8,5/10

Eine ansprechende Hintergrundmusik, eine ansprechende Stimme, schön fotographiert... kurzum: mit seiner zweiteiligen Dokumentation wird John Downer erneut seinem Anspruch gerecht: Durch den Einsatz seiner schon legendären Spionagekameras im Tiergewand führt er den Zuschauer in die Welt der Delfine, wie der sie so noch nicht gesehen hat. Allein die gebauten Gefährte, die zum Einsatz kommen, um die liebenswerten Meeressäuger zu filmen sind grandios - und die Aufnahmen sprechen eine klare Sprache: so hat man Delfine noch nie gesehen. Ein neuer Höhepunkt in einer großartigen Reihe echt tierischer Spionagegeschichten.

8,5/10

Samstag, 20. Juni 2015

Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme (2014)

http://www.imdb.com/title/tt3766094/

Heiße Trockenwüsten, tropische Regenwälder, alpine Berge und faszinierende Küstenregionen machen die Vielfalt der Land-schaften Australiens aus. Hier leben zahlreiche Tierarten, die auf keinem anderen Kontinent zu finden sind. Dazu zählen neben den berühmten Kängurus und Koalabären auch eierlegende Säugetiere und extrem giftige Insekten. Renommierte Tierfilmer haben die wilden Bewohner in ihren unterschiedlichen Lebensräumen aufgespürt.

http://www.imdb.com/title/tt3776322/
1. Im Reich der Riesenkängurus
 Die Wüste im Herzen Australiens ist ihr Reich. Hier leben die größten Beuteltiere der Erde: die Roten Riesenkängurus. Monatelange Trockenheit, glühende Hitze und ein paar trockene Gräser - um unter diesen Bedingungen zu überleben, haben die Beuteltiere sowie viele andere Bewohner der Wüsten Australiens eine besondere Strategie entwickelt. Muskelbepackt und auf kräftigen Hinterbeinen hüpfen die Roten Riesen durchs Outback – tatsächlich eine äußerst energiesparende Methode, sich in der Wüste fortzubewegen. Selbst dann, wenn ein Weibchen Nachwuchs mitschleppt: Gut geschützt verbringt das junge Känguru die ersten Monate in Mutters Beutel. Wie das Leben im Kängurubeutel ist, zeigen eindrucksvolle Aufnahmen direkt aus dessen Inneren. Auch Wellensittiche sind wahre Anpassungskünstler. Zu Hunderttausenden stürmen die leuchtend grünen Minipapageien die wenigen Wasserlöcher im australischen Outback. Das seltene Naturschauspiel findet nur alle paar Jahre statt, wenn die Wüste nach starken Regenfällen grün und fruchtbar ist. In der Masse haben Raubvögel kaum eine Chance, einen einzelnen Vogel zu attackieren. Australien ist nicht nur berühmt für seine Beuteltiere. Auf dem roten Kontinent leben auch viele extrem giftige Tiere. Vor der unscheinbaren Braunschlange sollten sich nicht nur Echsen oder Mäuse in Acht nehmen, auch für Menschen kann ein Biss tödlich enden. Doch den Riesenwaran scheint das Gift der Braunschlange nicht zu interessieren; er wagt es, sie in ihrem Unterschlupf anzugreifen. Zu den Wüstenbewohnern gehören auch die Honigtopfameisen. In guten Zeiten füttern die Arbeiterinnen einige Artgenossen mit süßem Saft, den diese in ihrem Körper speichern. Bewegungslos und prall gefüllt baumeln sie als lebendige Honigtöpfe von der Decke des unterirdischen Ameisenbaus. Wird das Futter knapp, geben die Honigtopfameisen ihre Vorräte wieder ab und bringen den Ameisenstaat auf diese Weise über schlechte Zeiten. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt3776614/
2. Im Dschungel der Riesenvögel
Australien ist ein Kontinent voller Naturwunder, die nicht ohne Gefahren sind. So sollte man sich vor dem Helmkasuar besser in Acht nehmen, denn sein kräftiger Schnabel und die scharfen Krallen sind tödliche Waffen. Der Laufvogel wird so groß wie ein Mensch, er hat glänzend schwarzes Gefieder und einen leuchtend blauen Hals. Der seltene Vogel schreitet über den Urwaldboden, ständig auf der Suche nach Früchten. Gut versteckt im Wald sind die Kasuar-Küken geschlüpft. Brüten und die Versorgung des Nachwuchses ist beim Kasuar Männersache. Die gestreiften Küken ähneln eher Wildschwein-Frischlingen als ihren Eltern, so sind sie im Wald perfekt getarnt. Fast ein Jahr lang kümmert sich der Vater um seinen Nachwuchs. Der Nordosten Australiens ist das Revier der größten Krokodile der Welt. Salties, wie Leistenkrokodile auch genannt werden, leben nicht nur im Süßwasser, sondern auch im Salzwasser des offenen Ozeans. Zwar können die bis zu sechs Meter langen Reptilien monatelang hungern, doch wenn sie einmal zupacken, geht alles blitzschnell. Weniger bedrohlich ist ein plüschiger Bewohner der Tropenwaldwipfel: das Baumkänguru. Anstatt über die offenen Weiten Australiens zu hüpfen, klettern Baumkängurus im Regenwald von Ast zu Ast; besonders elegant sehen sie dabei allerdings nicht aus. Wie alle Kängurus schleppen auch die Baumkängurus ihren Nachwuchs in ihrem Beutel mit sich herum. Erst nach einigen Monaten wagt sich das Jungtier erstmals ganz aus dem Beutel. Dabei werden seine ersten Schritte gleich zum Klettertraining in luftiger Höhe genutzt. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt3776676/
3. Im Land der Wombats
Der Süden Australiens steckt voller Gegensätze: Die Kalksteinklippen der Zwölf Apostel an der Küste ziehen viele Touristen an, auf den Wellen des südlichen Ozeans reiten Surfer und Brillenpelikane. Doch weiter landeinwärts herrschen oft gnadenlose Hitze und Trockenheit. Selbst Überlebenskünstler wie die Wombats geraten in den Sommermonaten an ihre Grenzen. Während tagsüber heißer Wind über das karge Inland fegt, ruht er friedlich im selbst gebuddelten Reich unter Tage: Mit seinem gedrungenen Körper, den kräftigen kurzen Beinen und dem flachen Kopf gehört der Wombat zu den besten Baumeistern der Natur: Bis zu fünf Meter tief gräbt er sich in die Erde und legt bis zu 30 Meter lange Tunnelsysteme an. Die Wombats haben einen Beutel, der nach hinten offen ist, damit dem Nachwuchs darin keine Erde in die Augen rieselt. Die Tiere sind Einzelgänger und kommen mit extrem wenig Wasser aus. Doch die glühenden Sommer in Südaustralien machen selbst ihnen zu schaffen, vor allem, wenn sie mit eingeschleppten europäischen Kaninchen um die letzten Gräser konkurrieren. Je länger die Trockenzeit andauert, umso gefährlicher wird die Situation für die Beuteltiere. Im Süden Australiens leben auch höchst skurrile Tiere wie die Tannenzapfenechse. Ihren Namen verdankt sie den großen Schuppen, die ihren ganzen Körper bedecken. Die Echse speichert Fett für schlechte Zeiten in ihrem Schwanz, der noch einen weiteren Zweck erfüllt: Er ist beinahe so breit und dick wie der Kopf des Reptils, so können Feinde schwer erkennen, wo bei der Echse vorne und wo hinten ist. Packt ein Angreifer aus Versehen ihren Schwanz, bricht der einfach ab und die Tannenzapfenechse kann flüchten. Eine weitere Spezialität des roten Kontinents sind Bulldoggenameisen. Sie werden mehrere Zentimeter groß und haben, anders als die meisten Ameisenarten, einen Giftstachel. Außerdem besitzen sie kräftige Kiefer, mit denen sie sich alles schnappen, was sie erwischen können. Mit dem Stachel wird die Beute gelähmt und dann in den Ameisenbau geschleppt. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt3779426/
4. In den Wäldern der Koalas
Die großen Eukalyptuswälder im Osten Australiens sind das Reich der Koalas. Zwar sind „Australiens Teddybären“ eher als gemütliche Tiere bekannt, doch in der Paarungszeit werden Koala-Männchen plötzlich zu wahren Draufgängern, die den Weibchen und Rivalen das Leben schwermachen. Doch die wissen sich zu wehren – mit scharfen Krallen und manch anderen Tricks. Australiens Osten birgt zahlreiche Überraschungen: Monatelang sind die Gipfel der australischen Alpen mit Schnee bedeckt. Selbst im Hochgebirge leben Beuteltiere wie der Bergbilchbeutler, die sich an das raue Klima angepasst haben. Außerdem gibt es hier noch den vielleicht seltensten Froschlurch der Welt. Der Fünfte Kontinent ist nicht nur für seine Beuteltiere berühmt: In den Flüssen der Ostküste taucht ein merkwürdiges Wesen mit Entenschnabel und Biberschwanz nach Fischen und Krebsen. Es ist das Schnabeltier, ein eierlegendes Säugetier. Ebenso seltsam ist sein nächster Verwandter: Der stachelige Ameisenigel stöbert mit langer Schnauze in Termitenbauten nach seiner Lieblingsspeise. Im Wald der Koalas leben auch gefährliche Fallensteller. Die Todesotter lockt ihre Beute mit ihrer Schwanzspitze, die aussieht wie ein sich ringelnder Wurm. Kommt ihr ein neugieriges Opfer zu nah, schlägt sie zu. Vor dieser gut getarnten Giftschlange sollte man sich unbedingt in Acht nehmen, denn ein einziger Biss der Todesotter kann auch für Menschen tödlich sein. Der Leierschwanz ist der Meistersänger im Eukalyptuswald. Mit langem Federschmuck und komplexen Melodien versucht er, Weibchen in seine Balzarena zu locken. Und er imitiert die Gesänge der anderen Vögel im Wald perfekt. Auch Umgebungsgeräusche kann er nachahmen. Der ordnungsliebende Seidenlaubenvogel hingegen bezirzt die Weibchen mit einer Sammlung aus gelben und blauen Gegenständen, die er sorgsam um seine kunstvoll errichtete Liebeslaube drapiert. Ob glänzende Federn, leere Schneckenhäuschen oder Plastiklöffel – alles, was die richtige Farbe hat, kommt ihm gerade recht, um die Auserwählte zu umwerben. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt3779528/
5. Das Abenteuer
Die vier Tierfilmer und ihre Teams haben große Strapazen auf sich genommen, um einmalige Bilder zu machen, auf denen spektakuläres Tierverhalten zu sehen ist. Innerhalb von drei Jahren haben sie mehr als Hunderttausend Kilometer zurückgelegt und rund 620 Drehtage im Busch verbracht. Von diesen vergingen einige mit dem geduldigen Warten auf Wombats, Kasuare oder Baumkängurus, denn viele Tierarten sind selten geworden oder sogar vom Aussterben bedroht. Doch immer wieder wurden die Tierfilmer mit wundervollen Erlebnissen belohnt: Im Outback trafen sie vollkommen überraschend auf einen rekordverdächtig großen Schwarm von Wellensittichen. Nur nach regenreichen Zeiten sammeln sich so viele Tiere an einem einzigen Wasserloch. Die Luft vibrierte vor Flügelschlägen. Die spektakulären Aufnahmen sind selbst für die weit gereisten Naturfilmer ein Höhepunkt ihrer beruflichen Laufbahn. Weitaus gefährlicher als alle riesigen Krokodile und giftigen Schlangen ist Australiens Hitze. Jedes Jahr sterben hier Reisende, die mit ihrem Auto liegengeblieben sind und nicht genug Wasser dabei hatten. Auch die Filmemacher mussten immer wieder mit Reifenpannen kämpfen. Und dann drohte auch noch der Wagenheber zu versagen. Oft genug waren es die kleinen Dinge, die über Glück und Unglück der Tierfilmer entschieden. Als Klaus Weißmann und Rolf Sziringer die großen Landschaften am Lake Eyre filmen wollten, kamen ihnen Millionen Fliegen in die Quere. Die Schwärme schwirrten um ihre Köpfe und setzten sich auf die Kamera. Mit den summenden Quälgeistern vor der Linse ließen sich keine Aufnahmen mehr machen, da kroch auch noch eine Fliege in Weißmanns Ohr. Für den Tierfilmer begann ein Martyrium. Mit diesen Bildern, die hinter der Kamera der Tierfilmer entstanden, deren atemberaubenden Hochglanzaufnahmen und spannenden Erzählungen lässt der für die Goldene Kamera nominierte Filmemacher Heiko De Groot die Abenteuer der vier Filmemacher noch einmal aufleben und zeigt, mit wie viel Engagement, Ideenreichtum und Humor die Naturfilmer ihre Herausforderungen gemeistert haben. - 8/10

Einmal mehr eine sehr interessante und bildgewaltige Dokumentation aus deutscher Produktion, die sich längst nicht hinter den großen TerraMater- und BBC-Dokumentationen verstecken muss. Im Gegenteil, auch hier sieht man großartige und faszinierende Bilder, wird mit passender Musik verwöhnt und hört dabei einer angenehmen Erzählstimme zu. Einzig die zu spezifische Art und Weise der Dokumentation könnte man kritisieren. Es geht mehr in die Tiefe als in die Breite und vernachlässigt dabei die Vielfalt, zugunsten der geneueren beleuchtung einzelner Arten. Aber dies ist tatsächlich wieder Jammern auf hohem, sehr hohem Niveau.