Samstag, 27. Juli 2013

Unter Grizzlys (2012)

Im Sommer kann man in der Wildnis Alaskas ein atemberaubendes Spektakel beobachten: Millionen von Lachsen reisen auf ihrer Laichwanderung zurück zu den Quellen. Und dabei drängen sich an Stromschnellen und Wasserfällen hunderte von Grizzlybären, denen die Fische in verschwenderischer Fülle fast in die Mäuler und Tatzen fliegen.

Die ZDF/BBC Koproduktion "Unter Grizzlys" verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Die Naturfilmer der BBC schlagen für einige Wochen ihre Zelte mitten im Eldorado der riesigen Landräuber auf. Mit großem technischen Aufwand lassen sie den Zuschauer tief in das Leben und Treiben der Bären eintauchen. Noch nie wurden die Grizzlys in Nordamerika so intim, außergewöhnlich nah portraitiert.

1. Das Abenteuer beginnt
In der ersten Folge kämpft eine noch unerfahrene Grizzlymutter unermüdlich um das Überleben ihrer beiden Jungen. Ihr Sommer ist voller tragischer Ereignisse. Hungrig und müde im eiskalten Wasser nach Nahrung suchend, verliert sie eines ihrer Kleinen. Nur die Hälfte der Jungtiere überlebt die Saison in der Wildnis Alaskas. Die Gegend wird beherrscht von einem riesigen Grizzly-Männchen und seiner Partnerin, die die Filmcrew als hoch aggressives Weibchen erlebt. Ausgewachsene hungrige Bären stellen eine tödliche Bedrohung für den Nachwuchs dar. Für die Mutter des überlebenden Jungtiers ist es eine harte Zeit voller unerwarteter Abenteuer und Herausforderungen.

2. Drama in der Wildnis
Millionen von Lachsen haben auf ihrer Laichwanderung die Flüsse des Grizzlylands in Alaska erreicht. Ein irrsinniges Spektakel nimmt seinen Lauf, wenn das Hauen und Stechen der Grizzlys um die Fische beginnt, wenn sie in Scharen die Wasserfälle bevölkern, um tonnenweise Lachs zu verschlingen. Auch die Weibchen wollen mit ihren hungrigen Jungen an der verschwenderischen Fülle teilhaben. Aber dies ist lebensgefährlich für ihren Nachwuchs. Es ist ein schwieriges Unterfangen, den Kleinen das Fischen beizubringen und sie gleichzeitig vor den männlichen Tieren zu schützen. Wenn der Winter einbricht, wird der Überlebenskampf noch härter, und die Bedrohung noch größer.

Eine niedliche zweiteilige Doku, die auch schon auf zdf in der Rubrik Terra-X zu sehen war. Die Aufnahmen sind teils so unglaublich nah, dass man quasi Angst um den Kameramann haben kann. Ansonsten aber sehr schön erzählt, mir nur etwas zu einseitig berichtet, da sich die Macher zu sehr auf das Leben in der Gruppe konzentrierten und nicht um das Leben des Bären allgemein. Auch stört es mich immer wieder, wenn in Dokus der Forscher vor die Kamera tritt und seinen Senf zum Geschehen dazu gibt. Das ist zwar informativ, geht aber auch aus dem Off. Dennoch eine sehr gute Doku mit schonen Aufnahmen.

7,5/10

Mittwoch, 17. Juli 2013

Orbit: Earth's Extraordinary Journey - Orbit: Die unglaubliche Reise der Erde (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2286877/

Die Erde braucht ein Jahr, um die Sonne zu umkreisen. 940 Kilometer lang ist ihr Weg. Und jeder Schritt der Erde ist wichtig, um das Leben, wie wir es kennen, mit ständig wechselnden Wetter- und Jahreszeiten zu erhalten.Jeder der 940 Millionen Kilometer, die die Erde jedes Jahr um die Sonne zurücklegt, ist für den Fortbestand des Lebens auf unserem Planeten essenziell. Die Laufbahn der Erde um die Sonne sorgt für das Wetter und die Jahreszeiten. Ausschlaggebend ist der Neigungswinkel von 23 Grad. Ohne die Erdneigung gäbe es keine klimatischen Veränderungen – die Äquatorialregionen würden verbrennen, während die Pole im ewigen Eis erstarren würden. Zum allerersten Mal zeichnet diese BBC-Dokumentation die Reise der Erde um die Sonne nach und veranschaulicht die unglaublichen Kräfte der Jahreszeiten und des Wetters – in positiver wie auch zerstörerischer Weise. Außergewöhnliche Bilder aus dem All, faszinierende Aufnahmen der Naturphänomene auf der Erde und neueste wissenschaftliche Fakten machen aus dieser dreiteiligen Serie ein brillantes und noch die dagewesenes Doku-Abenteuer.

http://www.imdb.com/title/tt2323127/
1. Die Umlaufbahn (The Pathway)
Bei ihrer Reise um die Sonne legt die Erde innerhalb eines Jahres etwa 940 Millionen Kilometer zurück. Unterwegs erfährt unser Planet Einflüsse, die Folgen für das irdische Leben haben: Himmelskörper kreuzen die Erdbahn und prallen als Meteorite auf die Erde. Der Sonnenwind bombardiert das Erdmagnetfeld mit geladenen Teilchen. Über Jahrmillionen variiert die Umlaufbahn: der Abstand Erde-Sonne schwankt - und das Klima ändert sich.

http://www.imdb.com/title/tt2335681/
2. Die Rotation (Spin)
Die Erde vollführt innerhalb von knapp 24 Stunden eine volle Drehung - für das irdische Leben ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Erdrotation sorgt aber nicht nur für die unaufhörliche Abfolge von Hell und Dunkel - sie ist auch die Ursache für den Verlauf von Meeresströmungen und die Entstehung von Wirbelstürmen.

http://www.imdb.com/title/tt2335683/
3. Die Erdneigung (Tilt)
Die Drehachse der Erde steht nicht senkrecht - sie ist um rund 23 Grad gekippt. Diese Neigung führt dazu, dass die Dauer von Tag und Nacht im Jahresverlauf schwankt. Weiters ändert sich auch die Energie der Sonne, die eine bestimmte Region der Erde erreicht, im Lauf der Zeit - und verursacht so die Jahreszeiten. Ob Karibus oder Buckelwale - rund um den Erdball löst der Wechsel der Jahreszeiten Wanderungen zahlloser Tierarten aus.

Vermutlich ist "Orbit" die Dokumentation für Hobbyastronomen und leidenschaftliche Sterngucker. Jede der drei Folgen besticht durch interessante Aufnahmen, perfekte Animationen, informative Kommentare und passende Musik und nimmt den Zuschauer in drei spannende, wie aufschlussreichen Episoden mit auf die Reise um unseren Planeten. Dabei wird weniger das Leben selbst betrachtet, als vielmehr die Entstehung desselben und die Wirkungen des Kosmos und der darin befindlichen Objekte auf unseren blauen Planeten. Leider werden die Folgen durch die eigentlich sont wünschenswerte Ausführlichkeit aber auch schnell eintönig, da immer und immer wieder auf dieselben Phänomene Bezug genommen wird und man das Gefühl hat, dass sich Dinge wiederholen. Hier kann man durchaus zwiegespalten sein. Dennoch ist "Orbit" wieder einmal eine tolle BBC-Dokumentation.

7,5/10

Freitag, 7. Juni 2013

New Zealand From Above - Wildes Neuseeland/Neuseeland von oben: Ein Paradies auf Erde (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2372238/

Es handelt sich bei dieser Blu-ray um die 5-teilige TV-Dokumentation, welche unter dem Titel "Neuseeland von oben" auf arte lief. Für Neuseeland-Begeisterte eine tolle Doku, insbesondere die vierte Folge über das Vulkangebiet rund um Rotorua ist einfach toll und sehr informativ. In dieser filmischen Reise, ausgerüstet mit einem Hubschrauber und offensichtlich auch High-End-Technologie, geht es durch das Land, das bereits einigen erfolgreichen Fantasy-Filmen, wie „Herr der Ringe“ oder kürzlich „Der Hobbit“, als Kulisse diente. Landschaften, die schon vom Boden aus faszinierend sind, enthüllen aus der Vogelperspektive Geheimnisse und Muster von unglaublicher und beeindruckender Schönheit. Folge für Folge führt einen die Reise ein Stück weiter von der Südspitze ausgehend bis in den äußersten Norden der beiden Hauptinseln.

http://www.imdb.com/title/tt2514716/
1. Fjorde und Regenwälder (The Far South)
Startpunkt der Reise durch Neuseeland ist der „Fjordland“-Nationalpark. Er wurde 1952 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört seit 1986 mit seinen 15 Fjorden und einer einzigartigen wilden Küstenlandschaft zum Weltnaturerbe der UNESCO. Besonders die beiden Fjorde Milford Sound und Doubtful Sound gehören zu den begehrten Naturreisezielen Neuseelands. Wie ganz Neuseeland besitzt auch „Fjordland“ keine einheimischen Landsäugetiere. So hat sich hier einst von Siedlern mitgebrachtes Rotwild dank fehlender natürlicher Feinde zur Plage entwickelt. In den nährstoffreichen Gewässern vor der Küste „Fjordlands“ tummeln sich zahlreiche Fische, aber auch Robben werden vom üppigen Nahrungsangebot angelockt. An den Küsten werden Langusten für den internationalen Export gefangen. Mit dem Dampfschiff geht es weiter nach Queenstown, einer der wenigen Städte im tiefen Süden. Vor den Toren der Stadt befindet sich ein Mekka für Fallschirmspringer. Außerdem dienten einige Plätze als Kulissen für Fantasyfilm-Trilogie „Herr der Ringe“. Nicht weit hinter Queenstown türmen sich die höchsten Gipfel Neuseelands zu einem beeindruckenden Gebirge, das an die europäischen Alpen erinnert und den Namen „Southern Alps“ trägt. Vom Meer her treibt die Tasmanische See feuchte Luft die Hänge hinauf. So gehört die Westseite der Gipfelkette zu den regenreichsten Gebieten der Erde und ist mit ausgedehnten Regenwäldern bedeckt. Neben riesigen Farnen findet man Scheinbuchen, die ihr Wurzelwerk in die dünne, fruchtbare Erdschicht graben, und Moose, die alles überziehen. Auch die 580 Meter hohen Sutherland-Wasserfälle stürzen hier die Klippen hinab und bieten gerade nach starken Regenfällen einen spektakulären Anblick. Die Region ist Lebensraum des Kakapo, der einzigen Papageienart weltweit, die nicht fliegen kann. Der Kakapo ist heute stark bedroht und wird durch ein spezielles Brutprogramm im Nationalparkgebiet nachgezüchtet und wieder ausgewildert. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2514712/
2. Die Südalpen (Central South Island)
Weite Grasebenen wechseln sich ab mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten. Zwischen diesen Bergen befindet sich der höchste des Landes, der Mount Cook mit 3.754 Metern. Gletscher haben das Gesicht der Südalpen Neuseelands geformt. Das Wasser von Schmelzwasserflüssen hat die Berge mit tiefen Schluchten durchzogen. Im Landesinneren befinden sich funkelnde türkisfarbene Bergseen. Einige sind mit Kanälen verbunden, deren schnell fließendes Wasser für die Lachszucht verwendet wird. An anderen Seen wird das Wasser gestaut, um Energie zu erzeugen – Neuseeland deckt 75 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. 50 Prozent des Gesamtbedarfs werden allein durch Wasserkraft gewonnen. Das Land im Pazifik ist somit ein Vorreiter im Bereich der grünen Energie. Der Nationalpark Aoraki/Mount Cook beherbergt nicht nur den höchsten und längsten aller Gletscher Neuseelands, sondern auch insgesamt 19 Gipfel über 3.000 Meter. Der Maori-Name des Mount Cook, „Aoraki“, bedeutet soviel wie „Wolken durchstechend“. Ein Meer aus Wolken wogt um die schroffen, vereisten Gipfel und bietet ein atemberaubendes Panorama. Im Gegensatz dazu ist die Region Otago, die nordöstlich der sogenannten Southern Lakes liegt, trocken, heiß und staubig. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts lag hier das Zentrum des Goldrausches. Zu Tausenden strömten die Goldsucher aus der ganzen Welt ins Inland. Entlang des Dunstan-Trails finden sich noch heute ihre Spuren. Der Weg führt durch unendlich karge Weiten bis hin zu dem ehemaligen Goldsucherstädtchen Bendigo. Die Ruinen ihrer einfachen Steinhäuser sind Zeugen einer goldenen Vergangenheit. Das Gold der heutigen Zeit ist in Neuseeland der Wein, wie Winzer Nick Mills erzählt. Pinot Noir ist die bekannteste Rebsorte der südlichsten aller Weinberge, der international Anerkennung gefunden hat. So wie früher Schiffe voller hoffnungsvoller Goldgräber nach Neuseeland kamen, machen sie sich heute, beladen mit Wein, in die entgegengesetzte Richtung auf. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt2514704/
3. Neuseelands Wilder Westen (The West Coast and Northern South Island)
Die Westküste Neuseelands ist ein landschaftlich spektakulärer, aber gegenüber Menschen gnadenloser Lebensraum. Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. Davon zeugen verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Der schmale Küstenstreifen bietet ursprüngliche und weiße Strände sowie Wiesen, auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den südlichen Alpen, die sich massig in die Höhe erheben. Die frühen Siedler taten sich extrem schwer, das Gebirge zu überwinden, das von einem undurchdringlichen, sumpfigen Regenwald überwachsen ist, der über eine immense Baumvielfalt verfügt. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen sind. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum. Ein Stück weiter nördlich befindet sich die Tasman-Bucht, benannt nach dem europäischen Entdecker Neuseelands, Abel Tasman. Der niederländische Seefahrer plante genau an dieser Stelle seinen ersten Landgang. Doch die dort lebenden Maori vertrieben das niederländische Schiff. Auch diese Region hat viele Gesichter: weiße Sandstrände, Gebirge und weite Ebenen, zahlreiche Flüsse und nur mit dem Boot erreichbare Naturschutzgebiete. Nur in dieser Gegend der Südinsel findet man Pounamo, einen Jade-ähnlichen Stein, der fast so hart ist wie ein Diamant. Der Pounamo spielt in der Kultur der Maori eine wichtige Rolle. Traditionell wird er zur Herstellung von Waffen und Schmuck verwendet. An der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel sind die Klippen aus weichem Kalkstein, an dem die immer wiederkehrenden Wellen Spuren und bemerkenswerte Formen hinterlassen. Und auf dem Farewell Spit tummeln sich Tölpel in einer eindrucksvollen Kolonie. Die Landzunge ist Rückzugsgebiet und Brutstätte des für Neuseeland typischen Vogels. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2514702/
4. Rauchende Vulkane und dampfende Quellen (Southern North Island and Volcanic Plateau)
Im Jahr 200 nach Christus bricht der Vulkan Taupo aus. 20.000 Kubikmeter Asche verteilen sich über die neuseeländische Nordinsel und der schon einige Tausend Jahre zuvor entstandene Kratersee vergrößert sich um ein Vielfaches. Historische Quellen berichten, dass sich damals sogar der Himmel über China und Rom tiefrot färbte. Im Zentrum der Nordinsel – auf dem sogenannten Zentralplateau – erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen diese Landschaft. Das spektakuläre Plateau diente auch als Kulisse für das Schattenreich „Mordor“ bei der Verfilmung des „Herr der Ringe“-Epos. Viele der Feuerberge sind noch heute aktiv, darunter die Vulkane Taupo, Mount Tongariro, Mount Ruapehu und Mount Ngauruhoe im Süden. Der weit im Westen liegende Mount Taranaki gilt aufgrund seiner symmetrischen Krone als einer der schönsten Vulkane der Region. Um seine isolierte Lage rankt sich eine eindrucksvolle Legende aus der Kultur der Maori. Der weiter nördlich gelegene Rotorua-See ist ebenfalls ein Kratersee. An seinen Ufern dringt heiße Luft aus den Tiefen der Erde an die Oberfläche, Dampfschwaden ziehen über den See. Die Reise führt vorbei an surreal anmutenden jadegrünen Sulfat-Seen. Die ganze Landschaft scheint zu dampfen, Schwefelgeruch liegt in der Luft, und Geysire schießen Wasser gen Himmel. Hier lebt Nanny Christina Gardiner vom Maori-Stamm Te Arawa, die Bräuche und das Kunsthandwerk ihres Stamms vorstellt. Über Generationen hinweg haben sich die Menschen an die besonderen Gegebenheiten der Landschaft angepasst und die geothermale Energie in ihren Alltag integriert. Heiße Quellen dienen als Kochtöpfe. In Sieben, die in die Quellen getaucht werden, wird das Essen gegart. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2514688/
5. Mammutbäume und Inselarchipel (Northland)
Der äußerste Norden der Nordinsel ist der am dichtesten besiedelte Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel. Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist teilweise nur einen Kilometer breit. Weiter im Norden liegt der beeindruckende und märchenhafte Waipoua Wald. Er besteht fast ausschließlich aus den majestätischen neuseeländischen Kauri-Fichten. Bis zu 50 Meter erheben sich diese Bäume kerzengerade in die Lüfte, ihre Stämme haben einen Durchmesser von bis zu vier Metern. Inmitten der Kauri-Fichten steht der Fürst des Waldes, der Tãne Mahuta. Er ist der größte noch existierende Kauri-Baum mit einer Höhe von mehr als 50 Metern und einem Stammumfang von fast 14 Metern. Sein Alter wird auf über 2.000 Jahre geschätzt. Vor der Ostküste liegen die unbewohnten Poor Knights Islands mit ihrer faszinierenden Unterwasserwelt. Ein Unterwasserfotograf zeigt die zahlreichen Höhlen, die den unterschiedlichsten Fischarten Schutz bieten. Ein Stück weiter nördlich siedelten in der Region der Bay of Islands die ersten Europäer. Als sie sich niederließen, kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den seit Jahrhunderten dort lebenden Maori. Erst mit der Unterzeichnung des Waitangi-Vertrags 1840 kehrte Frieden ein. Der Vertrag sah zwar ein britisches Staatsoberhaupt vor, sicherte den Maori aber gleichzeitig ihr Land und die britischen Grundrechte zu. In dieser Gegend befindet sich auch der einzige maorische Radiosender, der in der zweiten offiziellen Landessprache sendet. Am nördlichsten Zipfel der Nordinsel, am Kap Reinga, treffen schließlich die Tasmansee und der Pazifik aufeinander. Hier, so sagen die Maori, verlassen die Seelen der Verstorbenen das Land, um sich aufzumachen zu der letzten Station ihrer Reise, in das Land ihrer Ahnen Hawaiiki-A-Nui. - 8/19

Eine sehr interessante und ausführliche Dokumentation, die sich nicht allein um die Tierwelt dreht, sondern das Land "am Stück" betrachet und so auch auf die Landschaftsbildung, das Leben und Wirken der Menschen und das Zusammenspiel mit der Natur, welche in Neuseeland groß geschrieben wird, eingeht. Sehr empfehlenswert!

8/10

Samstag, 1. Juni 2013

Shark Week (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1146333/

Vor über 25 Jahren hat der amerikanische Discovery Channel begonnen, eine Woche im Jahr dem Thema „Haie“ zu widmen. Die in der „Shark Week“-Reihe gezeigten Dokumentationen haben sich seitdem zu einem wahren Kult entwickelt.. Die Blu-ray beinhaltet zwei Dokus über den Weißen Hai und sein Jagdrevier.

http://www.imdb.com/title/tt1754802/
1. Die Weißen Haie von Seal Island (Ultimate Air Jaws)
Wenige Kilometer vor der Küste Südafrikas gibt es eine Insel, die Schwimmer und Wassersportler besser meiden sollten: Seal Island in der False Bay. Die Gewässer rund um das kleine Eiland gelten nämlich als beliebtes Jagdrevier des Weißen Hais. Dem renommierten Fotografen Chris Fallows gelangen hier vor einigen Jahren einzigartige Aufnahmen von Haien, die bei der Robbenjagd meterhoch aus dem Wasser sprangen. Doch Wissenschaftler haben eine weitere interessante Entdeckung gemacht: Zu bestimmten Jahreszeiten scheinen die Haie näher an die Küste zu ziehen – gefährlich nahe. Denn hier tummeln sich Tausende von Badegästen und Surfern im Meer. Unklar ist aber bisher, was die Raubfische so nah ans Ufer treibt. Könnte das flache Wasser als Kinderstube der Weißen Haie dienen? Perfektionieren die Meeresräuber hier ihre Jagdtechniken? Oder kommen sie in diesem Gebiet gar zur Paarung zusammen? Um das Geheimnis der Hai-Wanderung zu lüften, startet Chris Fallows eine spannende Expedition rund um Seal Island. Seine Erkenntnisse sollen außerdem helfen, das Gefahrenpotenzial für den Menschen besser einzuschätzen. Dank bestem Kamera-Equipment gelingen dem Fotografen dabei atemberaubende Aufnahmen von Hai-Attacken.

http://www.imdb.com/title/tt2759670/ 
2. Colossus - Jagd nach dem Riesenhai (Air Jaws Apocalypse)
Seal Island, Südafrika: Seit Jahren erforscht Fotograf und Hai-Experte Chris Fallows in den Gewässern rund um die "Robbeninsel" das Verhalten von Weißen Haien. Hier sind ihm bereits spektakuläre Aufnahmen gelungen. Die Bilder seiner meterhoch aus dem Wasser fliegenden Haie sind weltbekannt. Jetzt will Fallows mehr über das Alphatier der Jagdgründe erfahren: "Colossus" ist ein riesiger, über 4 Meter langer und 1,3 Tonnen schwerer Weißer Hai, der im Revier an oberster Stelle der Nahrungskette steht. Dokumentarfilmer Jeff Kurr ist beim 12 Monate dauernden Filmprojekt dabei und bringt seine neu entwickelte, ferngesteuerte Unterwasserkamera zum Einsatz. Die so genannte "Spy Cam" liefert den Forschern völlig neue Erkenntnisse über das natürliche Jagdverhalten der Meeresräuber sowie über die dominante Rolle des "Colossus".

Wieder einmal 2 ausgewählte und gleichzeitig interessante Dokus, die zwar von Titel her sehr reißerisch klingen mögen, aber im Kern den Weißen Hai an sich betrachtet, sein Verhalten und seine Jagdmethoden - mit teils unglaublichen Bildern.

Was etwas daneben ist und der Doku eine höhere Wertung verwehrt ist die typische amerikanische Art, etwas übertrieben gefährlich zu präsentieren. Das dämpft die opulenten Bilder und die ansonsten so gut recherchierten Aufnahmen etwas und langweilt sogar.

7,5/10

Mittwoch, 24. April 2013

Secrets Of Our Living Planet - Die Tricks des Überlebens (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2262912/

Etwa 10 Millionen Tier- und Pflanzenarten leben auf der Erde. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. So sind im Laufe von Jahrmillionen komplexe und außergewöhnliche Beziehungen zwischen den Organismen entstanden, die die Fortpflanzung sichern oder Schutz und Nahrung bieten. Leben bestimmt unseren Planeten, doch bis vor kurzem war es ein Geheimnis, wie es sich immer wieder erfolgreich verbreiten kann. Diese BBC-Serie entdeckt mit neuester Filmtechnik die Geheimnisse unserer Lebensräume und das faszinierende Zusammenspiel zwischen Tier- und Pflanzenwelt.

http://www.imdb.com/title/tt2279530/
1. Im Dschungel (The Emerald Band)
Wer im Dschungel überleben will, muss einen raffinierten Trick beherrschen, schnell rennen oder klettern können, gut aussehen oder riechen. Am besten, man kann etwas, was sonst keiner kann – so wie Aguti, Prachtbiene und Paranuss-Baum am Amazonas. Einmal im Jahr lösen sich die kokosnussgroßen Früchte des Paranuss-Baums aus der Krone und krachen 50 Meter tief auf den Urwaldboden. Auf diesen Moment hat das Aguti gewartet. Paranüsse sind schließlich die Lieblingsspeise des kleinen Nagetiers. Zwar ist die Schale steinhart – aber genau daran hat sich das Aguti angepasst: Niemand außer ihm besitzt so ein scharfes Gebiss, um die Frucht zu öffnen. Die Samen im Innern knackt das Aguti mühelos, ein paar verspeist es sofort, den Rest vergräbt der Nager einzeln im ganzen Revier. Dies wiederum ist die Überlebensstrategie des Paranuss-Baumes: Seine Samen werden im Regenwald verteilt und können weit weg vom Mutterbaum neue Standorte erobern. Denn je weiter die jungen Sämlinge von ihren Elternbäumen entfernt aufwachsen, desto sicherer sind sie vor ihren Fressfeinden. Auch zum Bestäuben braucht der Baum einen tierischen Helfer – die Prachtbiene. Nur sie ist groß und stark genug, den Deckel der Paranuss-Blüte anzuheben, um hinein zu tauchen. Der Nektar nährt ihre Brut und sie selbst – und beim Besuch der nächsten Blüte trägt sie den Pollen weiter. Sind die Kelche bestäubt, dauert es 15 Monate, bis die neuen Früchte reif werden und dem Aguti vor die Nase fallen. So tragen zwei kleine Tiere dazu bei, dass der riesige Amazonas-Baum nicht ausstirbt – dafür versorgt er sie mit Nüssen und Nektar. Das ist nur eine von vielen Geschichten über die geniale Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen im Regenwald. Warum hilft die Winker-Krabbe dem Mangrovenwald? Warum sind Nektarvögel die „Bienen“ des tropischen Regenwalds? Und was hat die Passionsblume mit Blausäure zu tun? Etwa 10 Millionen Tier und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. Wie vielfältig die Abhängigkeiten sind und wie kreativ die Tricks des Überlebens sind, zeigen die Macher der Mini-Serie in spektakulären Bildern. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2279528/
2. In der Savanne (The Secret Of The Savannah)
Graslandschaften erscheinen oft eintönig. Doch sie sind es ganz und gar nicht. Viele Bewohner überleben hier nur, weil sie ganz besondere Bündnisse mit einer anderen Art schließen. In Kenia zum Beispiel kämen Impala-Antilopen in der Savanne ohne Nashörner nicht zurecht, in Brasilien legen Mähnenwölfe regelrechte Obstplantagen an und in Australien halten sich Nasenbeutler eigene Wiesen – und das alles, um die nährstoffarmen Savannengräser aufzupeppen und an den lebenswichtigen Eiweißbestandteil Stickstoff zu gelangen. Ohne Tiere wie „gärtnernde“ Bürstenkängurus, den Nasenbeutler, das Nashorn oder den Mähnenwolf gäbe es die Grassavannen nicht, in denen sie leben. Eine besonders ausgeklügelte Lebensgemeinschaft pflegen Akazien in Afrika. Sie nutzen gerne die stickstoffreichen Termitenhügel als Keimgrund. Viele wachsen direkt neben den Hügeln, ihre Wurzeln reichen in den Bau hinein. Akazien, die einen derart vorteilhaften Standort ergattert haben, tragen doppelt so häufig Früchte wie andere, die weiter entfernt von Termitenbauten stehen. Kein Wunder, dass sie besonders verlockend auf Pflanzen-fresser wirken. Zur Verteidigung nutzen sie ihre Stacheln und halten sich Ameisenarmeen, die sie mit süßen Saft anlocken. Die Winzlinge schlagen dann sogar Elefanten und Giraffen in die Flucht. Die wilden Bewohner von Savannen haben sich eine Menge Strategien und Tricks einfallen lassen, um im Grasland an lebenswichtigen Stickstoff zu kommen und zu überleben. Doch nur durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Organismen, gelingt es immer wieder aufs Neue karges Grasland in blühende Landschaften zu verwandeln. Es gibt eine Menge dieser Geheimnisse, die nur entdeckt werden wollen. Das zeigen die Macher des Dreiteilers in spektakulären Bildern. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2279532/
3. Im Wald (The Magical Forest)
Nur auf der Nordhalbkugel gibt es Wälder, deren Leben durch große Veränderungen geprägt wird. Jedes Jahr lässt sich hier ein wundersamer Wechsel beobachten: im Winter sinken die Temperaturen dramatisch und die Wälder werden völlig kahl. Im Frühjahr kehren mit steigenden Temperaturen die grünen Blätter und damit das Leben zurück. Bei diesen Extremen helfen oft nur Tricks beim Überleben – und häufig auch Verbündete. So kann ein Pilz beispielsweise ohne Gleithörnchen nicht überleben. Diese grauen Nager können bis zu 30 Meter durch die Luft segeln, sie leben auf Bäumen, bevorzugt in alten Spechthöhlen. Doch ihre Lieblingsspeise wächst unter der Erde: Pilze. Pilzsporen gehen daher im Magen-Darm-Trakt der Gleithörnchen auf Reisen und können sich so bestens verbreiten. Pilze wiederum gehen im Boden eine Symbiose mit Bäumen ein, beide profitieren von mehr Nährstoffen. Ein einzelner Pilz ist in der Lage sich über 10 Quadratkilometer ausbreiten und kann tausende von Bäumen miteinander verbinden. Im Endeffekt bilden Pilze ein intelligentes Netzwerk, ein echtes „wood-wide-web“, jeder Wald ist daran angeschlossen. Das ist nur eine von vielen Überlebensgeschichten in den Wäldern der Nordhalbkugel. Und auch hier heißt es: Beziehungen sind alles … Warum geht der nordamerikanische Luchs einen Bund mit einer Raupe ein? Welche Rolle spielen Schneehasen dabei? Warum sind Lachse für die Küstenwälder Kanadas lebenswichtig? Wie kreativ die Tricks des Überlebens sind, zeigt der Dreiteiler in spektakulären Bildern. Etwa 10 Millionen Tier und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2279534/
4. Im Wasser (Waterworlds)
Etwa zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten leben auf der Erde. Kein einziges Lebewesen kann jedoch für sich alleine existieren. Im Laufe von Jahrmillionen sind komplexe und außergewöhnliche Beziehungen zwischen den Organismen entstanden. Sie sichern gegenseitig Fortpflanzung, bieten Schutz und Nahrung. Im und am Wasser gibt es besonders ausgefallene Lebensgemeinschaften. Und mehr noch als in anderen Lebensräumen sind selbst Tiere voneinander anhängig, von denen man es nicht erwarten würde: der Tiger von einer Krabbe, der Riesenotter von einer Schnecke und alle Lebewesen des Riffs von einem Schwamm. Was noch faszinierender ist, dass alles Wasser in einen Kreislauf des Lebens eingeht. Von der Quelle eines Flusses bis zu seiner Mündung ins Meer und weiter bis zur Tiefsee sind unglaublich komplexe Nahrungsketten entstanden. Von einigen weiß man bis heute nicht, wie sie funktionieren, andere tun ihre Arbeit seit Jahrmillionen und passen sich trotzdem ständig den aktuellen Gegebenheiten an. Die filmische Reise führt von den klaren Bergflüssen über den sumpfigen Pantanal bis ins Korallenriff – eine Reise voller außergewöhnlicher Tiere und Pflanzen. - 8,5/10
 
Die Serie geht in ihrer ersten Folge in den Dschungel und konzentriert sich dabei vor allem auf das Wachsen der Pflanzenarten, die hier, bedingt durch subtropische Bedingungen, nur mit Einfacllsreichtum wachsen können. Besonders interessant waren die Zahlen zur Blattschneideameise. Die zweite Folge betrachtet das Leben und Überleben in der Savanne, wo wir den Herden von Impalas folgen, aber auch das tonnenschwere Breitmaulnashorn eingehender untersuchen. In der dritten Folge geht es in den Wald in der vierten Folge ins Wasser. "Die Tricks des Überlebens" ist eine tolle 4-teilige BBC-Doku, die das Zusammenspiel von Tieren und Pflanzen näher beleuchtet und wie sich dabei beide auf ändernde Umwelteinflüsse einstellen müssen, um zu überleben. Und so schließt sich der Kreislauf und bietet mit passender musikalischen Begelitung und einer sehr guten Erzählstimme eine schöne Naturdoku. 

 8/10 

Samstag, 16. März 2013

Das grüne Wunder - Unser Wald (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2266696/

Er liegt ganz in unserer Nähe, aber eröffnet bei genauem Hinsehen eine völlig neue Welt: Mit seinen edlen, poetischen Bildern ist die erfolgreiche kinodokumentation eine spektakuläre Entdeckungsreise durch den bekanntesten, schönsten und vielfältigsten heimischen Lebensraum, den Wald. Intime Verhaltensbeobachtungen wohl vertrauter Arten wechseln mit den Geschichten der eher skurrilen Waldbewohner. So entsteht ein raffiniertes naturkundliches Puzzle, das dem romantischen Mythos Wald ganz greifbaren Zauber verleiht. Mit "Das grüne Wunder" - erzählt von Grimme-Preisträger Benno Fürmann - lädt der renommierte Naturfilmer Jan Haft ein, die aufregenden Lebensformen unseres Waldes mit geschärftem Bewusstsein neu zu entdecken.

Eine schöne Naturdoku, ohne Zweifel. Fantastische Bilder aus heimischen Wäldern, dazu grandiose Slow-Motion-Sequenzen und tolle (und vor allem passende) Musik. Es werden vor allem Tiere betrachtet, von Fuchs über Widlschwein bis hin zum Hirschkäfer und Sperber. 

Einzig der Sprecher ist schlecht gewählt. Benno Fürmann versucht alles, aber scheitert kläglich. Das mag am Script liegen, dass die Story eher stichpunktartig als flüssig erzählt, allerdings ist Fürmanns Stimme auch eher die eines Vorlesers als die eines Erzählers. Hat man sich einmal daran gewöhnt ist es okay. Aber bis dahin braucht man eine kleine Weile. Daher "nur"...

7/10 


Sonntag, 10. März 2013

Earthflight - Die fantastische Reise der Vögel (2011–2012)

http://www.imdb.com/title/tt2346091/

Die Reihe "Die fantastische Reise der Vögel" zeigt die beeindruckendsten Landschaften und Sehenswürdigkeiten der Welt aus Sicht der Vögel. Naturfilmer haben über viele Jahre verschiedene Vögel von Geburt an aufgezogen und eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut. Auf ihre Zieh-Eltern konzentriert, fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen dem Zuschauer so einen fantastischen Einblick in ihre Sicht auf die Erde. Lassen Sie sich entführen auf eine atemberaubende Reise und lernen Sie dabei die spektakulärsten Naturereignisse unserer Erde aus der Vogelperspektive kennen. Die Naturfilmer von BBC haben sich mit neuster Technologie an eines der grossen Geheimnisse der Natur herangewagt. Über vier Jahre haben sie verschiedene Vögel auf allen Kontinenten von ihrer Geburt an aufgezogen, eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut und sie so zu Hauptprotagonisten ihrer neuen Naturserie "Die fantastische Reise der Vögel" gemacht. Auf ihre Zieheltern konzentriert fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen so einen grossartigen Einblick in ihre Sicht auf die Erde.

http://www.imdb.com/title/tt2228196/
1. Nordamerika (North America)
Weißkopfseeadler und Schneegänse müssen bei ihrem Zug über die Vereinigten Staaten in Richtung Norden karge Wüsten bezwingen, den Wintereinbruch überstehen und sich großen Jägern stellen. Allein die Wahl der Routen ist schicksalshaft. Sie entscheidet darüber, ob sich ein ganzer Schwarm den Entbehrungen im Tal des Todes stellen muss, oder ob sich die andere Gruppe über den Häuserschluchten New Yorks von den Aufwinden nach Norden tragen lässt. Auf den Schwingen der Zugvögel erlebt der Zuschauer die Schönheit des Nordamerikanischen Kontinents neu und taucht mit den Pelikanen ein in die mysteriösen Geheimnisse des Pazifischen Ozeans entlang der Westküste, wo Teufelsrochen Purzelbäume schlagen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2228168/
2. Afrika (Africa)
Im zweiten Teil der Reihe stellen sich die Vögel den Herausforderungen Afrikas. Ihre Reise führt vom Kap der Guten Hoffnung über die Savannenlandschaften der Serengeti, vorbei an tosenden Wasserfällen und ätzenden Natronseen bis in die Sahara. Die Vögel stellen sich Löwen im Streit um die Beute, sie gewinnen in Luftkämpfen gegen Ihresgleichen, und sie unterliegen räuberischen Pavianen in spektakulären Fluchten. Auf den Schwingen der Vögel erlebt der Zuschauer Naturschauspiele aus einer völlig neuen Perspektive, wie die Wanderung der Gnus oder die spektakulären Jagden der Krokodile. Für einen Teil der gefiederten Abenteurer ist der Flug über ganz Afrika hinweg nur der Beginn ihrer Reise, denn sie haben sich aufgemacht, um Europa neu zu besiedeln. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt2228216/
3. Europa (Europe)
Der dritte Teil der Reihe begleitet die Zugvögel, die sich in jedem Frühjahr aufmachen, Europa neu zu besiedeln. Es sind Reisen voller Entbehrungen, in denen Vögel Entfernungen zurücklegen, die um die halbe Erde reichen. Und sie müssen häufig Risiken eingehen, die sie im schlimmsten Falle scheitern lassen. So unterschiedlich die Vögel, so verschieden sind ihre Schicksale und Herausforderungen: Die Kamera folgt den Störchen bei ihrer gefährlichen Passage über das Mittelmeer, begleitet Kraniche und Flamingos bei ihrer Suche nach geeigneten Brutplätzen in der Camargue und fliegt mit Gänsen über Loire-Schlösser und durch Unwetter auf ihrem Weg in die Arktis. Ein Schwarm von 20 Millionen Staren erschafft ein riesenhaftes Wesen am Abendhimmel von Rom, Basstölpel absolvieren vor der schottischen Küste spektakuläre Jagdflüge. Und Aufnahmen in Ultrazeitlupe zeigen Schwalben, die Eintagsfliegen erbeuten. Aber jeder Vogel hat ein Ziel, das ihn alle Anstrengungen ertragen lässt: Nach ihrer Ankunft beflügelt das bevorstehende Brutgeschäft die befiederten Abenteurer. Die Paare finden zueinander und vor ihnen liegt der europäische Sommer, in dem sie ihre Jungen großziehen. Es bleibt ihnen nicht viel Zeit, denn im Herbst muss der Nachwuchs stark genug sein, um selbst beim Zug nach Süden dabei sein zu können. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt2228312/
4. Südamerika (South America)
Der vierte Teil der Reihe führt von den bizarren Landschaften Patagoniens nach Norden, quer durch die unendlich abwechslungsreiche Schönheit des südamerikanischen Kontinents. Es ist eine Reise auf den Schwingen des Kondors entlang der Anden, eine Entdeckungsreise vorbei an der legendären Ruinenstadt Machu Picchu, hin zu den Paarungsplätzen der Mähnenrobben. Hellrote Aras führen auf ihrer Suche nach natürlichen Arzneien ins Herz des Amazonasbeckens, in dem sie auf Tapire, Klammeraffen und Jaguare treffen und auf den Alptraum jedes Bewohners der Baumkronen: Harpyien, die physisch stärksten Greifvögel der Welt. Die Vögel tragen den Zuschauer durch die Wasserfälle des Iguazu, aber auch zu den Jagdgründen der Schwertwale. Südamerika auf den Schwingen der Vögel ist so bunt und lebendig wie der Karneval von Rio de Janeiro, einer Stadt, über der von Aufwinden getragen, Geier ihre Kreise ziehen. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2228228/
5. Asien und Australien (Asia and Australia)
Im fünften Teil ihrer Reise stellen sich die Vögel den Herausforderungen des Himalaya ebenso wie denen der australischen Wüsten. Kraniche kämpfen sich durch das Labyrinth aus Schluchten und Tälern quer durch das höchste Gebirge der Welt, während die kühnsten unter den Fliegern bei minus 40 Grad in einer Höhe, in der kein Mensch überleben könnte, einfach darüber hinwegfliegen. Die Vögel führen den Zuschauer an Orte, an denen die gefiederten Lebewesen Schutz genießen und aus religiösen, philosophischen oder künstlerischen Gründen verehrt werden. Aber auch in Asien und Australien führen die Vögel ihren Kampf ums Überleben, sind präzise Jäger oder manövrieren in waghalsigen Flugmanövern ihre Feinde aus. In den australischen Outbacks schließt sich eine Vogelart zu Schwärmen zusammen, die sie wie ein riesiges geisterhaftes Wesen den Himmel erfüllen lässt: Wellensittiche in unvorstellbar großer Zahl. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2228234/
6. Flying High
Die Naturfilmer von BBC haben sich mit neuster Technologie an eines der grossen Geheimnisse der Natur herangewagt. Über vier Jahre haben sie verschiedene Vögel in allen Kontinenten von ihrer Geburt an aufgezogen, eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut und sie so zu Hauptprotagonisten ihrer neuen Naturserie "Die Erde aus der Luft" gemacht. Auf ihre Zieheltern konzentriert fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen so einen phantastischen Einblick in ihre Sicht auf die Erde. - 8/10

In einem Wort: phantastisch - und das geht ja im Grunde schon aus dem Titel dieser wunderschönen und vor allem faszinierendem Dokumentation über die Reisen, das Leben und natürlich auch dem Überleben der Vögel hervor. Allein schon die Kameraperspektiven bieten einen grandiosen Blick - im wahrsten Sinne des Wortes - über die Schulter der veschiedenen Vögel auf die Erde. Die Miniaturkamera vom Rücken der verschiedensten Tiere, darunter sind Geier, Adler und Gänse, liefern Aufnahmen, die man so sicher noch nie gesehen hat.

Man geht mit den Ringelgänsen auf Reise, begleitet die Störche auf ihrer Reise durch Europa, beobachtet in unfassbar schönen Slow-Motion-Aufnahmen Schwalben im Flug, sieht den Fischadler bei der Jagd, sieht Geier im Aufwind beinahe schwerelos schweben und bekommt einen nicht minder großen Einblick in das Wirken der Feinde der Vögel, angefangen von Feinden aus den eigenen Reihen - den mächtigen Seeadlern - bis hin zu - so unglaublich das klingen mag - Löwen und Haien. 


Alles in allem eine der schönsten Dokus die ich besitze. 

9/10