Sri
Lanka - eine Insel voller Naturschätze und vielfältiger Tier- und
Pflanzenwelten, die so einmalig sind, dass sich diese "Perle des
indischen Ozeans" in dieser Hisicht beinahe mit einem ganzen Kontinent
messen kann. Eine klimatische Besonderheit unterscheidet das Eiland
sogar entscheidend von anderen Regionen Südostasiens: Nicht ein Monsun
pro Jahr, sondern gleich zwei Regenzeiten - einmal von Nordosten her,
einmal von Südwesten kommend - bestimmen Klima und Vegetation dieser
faszinierenden, wilden Insel. An der Spitze der Nahrungskette in diesem
unbekannten Reich trohnt der Leopard - der "König von Sri-Lanka": Ob
Languren, Axishirsche, Wasserbüffel oder Wildschweine - vor der
eleganten Großkatze müssen praktisch alle Tiere auf der Hut sein. Allein
die Elefenaten sind aufgrund ihrer Kraft und Größe vor dem Jäger
sicher. Die Dickhäuter sind es auch, die Jahr für Jahr an einam ganz
besonderen Naturschauspiel teilnehmen: Am Reservoir von Minneriya kommt
es während der Trockenzeit zum größten Treffen dieser grauen Riesen in
ganz Asien.
Die 3-teilige Doku-Serie zeigt eine
einzigartige Tropenwelt: Faszinierende Flugaufnahmen und beeindruckende
Kranfahrten, extreme Nahaufnahmen und weite Landschaftspanoramen,
Zeitraffer und Zeitlupen vermitteln ein eindrucksvolles Bild vom wilden
Sri-Lanka...
http://www.imdb.com/title/tt4363510/
1. Seenland (Land Of Lakes)
Der Leopard ist der "König von Sri Lanka" - aber auch er ist den
Gesetzen der Natur unterworfen. Sri Lanka erlebt zwei Monsune pro Jahr.
Doch zwischen den Regenzeiten herrscht Dürre - um diese zu überbrücken,
legten Menschen vor mehr als 1500 Jahren große Wasserreservoirs an. Die
künstlichen Seen sind bis heute lebenswichtig für Sri Lankas Tierwelt.
Hier kommt es jedes Jahr zur größten bekannten Ansammlung wilder
Elefanten weltweit. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4386908/
2. Waldwelt (Forest Of Clouds)
Sri Lankas Wälder sind die Heimat der Blaukitta - bei diesem Rabenvogel
sind nicht nur die Eltern für die Aufzucht der Jungen zuständig, sondern
auch Tanten und Onkel. Die Baumkronen sind das Reich der Languren -
diese Affen sind echte Akrobaten. Hier lebt auch der Tigerpython, mit
mehr als fünf Metern Länge eine der größten Schlangen der Welt. Dazu
gibt es Weberameisen, Springspinnen und Frösche, die sich als Steine
tarnen. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4405252/
3. Küstenreich (Ocean Of Giants)
Im Meer vor Sri Lanka lebt eine spezielle Gruppe von Blauwalen, die das
ganze Jahr über hier bleibt - die einzigen Blauwale, die "singen".
Meeresschildkröten kehren an Sri Lankas Strände zurück, um am Ort ihrer
Geburt selbst Eier abzulegen. In den Mangroven jagen Schützenfische nach
Beute, über Land und Meer kreisen Weißbauchseeadler, Schiffswracks am
Meeresgrund bieten Lebensraum für Korallen und Rotfeuerfische. - 8,5/10
Alles
in Allem wieder einmal mehr eine tolle Dokumentation der TarraMater
Factual Studios, die mittlerweile mit der BBC auf einer Stufe stehen:
beide liefern faszinierende Aufnahmen, passende musikalische Untermalung
und angenehme Erzählstimmen. Eine faszinierende und wunderschön bebilderte Dokumentation über ein Land in
Südostasien, die man jedem uneingeschränkt weiter empfehlen kann.
Freitag, 12. Juni 2015
Samstag, 28. März 2015
Geheimnisvoller Garten (2013)
Der mehrfach ausgezeichnete Zweiteiler zeigt die atemberaubende Vielfalt
unserer heimischen Gärten in außergewöhnlichen Bildern, die so - dank
neuester Filmtechnik- erstmals zu sehen sind.
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Allein Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanze und teils seltene oder sogar bedrohte Tiere an. "Geheimnisvolelr Garten" beleuchtet die vielfältige Flora und Fauna in naturalen Gärten und folgt den großen und kleinen Dramen durch die Jahreszeiten.
Folge 1: Frühlingserwachen
Der Garten gilt als Abbild des Paradieses, das bezeichnenderweise auch "Garten Eden" genannt wird. Nicht allein die Natur führt hier Regie, sondern auch der Mensch. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Die Natur spart nicht, sie prasst mit Farben und Formen, das ist es, was wir an ihr so lieben. Insbesondere im Garten ist sie geradezu verschwenderisch. Doch wirklich verschwendet wird nichts! In der Natur wird alles verwertet. Und wenn es sich nur um ein leeres Schneckenhäuschen handelt, für die sich eine seltene Mauerbiene interessiert, die das Gehäuse als Kinderstube für ihre Bienenlarve ausbaut. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanzen und Tiere an, von denen wir wenig wissen. Das Mauswiesel, das kleinste Raubtier der Welt, macht Jagd auf lästige Wühlmäuse. Ebenso der Turmfalke, der mancherorts unter dem Dachfirst nistet. Die Kohlmeise verfüttert an die Jungen einer einzigen Brut etwa 10.000 Raupen. Ein Garten ohne tierische Helfer ist also undenkbar. Allein der Komposthaufen, auf dem wir unsere Grünabfälle entsorgen, ist ein Ort, an dem es vor Leben nur so wimmelt. Aber neben all diesen Nützlingen sind unsere Gärten auch Refugien für viele seltene und sogar bedrohte Tiere. Kuriose Hummelschweber, prächtige Zauneidechsen, anmutige Schmetterlinge oder so manche Zugvögel haben in naturnahen Gärten ein Zuhause gefunden. Diese Vielfalt zeigt die erste Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" dank neuester Technik in außergewöhnlichen Bildern, die so noch nie zu sehen waren. - 7,5/10
Folge 2. Erntezeit
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst reine Nutzgärten, wo man anpflanzte, was den Kochtopf bereicherte. Aber schon die alten Römer kultivierten Pflanzen allein wegen ihrer Schönheit. Neben dem Nutzgarten entstand so allmählich auch der Ziergarten. Schönheit und Nutzen sind im Garten oft zwei Seiten derselben Medaille. Ein Obstbaum ist im Frühling mit tausenden Blüten übersät – die wenigsten reifen zu Äpfeln. Neben dem Mensch erwarten im Herbst auch Tiere wie Igel und Wachholderdrossel die Früchte. Allein in Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Viele von ihnen bieten zahllosen Lebewesen eine Zuflucht: Singvögel, Siebenschläfer und seltene Reptilien etwa. Und nicht wenige der Gartenbewohner sind Verbündete des Gärtners im Kampf gegen Schädlinge. Feldwespen erledigen unzählige Schadinsekten. Die Tiere eines einzigen Feldwespennestes, das der Gartenbesitzer in Ruhe lässt, können im Laufe eines Sommers bis zu 500 Raupen fangen und töten, um sie an ihre Brut zu verfüttern. Auch die von vielen Gärtnern gehegten Rosen haben einen wirksamen Alliierten im Kampf gegen das Heer der Blattläuse. Wo keine Gartengifte zum Einsatz kommen, fühlen sich Marienkäfer wohl. Jeder einzelne verschlingt in einem Sommer bis zu 10.000 Blattläuse. Die letzte Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" folgt den großen und kleinen Dramen vom Sommer über den Winter bis zum erneuten Frühlingserwachen und zeigt auf spannende Weise, wie die verschiedenen Arten vor unserer Haustür zusammen leben und warum es gut und wichtig ist, wenn wir der Natur im Garten etwas mehr Raum geben. - 7,5/10
Insgesamt eine außergewöhnliche weil (wie der Name schon vermuten lässt) sehr auf einen Raum konzentrierte, aber deswegen nicht minder interessante Dokumentation. Die Doku bietet schöne und so noch nie gesehene Bilder, unaufdringliche musikalische Untermalung und eine gute Erzählstimme und lassen die knapp 90-minütige Reise informativ und spannend wie im Fluge vergehen. Es ist interessant zu entdecken, was man eben so noch nicht kannte oder gar vermutet hätte. Lediglich in den Bereichen der Tierwelt hätte ich mehr Information gewünscht.
7,5/10
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Allein Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanze und teils seltene oder sogar bedrohte Tiere an. "Geheimnisvolelr Garten" beleuchtet die vielfältige Flora und Fauna in naturalen Gärten und folgt den großen und kleinen Dramen durch die Jahreszeiten.
Folge 1: Frühlingserwachen
Der Garten gilt als Abbild des Paradieses, das bezeichnenderweise auch "Garten Eden" genannt wird. Nicht allein die Natur führt hier Regie, sondern auch der Mensch. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Die Natur spart nicht, sie prasst mit Farben und Formen, das ist es, was wir an ihr so lieben. Insbesondere im Garten ist sie geradezu verschwenderisch. Doch wirklich verschwendet wird nichts! In der Natur wird alles verwertet. Und wenn es sich nur um ein leeres Schneckenhäuschen handelt, für die sich eine seltene Mauerbiene interessiert, die das Gehäuse als Kinderstube für ihre Bienenlarve ausbaut. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanzen und Tiere an, von denen wir wenig wissen. Das Mauswiesel, das kleinste Raubtier der Welt, macht Jagd auf lästige Wühlmäuse. Ebenso der Turmfalke, der mancherorts unter dem Dachfirst nistet. Die Kohlmeise verfüttert an die Jungen einer einzigen Brut etwa 10.000 Raupen. Ein Garten ohne tierische Helfer ist also undenkbar. Allein der Komposthaufen, auf dem wir unsere Grünabfälle entsorgen, ist ein Ort, an dem es vor Leben nur so wimmelt. Aber neben all diesen Nützlingen sind unsere Gärten auch Refugien für viele seltene und sogar bedrohte Tiere. Kuriose Hummelschweber, prächtige Zauneidechsen, anmutige Schmetterlinge oder so manche Zugvögel haben in naturnahen Gärten ein Zuhause gefunden. Diese Vielfalt zeigt die erste Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" dank neuester Technik in außergewöhnlichen Bildern, die so noch nie zu sehen waren. - 7,5/10
Folge 2. Erntezeit
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst reine Nutzgärten, wo man anpflanzte, was den Kochtopf bereicherte. Aber schon die alten Römer kultivierten Pflanzen allein wegen ihrer Schönheit. Neben dem Nutzgarten entstand so allmählich auch der Ziergarten. Schönheit und Nutzen sind im Garten oft zwei Seiten derselben Medaille. Ein Obstbaum ist im Frühling mit tausenden Blüten übersät – die wenigsten reifen zu Äpfeln. Neben dem Mensch erwarten im Herbst auch Tiere wie Igel und Wachholderdrossel die Früchte. Allein in Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Viele von ihnen bieten zahllosen Lebewesen eine Zuflucht: Singvögel, Siebenschläfer und seltene Reptilien etwa. Und nicht wenige der Gartenbewohner sind Verbündete des Gärtners im Kampf gegen Schädlinge. Feldwespen erledigen unzählige Schadinsekten. Die Tiere eines einzigen Feldwespennestes, das der Gartenbesitzer in Ruhe lässt, können im Laufe eines Sommers bis zu 500 Raupen fangen und töten, um sie an ihre Brut zu verfüttern. Auch die von vielen Gärtnern gehegten Rosen haben einen wirksamen Alliierten im Kampf gegen das Heer der Blattläuse. Wo keine Gartengifte zum Einsatz kommen, fühlen sich Marienkäfer wohl. Jeder einzelne verschlingt in einem Sommer bis zu 10.000 Blattläuse. Die letzte Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" folgt den großen und kleinen Dramen vom Sommer über den Winter bis zum erneuten Frühlingserwachen und zeigt auf spannende Weise, wie die verschiedenen Arten vor unserer Haustür zusammen leben und warum es gut und wichtig ist, wenn wir der Natur im Garten etwas mehr Raum geben. - 7,5/10
Insgesamt eine außergewöhnliche weil (wie der Name schon vermuten lässt) sehr auf einen Raum konzentrierte, aber deswegen nicht minder interessante Dokumentation. Die Doku bietet schöne und so noch nie gesehene Bilder, unaufdringliche musikalische Untermalung und eine gute Erzählstimme und lassen die knapp 90-minütige Reise informativ und spannend wie im Fluge vergehen. Es ist interessant zu entdecken, was man eben so noch nicht kannte oder gar vermutet hätte. Lediglich in den Bereichen der Tierwelt hätte ich mehr Information gewünscht.
7,5/10
Freitag, 20. März 2015
Monkey Planet - Affenwelten (2014)
http://www.imdb.com/title/tt3723820/
Erstmals haben die Naturfilmer der BBC ein umfassendes Tierporträt der Primaten gedreht. Den international erfahrenen Naturfilmern ist es dabei gelungen, rasende Jagden in tiefsten Dschungelwäldern zu verfolgen, intime Momente im engsten Familienkreis der Bonobos festzuhalten und selbst seltenen und scheuen Spezies wie dem Fingertier oder den Koboldmakis im Dunkel der Nacht auf den Fersen zu bleiben. Festgehalten in atemberaubenden Bildern und spannenden Geschichten entdecken wir evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen- und Schneewelten. Es ist eine Entdeckungsreise bis in die hintersten Ecken der Welt, um Affen in freier Wildbahn aufzuspüren. Dabei werden Affenwelten präsentiert, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegen. Die dreiteilige Serie vermittelt außergewöhnliche Einblicke in das fesselnde, oft verborgene Leben unserer Artgenossen und liefert überraschende Enthüllungen über die Primaten.
1. Planet der Primaten
Evolutionäre Meisterleistungen und ungewöhnliche Überlebensstrategien
Können Affen in Eis und Schnee oder in baumlosen Graslandschaften in über 5000 Metern Höhe überleben? Gehören sie nicht in den tropischen Regenwald? Hocken nicht alle auf den Bäumen? In der ersten Folge entführt "Terra X" den Zuschauer in eine Affenwelt, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegt. Viele Arten haben den Wald verlassen und sich an extremste Lebensräume angepasst. Die in Japan lebenden Rotgesichtsmakaken trotzen eisiger Kälte, die Dscheladas Äthiopiens dem rauen Klima in den höchsten Bergregionen. Wir entdecken evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen-und Schneewelten.
Verblüffende Anpassung in Städten und Siedlungen
Auch vor Siedlungen und Städten machen Affen nicht halt. Eine kleine Orang-Utan-Gruppe auf Borneo lebt in der Nähe von Menschen und entwickelt verblüffende Ähnlichkeiten. Seit Jahren imitieren die Orang-Utans ihre Nachbarn und betreiben Körperpflege in der gleichen Art und Weise, steigen in Boote, öffnen Türen und interessieren sich für deren Werkzeuge. Nur wenige Geschöpfe auf diesem Planeten sind klug genug, andere Arten zu imitieren. Zum Erfolg aller Primaten trägt vor allem die einzigartige Kombination aus Gehirn, Gesicht und Händen bei. Doch gerade die Unterschiede innerhalb des gemeinsamen Bauplans führen zu ungewöhnlichen Überlebensstrategien. Der Koboldmaki, 400 Mal kleiner als der Orang-Utan und so groß wie ein Tennisball, ist ein Jäger der Nacht, hat Augen, die größer sind als sein Magen, und macht Sprünge, die 40 Mal länger sind als er selbst. "Terra X" erkundet, wie unsere engsten Verwandten ihre Körper und ihr Verhalten an ungewöhnliche Lebensräume angepasst haben. - 8,5/10
2. Familienangelegenheiten
Emotionen und Sozialleben in der Welt der Affen
Viele unserer großen Lebensthemen wie Geburt und Tod, Miteinander und Rivalität, Liebe und Verlust entdecken wir auch in der Welt der Affen. Die monatelangen Beobachtungen mit der Kamera machen deutlich, dass sie Emotionen zeigen, ein reiches Sozialleben und ausgeprägte Persönlichkeiten besitzen. Wie wichtig vor allem die Kindheit und das Familienleben ist, erlebt das Team beim Besuch eines Bonobo-Waisenhauses im Kongo. Die Mütter der kleinen Bonobos sind von Jägern getötet oder gefangen worden. Liebevoll werden sie dort von Pflegerinnen umsorgt. Bonobos, die keine Berührungen, Zuspruch und Streicheleinheiten erhalten, gehen jämmerlich ein. Denn Affeneltern zeigen genau wie Menschen intensive Zuneigung und Liebe zu ihren Jungen.
Raffinierte Betreuung der Kleinen
Besonders raffiniert organisiert das Kaiserschnurrbart-Tamarin-Weibchen die Betreuung der Kleinen. Sie lässt drei Männer im Glauben, dass sie die Väter ihrer Zwillinge seien - und so kümmern sich alle fürsorglich um den Nachwuchs - und das Weibchen bleibt entspannt. Im Sozialleben der Affen ist fast alles drin. Beim silbernen Haubenlangur sind die Tierkinder auffällig gekleidet. Mit ihrem goldfarbenen Fell sind sie so anziehend, dass sich alle Gruppenmitglieder darum reißen, das Baby einmal bemuttern und beschützen zu dürfen. Auch die "Beziehungskisten" in der Affenwelt sind uns vertraut. Orang-Utans ziehen meist alleine durchs Leben, Gibbons bevorzugen monogame Zweierbeziehungen und Gorillas natürlich den Harem. Auch andere starke Affenmänner protzen gerne und wollen möglichst viele Frauen um sich scharen. Dafür werden teilweise brutale Kämpfe mit den Rivalen in Kauf genommen.
Gesellig mit strengen Rangordnungen
Die meisten Primaten sind sehr gesellig und leben überwiegend in Familiengruppen oder größeren Verbänden mit strengen Rangordnungen. Welche dramatischen Geschichten damit verbunden sind und wie der Zusammenhalt der Gruppe immer wieder hergestellt wird, dokumentiert die zweite Folge der "Affenwelten". - 9/10
3. Unsere schlauen Verwandten
Außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen
Die dritte Folge geht der Frage nach, in welcher Weise sich unsere Verwandten von anderen Tieren unterscheiden und welche außergewöhnlichen Lösungen sie für die größten Überlebensfragen gefunden haben. Verblüffende Ähnlichkeiten zu uns Menschen finden die Forscher in der Art und Weise, wie die Primaten Werkzeuge benutzen, wie sie Probleme anpacken oder ein Gefühl für "falsch" und "richtig" entwickeln. Die Intelligenz von Affen zu messen, ist schwierig, weil Primaten zu unterschiedlich sind und die Sprache als Maßstab entfällt. Doch als das Team in die USA reist, um "Kanzi", ein 33 Jahre altes Bonobo-Männchen kennen zu lernen, der mit Menschen und Artgenossen aufgewachsen ist, erleben sie wahrscheinlich einen der intelligentesten Vertreter seiner Art. Mit Hilfe eines Computers können Menschen mit ihm kommunizieren. Kanzi versteht seine Betreuer und beherrscht inzwischen über 500 Symbole, um Antworten zu geben. Als ihn das Team zu einem Picknick begleitet, macht er Feuer, sorgt aber auch dafür, dass es gelöscht wird, bevor alle nach Hause gehen.
Verblüffende Ähnlichkeiten bei der Weitergabe von Wissen
Tatsächlich entdecken Forscher immer mehr Beispiele für die Intelligenz der Primaten. Wie schlau sind sie wirklich? Eine Frage, die auch das Team rund um den Globus reisen lässt, um Beispiele für außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen zu dokumentieren. Die Spurensuche führt nach Südamerika zu den gewitzten Kapuzineräffchen, an Thailands Küste zu den geschickten Javaneraffen und nach Madagaskar zu den Mohrenmakis. Begegnungen mit Berggorillas, Bonobos, Orang Utans und Schimpansen sind atemberaubend, weil wir spüren, "die sind genau wie wir!" Entstanden sind eindrucksvolle Belege für die Art, wie sie Werkzeuge benutzen, Wissen an Nachkommen weitergeben, Emotionen zeigen und sogar etwas entwickeln, das man als "Kultur" bezeichnen kann. - 8,5/10
Ich war anfangs etwas skeptisch und habe lange gezögert, bis ich mir "Affenwelten" endlich angesehen habe. Meine Bedenken, dass es langweilig werden würde, wenn es sich nur um eine Art dreht, wurden sehr schnell zerstreut. Es ist eine liebevoll erzählte Doku, die mit bekannter Musik aufwartet, ruhig und interessant erzählt, faszinierende Bilder bietet und so ziemlich jeden Winkel der Welt beleuchtet. "Affenwelten" ist in jedem Fall eine ganz dicke Empfehlung wert.
Erstmals haben die Naturfilmer der BBC ein umfassendes Tierporträt der Primaten gedreht. Den international erfahrenen Naturfilmern ist es dabei gelungen, rasende Jagden in tiefsten Dschungelwäldern zu verfolgen, intime Momente im engsten Familienkreis der Bonobos festzuhalten und selbst seltenen und scheuen Spezies wie dem Fingertier oder den Koboldmakis im Dunkel der Nacht auf den Fersen zu bleiben. Festgehalten in atemberaubenden Bildern und spannenden Geschichten entdecken wir evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen- und Schneewelten. Es ist eine Entdeckungsreise bis in die hintersten Ecken der Welt, um Affen in freier Wildbahn aufzuspüren. Dabei werden Affenwelten präsentiert, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegen. Die dreiteilige Serie vermittelt außergewöhnliche Einblicke in das fesselnde, oft verborgene Leben unserer Artgenossen und liefert überraschende Enthüllungen über die Primaten.
1. Planet der Primaten
Evolutionäre Meisterleistungen und ungewöhnliche Überlebensstrategien
Können Affen in Eis und Schnee oder in baumlosen Graslandschaften in über 5000 Metern Höhe überleben? Gehören sie nicht in den tropischen Regenwald? Hocken nicht alle auf den Bäumen? In der ersten Folge entführt "Terra X" den Zuschauer in eine Affenwelt, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegt. Viele Arten haben den Wald verlassen und sich an extremste Lebensräume angepasst. Die in Japan lebenden Rotgesichtsmakaken trotzen eisiger Kälte, die Dscheladas Äthiopiens dem rauen Klima in den höchsten Bergregionen. Wir entdecken evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen-und Schneewelten.
Verblüffende Anpassung in Städten und Siedlungen
Auch vor Siedlungen und Städten machen Affen nicht halt. Eine kleine Orang-Utan-Gruppe auf Borneo lebt in der Nähe von Menschen und entwickelt verblüffende Ähnlichkeiten. Seit Jahren imitieren die Orang-Utans ihre Nachbarn und betreiben Körperpflege in der gleichen Art und Weise, steigen in Boote, öffnen Türen und interessieren sich für deren Werkzeuge. Nur wenige Geschöpfe auf diesem Planeten sind klug genug, andere Arten zu imitieren. Zum Erfolg aller Primaten trägt vor allem die einzigartige Kombination aus Gehirn, Gesicht und Händen bei. Doch gerade die Unterschiede innerhalb des gemeinsamen Bauplans führen zu ungewöhnlichen Überlebensstrategien. Der Koboldmaki, 400 Mal kleiner als der Orang-Utan und so groß wie ein Tennisball, ist ein Jäger der Nacht, hat Augen, die größer sind als sein Magen, und macht Sprünge, die 40 Mal länger sind als er selbst. "Terra X" erkundet, wie unsere engsten Verwandten ihre Körper und ihr Verhalten an ungewöhnliche Lebensräume angepasst haben. - 8,5/10
2. Familienangelegenheiten
Emotionen und Sozialleben in der Welt der Affen
Viele unserer großen Lebensthemen wie Geburt und Tod, Miteinander und Rivalität, Liebe und Verlust entdecken wir auch in der Welt der Affen. Die monatelangen Beobachtungen mit der Kamera machen deutlich, dass sie Emotionen zeigen, ein reiches Sozialleben und ausgeprägte Persönlichkeiten besitzen. Wie wichtig vor allem die Kindheit und das Familienleben ist, erlebt das Team beim Besuch eines Bonobo-Waisenhauses im Kongo. Die Mütter der kleinen Bonobos sind von Jägern getötet oder gefangen worden. Liebevoll werden sie dort von Pflegerinnen umsorgt. Bonobos, die keine Berührungen, Zuspruch und Streicheleinheiten erhalten, gehen jämmerlich ein. Denn Affeneltern zeigen genau wie Menschen intensive Zuneigung und Liebe zu ihren Jungen.
Raffinierte Betreuung der Kleinen
Besonders raffiniert organisiert das Kaiserschnurrbart-Tamarin-Weibchen die Betreuung der Kleinen. Sie lässt drei Männer im Glauben, dass sie die Väter ihrer Zwillinge seien - und so kümmern sich alle fürsorglich um den Nachwuchs - und das Weibchen bleibt entspannt. Im Sozialleben der Affen ist fast alles drin. Beim silbernen Haubenlangur sind die Tierkinder auffällig gekleidet. Mit ihrem goldfarbenen Fell sind sie so anziehend, dass sich alle Gruppenmitglieder darum reißen, das Baby einmal bemuttern und beschützen zu dürfen. Auch die "Beziehungskisten" in der Affenwelt sind uns vertraut. Orang-Utans ziehen meist alleine durchs Leben, Gibbons bevorzugen monogame Zweierbeziehungen und Gorillas natürlich den Harem. Auch andere starke Affenmänner protzen gerne und wollen möglichst viele Frauen um sich scharen. Dafür werden teilweise brutale Kämpfe mit den Rivalen in Kauf genommen.
Gesellig mit strengen Rangordnungen
Die meisten Primaten sind sehr gesellig und leben überwiegend in Familiengruppen oder größeren Verbänden mit strengen Rangordnungen. Welche dramatischen Geschichten damit verbunden sind und wie der Zusammenhalt der Gruppe immer wieder hergestellt wird, dokumentiert die zweite Folge der "Affenwelten". - 9/10
3. Unsere schlauen Verwandten
Außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen
Die dritte Folge geht der Frage nach, in welcher Weise sich unsere Verwandten von anderen Tieren unterscheiden und welche außergewöhnlichen Lösungen sie für die größten Überlebensfragen gefunden haben. Verblüffende Ähnlichkeiten zu uns Menschen finden die Forscher in der Art und Weise, wie die Primaten Werkzeuge benutzen, wie sie Probleme anpacken oder ein Gefühl für "falsch" und "richtig" entwickeln. Die Intelligenz von Affen zu messen, ist schwierig, weil Primaten zu unterschiedlich sind und die Sprache als Maßstab entfällt. Doch als das Team in die USA reist, um "Kanzi", ein 33 Jahre altes Bonobo-Männchen kennen zu lernen, der mit Menschen und Artgenossen aufgewachsen ist, erleben sie wahrscheinlich einen der intelligentesten Vertreter seiner Art. Mit Hilfe eines Computers können Menschen mit ihm kommunizieren. Kanzi versteht seine Betreuer und beherrscht inzwischen über 500 Symbole, um Antworten zu geben. Als ihn das Team zu einem Picknick begleitet, macht er Feuer, sorgt aber auch dafür, dass es gelöscht wird, bevor alle nach Hause gehen.
Verblüffende Ähnlichkeiten bei der Weitergabe von Wissen
Tatsächlich entdecken Forscher immer mehr Beispiele für die Intelligenz der Primaten. Wie schlau sind sie wirklich? Eine Frage, die auch das Team rund um den Globus reisen lässt, um Beispiele für außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen zu dokumentieren. Die Spurensuche führt nach Südamerika zu den gewitzten Kapuzineräffchen, an Thailands Küste zu den geschickten Javaneraffen und nach Madagaskar zu den Mohrenmakis. Begegnungen mit Berggorillas, Bonobos, Orang Utans und Schimpansen sind atemberaubend, weil wir spüren, "die sind genau wie wir!" Entstanden sind eindrucksvolle Belege für die Art, wie sie Werkzeuge benutzen, Wissen an Nachkommen weitergeben, Emotionen zeigen und sogar etwas entwickeln, das man als "Kultur" bezeichnen kann. - 8,5/10
Ich war anfangs etwas skeptisch und habe lange gezögert, bis ich mir "Affenwelten" endlich angesehen habe. Meine Bedenken, dass es langweilig werden würde, wenn es sich nur um eine Art dreht, wurden sehr schnell zerstreut. Es ist eine liebevoll erzählte Doku, die mit bekannter Musik aufwartet, ruhig und interessant erzählt, faszinierende Bilder bietet und so ziemlich jeden Winkel der Welt beleuchtet. "Affenwelten" ist in jedem Fall eine ganz dicke Empfehlung wert.
Freitag, 27. Februar 2015
Wild Canada - Wildes Kanada (2014)
Von den magischen Regenwäldern der Pazifikküste zu
den majestätischen Gipfeln der Rocky Mountains, vom endlosen Grasmeer
der Prärie zu den Eisfeldern der Arktis - das riesige Kanada mit seinen
vielen, höchst unterschiedlichen Lebensräumen ist eine Welt für sich. -
Mit atemberaubenden Flugaufnahmen und faszinierenden, teilweise noch nie
gesehenen Tierverhalten, einzigartigen Zeitraffer- und
Zeitlupensequenzen sowie aufwändig inszenierten historischen Szenen
entsteht in dieser vierteiligen Doku-Reihe ein umfassendes und
spannendes Porträt der Naturwelten und Geschichte Kanadas.
1. Das ewige Neuland
Das riesige Kanada mit seinen vielen verschiedenen Lebensräumen ist eine Welt für sich. Vor der Küste von Neufundland versammeln sich jedes Jahr Herden von Buckelwalen, um sich an Fischschwärmen satt zu fressen. Weitere Geschichten erzählen von einer Eisbärin und ihren Jungen, von akrobatischen Flughörnchen, der Paarung tausender Strumpfbandnattern - und den geheimnisvollen "Geisterbären" in den magischen Regenwäldern an Kanadas Westküste. - 9/10
Das riesige Kanada mit seinen vielen verschiedenen Lebensräumen ist eine Welt für sich. Vor der Küste von Neufundland versammeln sich jedes Jahr Herden von Buckelwalen, um sich an Fischschwärmen satt zu fressen. Weitere Geschichten erzählen von einer Eisbärin und ihren Jungen, von akrobatischen Flughörnchen, der Paarung tausender Strumpfbandnattern - und den geheimnisvollen "Geisterbären" in den magischen Regenwäldern an Kanadas Westküste. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4082078/
2. Der Wilde Westen
Die
Region zwischen Pazifik und Rocky Mountains beherbergt den größten
Küstenregenwald der Erde. Die Westküste Kanadas ist geprägt vom
alljährlichen Zug der Lachse. Die Fische sind die Lebensgrundlage für
Bären und Wölfe - ja sogar die Pflanzen profitieren: dank der Nährstoffe
aus den verrottenden Lachskadavern werden manche Bäume größer als
normal. Weißkopf-Seeadler, Dickhornschafe und Grizzlybären sind weitere
Protagonisten dieser Folge. - 9/10http://www.imdb.com/title/tt4105218/
3. Die endlose Weite
Die Landschaft im Herzen Kanadas ist geprägt von dichten Wäldern, unzähligen Seen und einem endlosen Grasmeer. Dieses ist die Heimat des mächtigen Bisons, der die Prärie einst zu Millionen bevölkerte, und der Gabelböcke - diese Antilopen sind die schnellsten Huftiere der Welt. Die Seenlandschaft in Kanadas Kernland ist Lebensraum für Biber und Raststation für Wasservögel auf ihrem Zug zwischen den Sommer- und Winterquartieren. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4127196/
4. Der Hohe Norden
Die kanadische Arktis wird meist von Schnee, Frost und Eis beherrscht - und doch findet sich hier eine vielfältige Tierwelt: Eisbären und Robben, Füchse und Karibus, Meeresvögel und Wale. Auch Menschen haben gelernt, unter den extremen Bedingungen zu überleben. Die Inuit betreiben Fischfang, Robben- und Waljagd und sammeln Muscheln unter meterdickem Eis. Doch die Arktis verändert sich - es wird wärmer, das "ewige Eis" schmilzt dahin.
- 9/10
Eine sehr gelungen Dokumentation über die Wildniss Kanadas. Wenn man - wie ich - schon einiges an Naturdokumentationen gesehen hat, dann ist einem besipielsweise die Wanderung der Lachse nicht neu und auch viele andere Kleinigkeiten wurden irgendwann und irgendwo schon einmal betrachtet, mal mehr mal weniger kurz. Dennoch bietet die Dokumentation aus dem Haus Terra Mater einige neue und toll eingefangen Bilder aus der Natur, stimmig erzählt und von passender Musik begleitet. Einzigartig an der Dokumentation ist vielleicht nur die Tatsache, dass der in dieser "Wildnis" lebende Mensch etwas mehr in das Geschehen einbezogen wird. Das gibt dem ganzen Paket einen neuen Aspekt und öffnet das Auge für eine neue Betrachtungsweise.
Das honoriere ich mit insgesamt
9/10
Freitag, 20. Februar 2015
The Great British Year - Wildes Großbritannien (2013)
http://www.imdb.com/title/tt3232102/
Umgeben von Meeren und von Stürmen gepeitscht: Großbritannien ist berühmt berüchtigt für sein Wetter. Unberechenbar und ständig wechselnd formt es die Natur im Nordwesten Europas. Der Zweiteiler "Wildes Großbritannien" porträtiert die abwechslungsreiche Natur der Britischen Inseln. Bewegte Zeitraffer, hochstabilisierte Flugaufnahmen und extreme Zeitlupen präsentieren die Tiere und die Natur des Britischen Königreichs in seltener visueller Opulenz. Ein grandioses Schauspiel in zwei Folgen und vier Akten: den Jahreszeiten.
1. Herbst und Winter
Herbst in Großbritannien. Jedes Wochenende im Oktober bewundern Tausende Besucher im Landschaftsgarten von Stourhead die Wandlung der Natur: Das Laub von Ahorn, Esche, Buche und Eiche veranstaltet ein Feuerwerk der Farben. Für viele Tiere sind die kürzer werdenden Tage ein Signal: Sikahirsche versammeln einen Harem, um ihn in erbitterten Kämpfen gegen Rivalen zu verteidigen. Eichhörnchen verstecken Nüsse und Eicheln als Vorrat für die kalte Jahreszeit. Im Gegensatz zu ihnen frisst die Haselmaus jetzt so viel sie kann, um anschließend den Winter in ihrer Höhle zu verschlafen. Der Herbst ist die Zeit der Regenwürmer, die unzählige Tonnen organischen Abfall recyceln. Ohne sie würden die Bewohner des Königreichs unter Blättern ersticken. Mitten im Winter bringen Kegelrobben an den Küsten Großbritanniens ihre Jungen zur Welt. Zeitgleich fegen heftige Stürme über das Land. Hohe Wellen sind eine große Gefahr für kleine Kegelrobben. Passen sie nicht auf, werden sie von den Brechern für immer ins Meer gezogen. Sobald der erste Schnee fällt, wird Großbritannien zu einem Winterwunderland. Die Federn der Moorschneehühner und das Fell der Schneehasen verändern jetzt ihre Farbe und werden weiß. Gut getarnt sind sie so für Greifvögel fast unsichtbar. Auch für Eulen bedeutet die weiße Pracht kein Problem. Aus der Luft orten sie selbst feinste Mäusegeräusche unter der Schneedecke. - 8/10
2. Frühling und Sommer
Seit Monaten hat der Winter die Britischen Inseln fest im Griff. Kälte und fehlendes Licht werden für viele Bewohner zur Strapaze. Doch schon bald wird sich alles ändern. Der Frühling beginnt. Bienen nutzen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, um Nektar und Pollen zu sammeln. Vor der Küste Großbritanniens beginnt jetzt die Paarungszeit der Seepferdchen mit einem zauberhaften Tanz. Die zerbrechlichen Fische pflanzen sich auf ungewöhnliche Weise fort. Die Weibchen legen ihre Eier in die Bruttasche am Bauch des Männchens, die er bis zum Schlupf mit sich herumtragen wird. Wenn aus Frühling Sommer wird, schlüpfen in den Flüssen des Königreichs Tausende Eintagsfliegen. Immer wieder fliegen die Männchen auf, nur um sich graziös fallen zu lassen. Bevor es Abend wird, kehren die Weibchen zum Wasser zurück und legen die befruchteten Eier ab. Mit dem sonnigen Tag endet ihr Leben. Die Heidelandschaften Großbritanniens zählen zu den Sommerquartieren eines seltsamen Vogels: dem Ziegenmelker. Tagsüber sitzt er gut getarnt und bewegungslos da. Sein nächtliches Verhalten dagegen ist spektakulär. Neueste Aufnahmen aus Wärmebildkameras zeigen das Balzverhalten des merkwürdigen Vogels.
Im Hochsommer zieht das Meeresplankton wahre Ungetüme in die seichten Gewässer vor Großbritannien: Riesenhaie. Mit zehn bis zwölf Meter Länge zählen sie zu den größten Fischen der Erde. Ein Schauspiel, das sich sogar von Land aus beobachten lässt. - 8/10
Eine schöne "kleine" Dokumentation über eines unserer Nachbarländer mit beeindruckenden Time-Lapse-Aufnahmen. Wie gewohnt erzählt eine angenehme Stimme zu den wunderschön gefilmten Bildern. Dabei ist besonders der Einsatz der Wärmebildkamera etwas Neues und dazu sehr interessant. Ansonsten ist die Musik auffällig pompöser als in vorhergehangenen NDR-Naturdokumentationen und wartet sogar mit (passendem unaufdringlichem) Gesang auf. Ingesamt eine sehr ansprechende Dokumentation aus Deutschland.
8/10
Umgeben von Meeren und von Stürmen gepeitscht: Großbritannien ist berühmt berüchtigt für sein Wetter. Unberechenbar und ständig wechselnd formt es die Natur im Nordwesten Europas. Der Zweiteiler "Wildes Großbritannien" porträtiert die abwechslungsreiche Natur der Britischen Inseln. Bewegte Zeitraffer, hochstabilisierte Flugaufnahmen und extreme Zeitlupen präsentieren die Tiere und die Natur des Britischen Königreichs in seltener visueller Opulenz. Ein grandioses Schauspiel in zwei Folgen und vier Akten: den Jahreszeiten.
1. Herbst und Winter
Herbst in Großbritannien. Jedes Wochenende im Oktober bewundern Tausende Besucher im Landschaftsgarten von Stourhead die Wandlung der Natur: Das Laub von Ahorn, Esche, Buche und Eiche veranstaltet ein Feuerwerk der Farben. Für viele Tiere sind die kürzer werdenden Tage ein Signal: Sikahirsche versammeln einen Harem, um ihn in erbitterten Kämpfen gegen Rivalen zu verteidigen. Eichhörnchen verstecken Nüsse und Eicheln als Vorrat für die kalte Jahreszeit. Im Gegensatz zu ihnen frisst die Haselmaus jetzt so viel sie kann, um anschließend den Winter in ihrer Höhle zu verschlafen. Der Herbst ist die Zeit der Regenwürmer, die unzählige Tonnen organischen Abfall recyceln. Ohne sie würden die Bewohner des Königreichs unter Blättern ersticken. Mitten im Winter bringen Kegelrobben an den Küsten Großbritanniens ihre Jungen zur Welt. Zeitgleich fegen heftige Stürme über das Land. Hohe Wellen sind eine große Gefahr für kleine Kegelrobben. Passen sie nicht auf, werden sie von den Brechern für immer ins Meer gezogen. Sobald der erste Schnee fällt, wird Großbritannien zu einem Winterwunderland. Die Federn der Moorschneehühner und das Fell der Schneehasen verändern jetzt ihre Farbe und werden weiß. Gut getarnt sind sie so für Greifvögel fast unsichtbar. Auch für Eulen bedeutet die weiße Pracht kein Problem. Aus der Luft orten sie selbst feinste Mäusegeräusche unter der Schneedecke. - 8/10
2. Frühling und Sommer
Seit Monaten hat der Winter die Britischen Inseln fest im Griff. Kälte und fehlendes Licht werden für viele Bewohner zur Strapaze. Doch schon bald wird sich alles ändern. Der Frühling beginnt. Bienen nutzen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, um Nektar und Pollen zu sammeln. Vor der Küste Großbritanniens beginnt jetzt die Paarungszeit der Seepferdchen mit einem zauberhaften Tanz. Die zerbrechlichen Fische pflanzen sich auf ungewöhnliche Weise fort. Die Weibchen legen ihre Eier in die Bruttasche am Bauch des Männchens, die er bis zum Schlupf mit sich herumtragen wird. Wenn aus Frühling Sommer wird, schlüpfen in den Flüssen des Königreichs Tausende Eintagsfliegen. Immer wieder fliegen die Männchen auf, nur um sich graziös fallen zu lassen. Bevor es Abend wird, kehren die Weibchen zum Wasser zurück und legen die befruchteten Eier ab. Mit dem sonnigen Tag endet ihr Leben. Die Heidelandschaften Großbritanniens zählen zu den Sommerquartieren eines seltsamen Vogels: dem Ziegenmelker. Tagsüber sitzt er gut getarnt und bewegungslos da. Sein nächtliches Verhalten dagegen ist spektakulär. Neueste Aufnahmen aus Wärmebildkameras zeigen das Balzverhalten des merkwürdigen Vogels.
Im Hochsommer zieht das Meeresplankton wahre Ungetüme in die seichten Gewässer vor Großbritannien: Riesenhaie. Mit zehn bis zwölf Meter Länge zählen sie zu den größten Fischen der Erde. Ein Schauspiel, das sich sogar von Land aus beobachten lässt. - 8/10
Eine schöne "kleine" Dokumentation über eines unserer Nachbarländer mit beeindruckenden Time-Lapse-Aufnahmen. Wie gewohnt erzählt eine angenehme Stimme zu den wunderschön gefilmten Bildern. Dabei ist besonders der Einsatz der Wärmebildkamera etwas Neues und dazu sehr interessant. Ansonsten ist die Musik auffällig pompöser als in vorhergehangenen NDR-Naturdokumentationen und wartet sogar mit (passendem unaufdringlichem) Gesang auf. Ingesamt eine sehr ansprechende Dokumentation aus Deutschland.
8/10
Dienstag, 17. Februar 2015
Galápagos - Galápagos: Inseln, die die Welt veränderten (2006)
http://www.imdb.com/title/tt0996614/
Als die vulkanischen Galapagosinseln vor rund 3 Millionen Jahren aus dem Meer wuchsen, war dies der Beginn der Entstehung eines bis heute einzigartigen Naturparadieses. Durch die isolierte Lage rund 1.000 Kilometer vor der südamerikanischen Küste hat sich eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt. Der Archipel der Galapagosinseln besteht aus 13 Hauptinseln und über 60 weiteren kleinen Inseln, Felsen und Riffen, die sich über vierhundert Kilometer weit im Pazifik erstrecken. Dank einer raffinierten Mischung aus ungewöhnlich realistischen Computeranimationen, hochauflösenden Satellitenbildern sowie modernsten Unterwasseraufnahmen wird erkennbar, dass die Galapagosinseln in Wirklichkeit die Gipfel gewaltiger Unterwasservulkane darstellen, die sich an der Kreuzung von vier großen Meeresströmungen befinden und ständig in Bewegung sind. BBC-Produzent Patrick Morris zeigt, wie sich das Leben auf den Galapagosinseln im Laufe der Jahrmillionen veränderte und wie ein junger englischer Wissenschaftler durch seine Beobachtungen dieser einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt unsere Vorstellungen von der Entwicklung des Lebens dramatisch veränderte. Sein Name: Charles Darwin.
01. Aus Feuer geboren (Born Of Fire)
Der Archipel der Galapagosinseln besteht aus 13 Hauptinseln und über 60 weiteren kleinen Inseln, Felsen und Riffen, die sich über vierhundert Kilometer weit im Pazifik erstrecken. Sie liegen rund 1.000 Kilometer östlich der Küste Südamerikas ganz nah am Äquator. Dank einer raffinierten Mischung aus ungewöhnlich realistischen Computeranimationen hochauflösenden Satelliten sowie modernsten Unterwasseraufnahmen wird erkennbar, dass die Galapagosinseln in Wirklichkeit die Gipfel gewaltiger Unterwasservulkane darstellen, die sich an der Kreuzung von vier großen Meeresströmungen befinden und ständig in Bewegung sind. Alle Inseln gleiten wie auf dem Fließband Richtung Südosten bis sie am Ende ihrer Millionen Jahre langen Reise schließlich in den Wellen des Pazifischen Ozeans untergehen. Dank der Zusammenarbeit mit vielen Wissenschaftlern vor Ort gelangen ungewöhnliche Bilder der Vielfalt und der Einzigartigkeit des Lebens auf den verschiedenen Inseln. Pinguine, deren Verwandte aus der Arktis stammen; Schildkröten so groß wie nirgendwo anders; Drachentiere, die das Fürchten lehren; riesige Schwärme von Hammerhaien; Vögel, die wie Vampire vom Blut anderer Tiere leben. - 9/10
02. Inseln, die die Welt veränderten (The Islands That Changed The World)
Im Jahre 1535 reiste der Bischof von Panama, Thomas de Berlanga, im Rahmen einer heiligen Mission nach Peru. Eines Tages geriet sein Schiff auf hoher See in Windstille. Den starken Meeresströmungen ausgeliefert, wich es vom Kurs ab und gelangte am 10. März an die Küste einer merkwürdigen Inselgruppe. "Es scheint, als hätte Gott die Erde mit Steinen überschüttet; und der Boden hier ist wie Asche - wertlos." So schildert der Bischof von Panama die Inselgruppe im Pazifik bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt 1535. Er hatte eine bis dahin noch unentdeckte Welt betreten. Von schlangenartigen Leguanen, von einfältigen Vögeln und riesigen Schildkröten berichtet er. In den Augen des Gottesmannes ein völlig nutzloses Land, weil ohne Gold. Nicht einmal in seinen kühnsten Träumen hätte er sich die tief greifende Bedeutung der Entdeckung dieser Inseln vorstellen können, die später den Namen Galápagosinseln erhalten und unser Bild von der Entwicklung allen Lebens von Grund auf verändern sollten. In der zweiten Folge der Dokumentation erläutert Patrick Morris wie sich das Leben auf den Galapagosinseln im Laufe der Jahrmillionen veränderte und wie wie ein junger englischer Wissenschaftler durch seine Beobachtungen dieser einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt unsere Vorstellungen von der Entwicklung des Lebens dramatisch veränderte. Sein Name: Charles Darwin. - 8/10
03. Kräfte der Veränderung (Forces Of Nature)
Galápagos liegt im Pazifik unweit des Äquators. Die kleine Inselgruppe ist den Kräften der Natur erbarmungslos ausgesetzt und abhängig von ihren Launen. Da sie vor allem aus Vulkanen besteht, wird sie auch „Land des Feuers’ genannt. Der Galápagos-Archipel umfasst 13 große Inseln sowie an die 100 kleinere Inselchen und Felsenriffs. Auf Fernandia, einer der großen Inseln, befindet sich der aktivste, unberechenbarste Vulkan der Region. Die einsamste der Inseln, Roca Redonda, liegt nur knapp 300 m über dem Meeresspiegel und ist ein beliebter Nistplatz für Meeresvögel. Die Unterwasserforschung hat ergeben, dass Roca Redonda die Spitze eines riesigen versunkenen Vulkans ist... - 8,5/10
Eine etwas ältere Doku, die aber rein gar nichts von Ihrer Schönheit eingebüsst hat. Noch immer (und auch nach mehrmaligen Sehen) ist "Galápagos" eine der schönsten BBC-Dokumentationen, sofern es da überhaupt eine beste gibt. Alles in sehr schön bebildert, interessant und vor allem ruhig und angenehm erzählt und mit passender unaufdringlicher Musik unterlegt. Dazu serviert des Team der BBC phantastische Aufnahmen in HD - über und unter Wasser, nah von den Hotspots der Inseln und Überflüge, wie man sie nur selten zu sehen bekommt. "Galápagos" ist eine wunderschöne, lehrreiche und interessante Dokumentation. Einzig die zweite Folge über Darwin ist zwar ansprechend gestaltet, für mich aber aufgrund des eher geschichtlichen Hintergrunds ein minimaler "Absacker". Und wieder einmal bedeutet auch dieser Satz, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere.
8,5/10
Als die vulkanischen Galapagosinseln vor rund 3 Millionen Jahren aus dem Meer wuchsen, war dies der Beginn der Entstehung eines bis heute einzigartigen Naturparadieses. Durch die isolierte Lage rund 1.000 Kilometer vor der südamerikanischen Küste hat sich eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt. Der Archipel der Galapagosinseln besteht aus 13 Hauptinseln und über 60 weiteren kleinen Inseln, Felsen und Riffen, die sich über vierhundert Kilometer weit im Pazifik erstrecken. Dank einer raffinierten Mischung aus ungewöhnlich realistischen Computeranimationen, hochauflösenden Satellitenbildern sowie modernsten Unterwasseraufnahmen wird erkennbar, dass die Galapagosinseln in Wirklichkeit die Gipfel gewaltiger Unterwasservulkane darstellen, die sich an der Kreuzung von vier großen Meeresströmungen befinden und ständig in Bewegung sind. BBC-Produzent Patrick Morris zeigt, wie sich das Leben auf den Galapagosinseln im Laufe der Jahrmillionen veränderte und wie ein junger englischer Wissenschaftler durch seine Beobachtungen dieser einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt unsere Vorstellungen von der Entwicklung des Lebens dramatisch veränderte. Sein Name: Charles Darwin.
01. Aus Feuer geboren (Born Of Fire)
Der Archipel der Galapagosinseln besteht aus 13 Hauptinseln und über 60 weiteren kleinen Inseln, Felsen und Riffen, die sich über vierhundert Kilometer weit im Pazifik erstrecken. Sie liegen rund 1.000 Kilometer östlich der Küste Südamerikas ganz nah am Äquator. Dank einer raffinierten Mischung aus ungewöhnlich realistischen Computeranimationen hochauflösenden Satelliten sowie modernsten Unterwasseraufnahmen wird erkennbar, dass die Galapagosinseln in Wirklichkeit die Gipfel gewaltiger Unterwasservulkane darstellen, die sich an der Kreuzung von vier großen Meeresströmungen befinden und ständig in Bewegung sind. Alle Inseln gleiten wie auf dem Fließband Richtung Südosten bis sie am Ende ihrer Millionen Jahre langen Reise schließlich in den Wellen des Pazifischen Ozeans untergehen. Dank der Zusammenarbeit mit vielen Wissenschaftlern vor Ort gelangen ungewöhnliche Bilder der Vielfalt und der Einzigartigkeit des Lebens auf den verschiedenen Inseln. Pinguine, deren Verwandte aus der Arktis stammen; Schildkröten so groß wie nirgendwo anders; Drachentiere, die das Fürchten lehren; riesige Schwärme von Hammerhaien; Vögel, die wie Vampire vom Blut anderer Tiere leben. - 9/10
02. Inseln, die die Welt veränderten (The Islands That Changed The World)
Im Jahre 1535 reiste der Bischof von Panama, Thomas de Berlanga, im Rahmen einer heiligen Mission nach Peru. Eines Tages geriet sein Schiff auf hoher See in Windstille. Den starken Meeresströmungen ausgeliefert, wich es vom Kurs ab und gelangte am 10. März an die Küste einer merkwürdigen Inselgruppe. "Es scheint, als hätte Gott die Erde mit Steinen überschüttet; und der Boden hier ist wie Asche - wertlos." So schildert der Bischof von Panama die Inselgruppe im Pazifik bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt 1535. Er hatte eine bis dahin noch unentdeckte Welt betreten. Von schlangenartigen Leguanen, von einfältigen Vögeln und riesigen Schildkröten berichtet er. In den Augen des Gottesmannes ein völlig nutzloses Land, weil ohne Gold. Nicht einmal in seinen kühnsten Träumen hätte er sich die tief greifende Bedeutung der Entdeckung dieser Inseln vorstellen können, die später den Namen Galápagosinseln erhalten und unser Bild von der Entwicklung allen Lebens von Grund auf verändern sollten. In der zweiten Folge der Dokumentation erläutert Patrick Morris wie sich das Leben auf den Galapagosinseln im Laufe der Jahrmillionen veränderte und wie wie ein junger englischer Wissenschaftler durch seine Beobachtungen dieser einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt unsere Vorstellungen von der Entwicklung des Lebens dramatisch veränderte. Sein Name: Charles Darwin. - 8/10
03. Kräfte der Veränderung (Forces Of Nature)
Galápagos liegt im Pazifik unweit des Äquators. Die kleine Inselgruppe ist den Kräften der Natur erbarmungslos ausgesetzt und abhängig von ihren Launen. Da sie vor allem aus Vulkanen besteht, wird sie auch „Land des Feuers’ genannt. Der Galápagos-Archipel umfasst 13 große Inseln sowie an die 100 kleinere Inselchen und Felsenriffs. Auf Fernandia, einer der großen Inseln, befindet sich der aktivste, unberechenbarste Vulkan der Region. Die einsamste der Inseln, Roca Redonda, liegt nur knapp 300 m über dem Meeresspiegel und ist ein beliebter Nistplatz für Meeresvögel. Die Unterwasserforschung hat ergeben, dass Roca Redonda die Spitze eines riesigen versunkenen Vulkans ist... - 8,5/10
Eine etwas ältere Doku, die aber rein gar nichts von Ihrer Schönheit eingebüsst hat. Noch immer (und auch nach mehrmaligen Sehen) ist "Galápagos" eine der schönsten BBC-Dokumentationen, sofern es da überhaupt eine beste gibt. Alles in sehr schön bebildert, interessant und vor allem ruhig und angenehm erzählt und mit passender unaufdringlicher Musik unterlegt. Dazu serviert des Team der BBC phantastische Aufnahmen in HD - über und unter Wasser, nah von den Hotspots der Inseln und Überflüge, wie man sie nur selten zu sehen bekommt. "Galápagos" ist eine wunderschöne, lehrreiche und interessante Dokumentation. Einzig die zweite Folge über Darwin ist zwar ansprechend gestaltet, für mich aber aufgrund des eher geschichtlichen Hintergrunds ein minimaler "Absacker". Und wieder einmal bedeutet auch dieser Satz, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere.
8,5/10
Montag, 8. September 2014
Home - Die Geschichte einer Reise (2009)
http://www.imdb.com/title/tt1014762/
Der französische Filmemacher Yann Arthus-Bertrand knüpft mit "Die Geschichte einer Reise" an seinen Erfolgsfilm "HOME" an und begibt sich auf eine außergewöhnliche Reise über die Kontinente. Doch dieses Mal wählt er einen viel intimeren Blickpunkt. So erzählt er packend und eindrucksvoll von der Schönheit unseres Planeten und gibt dabei auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben und seine Sorgen um die Zukunft unserer Erde. In faszinierenden und zum Teil auch dramatischen und aufrüttelnden Bildern zeigt "Die Geschichte einer Reise" die unglaubliche Schönheit der Erde von oben - aus der Vogelperspektive. Aber die atemberaubenden Luftaufnahmen führen auch die Verwundbarkeit des blauen Planeten und die Folgen des Raubbaus an der Natur und schädlicher Umwelteinflüsse vor Augen.
"Home" wäre allein schon durch immer beeindruckenden und teils atemberaubenden Bilder ein sehenswerter Film. Der Kommentar macht aus dem Film dann ein absolutes "Must-See" unter den Dokumentationen. Man sieht, welches Geschenk unser Planet und unser Leben ist und stellt demgegenüber, wie kurz wir davorstehen, dies alles und damit uns selbst zu zerstören. Sicherlich sind einige der aufgezählten Daten nicht neu. Es kann aber trotzdem nicht schaden, sich immer wieder mit der Thematik zu befassen, denn noch hat keine wirkliche Wende eingesetzt. Außerdem schlägt sie nicht all zu massiv mit dem moralischen Holzhammer zu, sondern lässt eher die Bilder für sich sprechen. Diese unaufdringliche Art der Beeinflussung ist weit effektiver als die elenden Moralpredigten aus der grünen Ecke. Wunderbare Landschaftsaufnahmen, tolle Farben. Ich persönlich hätte mir nur mehr Bilder aus der Ich-Pespektive gewünscht und nicht nur reine Hubschrauber-Aufnahmen. Aber das ist wie so oft Jammern auf hohem Niveau.
9/10
Der französische Filmemacher Yann Arthus-Bertrand knüpft mit "Die Geschichte einer Reise" an seinen Erfolgsfilm "HOME" an und begibt sich auf eine außergewöhnliche Reise über die Kontinente. Doch dieses Mal wählt er einen viel intimeren Blickpunkt. So erzählt er packend und eindrucksvoll von der Schönheit unseres Planeten und gibt dabei auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben und seine Sorgen um die Zukunft unserer Erde. In faszinierenden und zum Teil auch dramatischen und aufrüttelnden Bildern zeigt "Die Geschichte einer Reise" die unglaubliche Schönheit der Erde von oben - aus der Vogelperspektive. Aber die atemberaubenden Luftaufnahmen führen auch die Verwundbarkeit des blauen Planeten und die Folgen des Raubbaus an der Natur und schädlicher Umwelteinflüsse vor Augen.
"Home" wäre allein schon durch immer beeindruckenden und teils atemberaubenden Bilder ein sehenswerter Film. Der Kommentar macht aus dem Film dann ein absolutes "Must-See" unter den Dokumentationen. Man sieht, welches Geschenk unser Planet und unser Leben ist und stellt demgegenüber, wie kurz wir davorstehen, dies alles und damit uns selbst zu zerstören. Sicherlich sind einige der aufgezählten Daten nicht neu. Es kann aber trotzdem nicht schaden, sich immer wieder mit der Thematik zu befassen, denn noch hat keine wirkliche Wende eingesetzt. Außerdem schlägt sie nicht all zu massiv mit dem moralischen Holzhammer zu, sondern lässt eher die Bilder für sich sprechen. Diese unaufdringliche Art der Beeinflussung ist weit effektiver als die elenden Moralpredigten aus der grünen Ecke. Wunderbare Landschaftsaufnahmen, tolle Farben. Ich persönlich hätte mir nur mehr Bilder aus der Ich-Pespektive gewünscht und nicht nur reine Hubschrauber-Aufnahmen. Aber das ist wie so oft Jammern auf hohem Niveau.
9/10
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