http://www.imdb.com/title/tt3664416/
Delfine gehören zu den sozialsten und verspieltesten Tieren auf unserem
Planeten. Sie entwickeln starke Familien- und Gruppenbeziehungen und
arbeiten bei der Nahrungssuche oft mit anderen Arten zusammen. Mit
speziell entwickelten Kameras und Robotern sowie neuster Technologie
ermöglicht es die zweiteilige Doku-Serie, die geheime Welt der Delfine
hautnah kennenzulernen. Die preisgekrönten Naturfilmer der BBC zeigen in
einer außergewöhnlichen Bildsprache überraschende und unerwartete
Momente im Leben der Meeressäuger. Dabei werden ihr außergewöhnliches
Verhalten und ihre Überlebenstechniken verständlich gemacht. Entstanden
ist dabei ein intimes und wunderschönes Naturporträt, welches auch
voller komischer Momente ist. Den Delfinen auf der Spur mit lebensechten
Robotern! Das Meer ist voll von seltsamen Kreaturen - keine seltsamer
als diese lebensechten Roboter, die mit speziell entwickelten Kameras
ausgerüstet sind. Jedes ferngesteuerte Schwimm-Modell ist mit HD-Kameras
ausgestattet, um einzigartige Aufnahmen der Meeressäuger zu erfassen.
Was wie ein bunter Fisch, Tintenfisch, eine Riesenmuschel oder
Schildkröte aussieht, hat in seinem Herzen eine Hightech-Ausrüstung.
Speziell für die Doku-Serie wurden sogar motorisierte Modell-Delphine
entwickelt, so realistisch, dass die echten Tiere sie in ihre
Familiengruppe aufgenommen haben.
http://www.imdb.com/title/tt3680036/
1. Dreamteams
Man kennt sie als Fernsehstars und Entertainer in Delfinarien: Delfine gehören zu den beliebtesten und bekanntesten Tieren der Welt. Doch unser Wissen stammt größtenteils von Tieren in Gefangenschaft. Wie leben Delfine in den Weiten der Ozeane? Was macht ihren Erfolg aus? Um ihre Geheimnisse zu entschlüsseln, setzt der britische Filmproduzent John Downer eine ganze Menagerie kleiner Spione auf die Delfine an: Ferngesteuerte Kameraroboter, gut getarnt als Meerestiere – von einer Schildkröte über Nautilus, Thunfisch und Rochen bis hin zu einer Kamera, die aussieht wie ein kleiner Delfin. Ihre Verkleidung ist so perfekt, dass manche Fische sie zum Fressen gerne mögen. Delfine fallen auf die Verkleidung nicht herein. Ihr Echolot verrät ihnen, dass in den Tiergehäusen nichts Fressbares steckt: Sie senden dazu Ultraschallaute aus und machen sich ein perfektes Bild von deren Echos. Doch sie erkennen ebenso rasch, dass von den tierischen Agenten keine Gefahr ausgeht, und lassen sie vertrauensvoll an sich heran. Ein Tümmlerweibchen führt sogar ihr gerade geborenes Jungtier vor. Die Kameraspione dokumentieren, wie der junge Delfin seine ersten Erfahrungen mit einem Stachelrochen macht und wie er probiert, per Ultraschall Fische unter dem Sand zu orten. Er lebt und lernt wohlbehütet im Schoß seiner großen Familie – einem starken Team. Es beschützt ihn vor aufdringlichen Männchen und treibt Stachelmakrelen so geschickt zusammen, dass die einzelnen Delfine nur noch abzusahnen brauchen. Je nach Region entwickeln Tümmler ganz unterschiedliche Jagdmethoden und setzen dabei vor allem auf Teamarbeit: Vor Südflorida etwa formt ein Delfin Ringe aus Schlamm, seine Kumpanen versammeln sich ringsum und fangen die daraus flüchtenden Fische einfach auf. Die Kameraspione begleiten ihre Zielobjekte allerdings nicht nur durch den Ernst des Lebens: Mehr als wahrscheinlich jedes andere wildlebende Tier lieben es Delfine, sich aus purer Lebenslust die Zeit mit Spielen und Springen zu vertreiben. Eine Schule junger Tümmler etwa kommt regelmäßig vor Südafrikas Küste zusammen, um zu surfen. Und beim Springen avancieren manche zu echten Akrobaten. Die Spitzenkönner der Meere aber sind Spinner-Delfine – vom englischen Wort „to spin“, drehen. Sie schießen aus dem Wasser und vollführen bis zu siebenfache Schrauben. Die Kameraspione filmen ihr Verhalten inmitten einer Megaschule aus über 3000 Tieren – die größten Delfinansammlungen weltweit. Aussicht auf große Fischschwärme bringen sie zusammen, aber sie nutzen die Zeit auch für die Partnersuche – nach Art der Delfine mit einem Fable für die freie Liebe. Während des Filmens erlebt sogar einer der Kameradelfine eine ganz persönliche Romanze. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt3681510/
2. Freundschaften
Ein junger Delfin hat gerade seine Mutterfamilie verlassen. Er fühlt sich sehr allein und sucht dringend einen Freund. Da trifft er auf einen, der ihm ähnlich sieht – und doch ist er irgendwie anders. Was er nicht weiß: der Fremde ist ein Spion – eine Kamera im Delfingewand, angesetzt darauf, das geheime Leben ihrer echten Artgenossen zu erkunden. Nach bewährtem Muster setzt der britische Filmproduzent John Downer ferngesteuerte Kameraroboter ein, die täuschend echt Tieren nachempfunden sind: Kugelfische, Schildkröten, Thunfische und Babydelfine. Sie kommen den Delfinen so nah wie nie zuvor und sehen sie aus bislang völlig ungewohntem Blickwinkel. Während einige Kameraroboter dem jungen Tümmler an der Schwanzflosse bleiben und ihn auf seiner Suche nach Freunden verfolgen, mischen sich weitere Kameraspione unter andere Delfinarten. Sie beobachten etwa, wie eine große Gruppe Gemeiner Delfine vor Südafrika in die größte Fischwanderung der Welt gerät und wie genau die Tiere ihre Jagd auf die Sardinen koordinieren. Andere machen sich ein Bild davon, wie Orcas, die größten Delfine der Welt, funktionieren. Einige leben sesshaft, bleiben ihr Leben lang zusammen und spezialisieren sich auf Fisch. Andere sind Nomaden, wechseln innerhalb der Gruppen und jagen ausschließlich Säugetiere. Auch dabei entwickeln sie unterschiedlichste Strategien: Vor British Columbia schleichen sich manche stumm von unten an kleinere Delfine heran und nutzen das Überraschungsmoment. Vor Patagonien treiben Orcas dagegen Seelöwenjungen an den Strand, stets dem Risiko ausgesetzt, mit ihren über sechs Tonnen schweren Körpern zu stranden. Nicht zu stranden, darauf müssen auch die Großen Tümmler in einer Flussmündung von South Carolina achten. Sie haben sich darauf spezialisiert, Fische ans Ufer zu treiben, um sie dann dort aufzusammeln. Das gelingt den geschickten Delfinen aber nur im Team – ein Grund, warum die meisten Delfine immer darauf aus sind, Verbündete zu finden. Das Problem hat auch der junge Tümmler. Die Kameraspione erleben mit, wie er sich mit einem Buckeldelfin einlässt. Aber wirklich glücklich wird er damit nicht, der andere spricht nicht seine Sprache. Mit einem geschickten Trick schmeichelt er sich schließlich in eine Junggesellengruppe ein. Schließlich findet er sogar ein Weibchen und – was unter den polygamen Delfinen mit vielen Partnerwechseln noch viel wichtiger ist – einen Freund fürs Leben. Als er sich gerade von den Delfinen zurückziehen will, erlebt der Kalmar-Spion, dass eine gute Tarnung auch ihre Schattenseiten hat. Ein Zackenbarsch verwechselt ihn mit einem Kalmar. Doch der Kameraspion führt seinen Auftrag getreulich aus – und filmt bis zum bitteren Ende. - 8,5/10
Eine ansprechende Hintergrundmusik, eine ansprechende Stimme, schön fotographiert... kurzum: mit seiner zweiteiligen Dokumentation wird John Downer erneut seinem Anspruch gerecht: Durch den Einsatz seiner schon legendären Spionagekameras im Tiergewand führt er den Zuschauer in die Welt der Delfine, wie der sie so noch nicht gesehen hat. Allein die gebauten Gefährte, die zum Einsatz kommen, um die liebenswerten Meeressäuger zu filmen sind grandios - und die Aufnahmen sprechen eine klare Sprache: so hat man Delfine noch nie gesehen. Ein neuer Höhepunkt in einer großartigen Reihe echt tierischer Spionagegeschichten.
8,5/10
Freitag, 3. Juli 2015
Samstag, 20. Juni 2015
Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme (2014)
http://www.imdb.com/title/tt3766094/
Heiße Trockenwüsten, tropische Regenwälder, alpine Berge und faszinierende Küstenregionen machen die Vielfalt der Land-schaften Australiens aus. Hier leben zahlreiche Tierarten, die auf keinem anderen Kontinent zu finden sind. Dazu zählen neben den berühmten Kängurus und Koalabären auch eierlegende Säugetiere und extrem giftige Insekten. Renommierte Tierfilmer haben die wilden Bewohner in ihren unterschiedlichen Lebensräumen aufgespürt.
http://www.imdb.com/title/tt3776322/
1. Im Reich der Riesenkängurus
Die Wüste im Herzen Australiens ist ihr Reich. Hier leben die größten Beuteltiere der Erde: die Roten Riesenkängurus. Monatelange Trockenheit, glühende Hitze und ein paar trockene Gräser - um unter diesen Bedingungen zu überleben, haben die Beuteltiere sowie viele andere Bewohner der Wüsten Australiens eine besondere Strategie entwickelt. Muskelbepackt und auf kräftigen Hinterbeinen hüpfen die Roten Riesen durchs Outback – tatsächlich eine äußerst energiesparende Methode, sich in der Wüste fortzubewegen. Selbst dann, wenn ein Weibchen Nachwuchs mitschleppt: Gut geschützt verbringt das junge Känguru die ersten Monate in Mutters Beutel. Wie das Leben im Kängurubeutel ist, zeigen eindrucksvolle Aufnahmen direkt aus dessen Inneren. Auch Wellensittiche sind wahre Anpassungskünstler. Zu Hunderttausenden stürmen die leuchtend grünen Minipapageien die wenigen Wasserlöcher im australischen Outback. Das seltene Naturschauspiel findet nur alle paar Jahre statt, wenn die Wüste nach starken Regenfällen grün und fruchtbar ist. In der Masse haben Raubvögel kaum eine Chance, einen einzelnen Vogel zu attackieren. Australien ist nicht nur berühmt für seine Beuteltiere. Auf dem roten Kontinent leben auch viele extrem giftige Tiere. Vor der unscheinbaren Braunschlange sollten sich nicht nur Echsen oder Mäuse in Acht nehmen, auch für Menschen kann ein Biss tödlich enden. Doch den Riesenwaran scheint das Gift der Braunschlange nicht zu interessieren; er wagt es, sie in ihrem Unterschlupf anzugreifen. Zu den Wüstenbewohnern gehören auch die Honigtopfameisen. In guten Zeiten füttern die Arbeiterinnen einige Artgenossen mit süßem Saft, den diese in ihrem Körper speichern. Bewegungslos und prall gefüllt baumeln sie als lebendige Honigtöpfe von der Decke des unterirdischen Ameisenbaus. Wird das Futter knapp, geben die Honigtopfameisen ihre Vorräte wieder ab und bringen den Ameisenstaat auf diese Weise über schlechte Zeiten. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt3776614/
2. Im Dschungel der Riesenvögel
Australien ist ein Kontinent voller Naturwunder, die nicht ohne Gefahren sind. So sollte man sich vor dem Helmkasuar besser in Acht nehmen, denn sein kräftiger Schnabel und die scharfen Krallen sind tödliche Waffen. Der Laufvogel wird so groß wie ein Mensch, er hat glänzend schwarzes Gefieder und einen leuchtend blauen Hals. Der seltene Vogel schreitet über den Urwaldboden, ständig auf der Suche nach Früchten. Gut versteckt im Wald sind die Kasuar-Küken geschlüpft. Brüten und die Versorgung des Nachwuchses ist beim Kasuar Männersache. Die gestreiften Küken ähneln eher Wildschwein-Frischlingen als ihren Eltern, so sind sie im Wald perfekt getarnt. Fast ein Jahr lang kümmert sich der Vater um seinen Nachwuchs. Der Nordosten Australiens ist das Revier der größten Krokodile der Welt. Salties, wie Leistenkrokodile auch genannt werden, leben nicht nur im Süßwasser, sondern auch im Salzwasser des offenen Ozeans. Zwar können die bis zu sechs Meter langen Reptilien monatelang hungern, doch wenn sie einmal zupacken, geht alles blitzschnell. Weniger bedrohlich ist ein plüschiger Bewohner der Tropenwaldwipfel: das Baumkänguru. Anstatt über die offenen Weiten Australiens zu hüpfen, klettern Baumkängurus im Regenwald von Ast zu Ast; besonders elegant sehen sie dabei allerdings nicht aus. Wie alle Kängurus schleppen auch die Baumkängurus ihren Nachwuchs in ihrem Beutel mit sich herum. Erst nach einigen Monaten wagt sich das Jungtier erstmals ganz aus dem Beutel. Dabei werden seine ersten Schritte gleich zum Klettertraining in luftiger Höhe genutzt. - 8/10
http://www.imdb.com/title/tt3776676/
3. Im Land der Wombats
Der Süden Australiens steckt voller Gegensätze: Die Kalksteinklippen der Zwölf Apostel an der Küste ziehen viele Touristen an, auf den Wellen des südlichen Ozeans reiten Surfer und Brillenpelikane. Doch weiter landeinwärts herrschen oft gnadenlose Hitze und Trockenheit. Selbst Überlebenskünstler wie die Wombats geraten in den Sommermonaten an ihre Grenzen. Während tagsüber heißer Wind über das karge Inland fegt, ruht er friedlich im selbst gebuddelten Reich unter Tage: Mit seinem gedrungenen Körper, den kräftigen kurzen Beinen und dem flachen Kopf gehört der Wombat zu den besten Baumeistern der Natur: Bis zu fünf Meter tief gräbt er sich in die Erde und legt bis zu 30 Meter lange Tunnelsysteme an. Die Wombats haben einen Beutel, der nach hinten offen ist, damit dem Nachwuchs darin keine Erde in die Augen rieselt. Die Tiere sind Einzelgänger und kommen mit extrem wenig Wasser aus. Doch die glühenden Sommer in Südaustralien machen selbst ihnen zu schaffen, vor allem, wenn sie mit eingeschleppten europäischen Kaninchen um die letzten Gräser konkurrieren. Je länger die Trockenzeit andauert, umso gefährlicher wird die Situation für die Beuteltiere. Im Süden Australiens leben auch höchst skurrile Tiere wie die Tannenzapfenechse. Ihren Namen verdankt sie den großen Schuppen, die ihren ganzen Körper bedecken. Die Echse speichert Fett für schlechte Zeiten in ihrem Schwanz, der noch einen weiteren Zweck erfüllt: Er ist beinahe so breit und dick wie der Kopf des Reptils, so können Feinde schwer erkennen, wo bei der Echse vorne und wo hinten ist. Packt ein Angreifer aus Versehen ihren Schwanz, bricht der einfach ab und die Tannenzapfenechse kann flüchten. Eine weitere Spezialität des roten Kontinents sind Bulldoggenameisen. Sie werden mehrere Zentimeter groß und haben, anders als die meisten Ameisenarten, einen Giftstachel. Außerdem besitzen sie kräftige Kiefer, mit denen sie sich alles schnappen, was sie erwischen können. Mit dem Stachel wird die Beute gelähmt und dann in den Ameisenbau geschleppt. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt3779426/
4. In den Wäldern der Koalas
Die großen Eukalyptuswälder im Osten Australiens sind das Reich der Koalas. Zwar sind „Australiens Teddybären“ eher als gemütliche Tiere bekannt, doch in der Paarungszeit werden Koala-Männchen plötzlich zu wahren Draufgängern, die den Weibchen und Rivalen das Leben schwermachen. Doch die wissen sich zu wehren – mit scharfen Krallen und manch anderen Tricks. Australiens Osten birgt zahlreiche Überraschungen: Monatelang sind die Gipfel der australischen Alpen mit Schnee bedeckt. Selbst im Hochgebirge leben Beuteltiere wie der Bergbilchbeutler, die sich an das raue Klima angepasst haben. Außerdem gibt es hier noch den vielleicht seltensten Froschlurch der Welt. Der Fünfte Kontinent ist nicht nur für seine Beuteltiere berühmt: In den Flüssen der Ostküste taucht ein merkwürdiges Wesen mit Entenschnabel und Biberschwanz nach Fischen und Krebsen. Es ist das Schnabeltier, ein eierlegendes Säugetier. Ebenso seltsam ist sein nächster Verwandter: Der stachelige Ameisenigel stöbert mit langer Schnauze in Termitenbauten nach seiner Lieblingsspeise. Im Wald der Koalas leben auch gefährliche Fallensteller. Die Todesotter lockt ihre Beute mit ihrer Schwanzspitze, die aussieht wie ein sich ringelnder Wurm. Kommt ihr ein neugieriges Opfer zu nah, schlägt sie zu. Vor dieser gut getarnten Giftschlange sollte man sich unbedingt in Acht nehmen, denn ein einziger Biss der Todesotter kann auch für Menschen tödlich sein. Der Leierschwanz ist der Meistersänger im Eukalyptuswald. Mit langem Federschmuck und komplexen Melodien versucht er, Weibchen in seine Balzarena zu locken. Und er imitiert die Gesänge der anderen Vögel im Wald perfekt. Auch Umgebungsgeräusche kann er nachahmen. Der ordnungsliebende Seidenlaubenvogel hingegen bezirzt die Weibchen mit einer Sammlung aus gelben und blauen Gegenständen, die er sorgsam um seine kunstvoll errichtete Liebeslaube drapiert. Ob glänzende Federn, leere Schneckenhäuschen oder Plastiklöffel – alles, was die richtige Farbe hat, kommt ihm gerade recht, um die Auserwählte zu umwerben. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt3779528/
5. Das Abenteuer
Die vier Tierfilmer und ihre Teams haben große Strapazen auf sich genommen, um einmalige Bilder zu machen, auf denen spektakuläres Tierverhalten zu sehen ist. Innerhalb von drei Jahren haben sie mehr als Hunderttausend Kilometer zurückgelegt und rund 620 Drehtage im Busch verbracht. Von diesen vergingen einige mit dem geduldigen Warten auf Wombats, Kasuare oder Baumkängurus, denn viele Tierarten sind selten geworden oder sogar vom Aussterben bedroht. Doch immer wieder wurden die Tierfilmer mit wundervollen Erlebnissen belohnt: Im Outback trafen sie vollkommen überraschend auf einen rekordverdächtig großen Schwarm von Wellensittichen. Nur nach regenreichen Zeiten sammeln sich so viele Tiere an einem einzigen Wasserloch. Die Luft vibrierte vor Flügelschlägen. Die spektakulären Aufnahmen sind selbst für die weit gereisten Naturfilmer ein Höhepunkt ihrer beruflichen Laufbahn. Weitaus gefährlicher als alle riesigen Krokodile und giftigen Schlangen ist Australiens Hitze. Jedes Jahr sterben hier Reisende, die mit ihrem Auto liegengeblieben sind und nicht genug Wasser dabei hatten. Auch die Filmemacher mussten immer wieder mit Reifenpannen kämpfen. Und dann drohte auch noch der Wagenheber zu versagen. Oft genug waren es die kleinen Dinge, die über Glück und Unglück der Tierfilmer entschieden. Als Klaus Weißmann und Rolf Sziringer die großen Landschaften am Lake Eyre filmen wollten, kamen ihnen Millionen Fliegen in die Quere. Die Schwärme schwirrten um ihre Köpfe und setzten sich auf die Kamera. Mit den summenden Quälgeistern vor der Linse ließen sich keine Aufnahmen mehr machen, da kroch auch noch eine Fliege in Weißmanns Ohr. Für den Tierfilmer begann ein Martyrium. Mit diesen Bildern, die hinter der Kamera der Tierfilmer entstanden, deren atemberaubenden Hochglanzaufnahmen und spannenden Erzählungen lässt der für die Goldene Kamera nominierte Filmemacher Heiko De Groot die Abenteuer der vier Filmemacher noch einmal aufleben und zeigt, mit wie viel Engagement, Ideenreichtum und Humor die Naturfilmer ihre Herausforderungen gemeistert haben. - 8/10
Einmal mehr eine sehr interessante und bildgewaltige Dokumentation aus deutscher Produktion, die sich längst nicht hinter den großen TerraMater- und BBC-Dokumentationen verstecken muss. Im Gegenteil, auch hier sieht man großartige und faszinierende Bilder, wird mit passender Musik verwöhnt und hört dabei einer angenehmen Erzählstimme zu. Einzig die zu spezifische Art und Weise der Dokumentation könnte man kritisieren. Es geht mehr in die Tiefe als in die Breite und vernachlässigt dabei die Vielfalt, zugunsten der geneueren beleuchtung einzelner Arten. Aber dies ist tatsächlich wieder Jammern auf hohem, sehr hohem Niveau.
Heiße Trockenwüsten, tropische Regenwälder, alpine Berge und faszinierende Küstenregionen machen die Vielfalt der Land-schaften Australiens aus. Hier leben zahlreiche Tierarten, die auf keinem anderen Kontinent zu finden sind. Dazu zählen neben den berühmten Kängurus und Koalabären auch eierlegende Säugetiere und extrem giftige Insekten. Renommierte Tierfilmer haben die wilden Bewohner in ihren unterschiedlichen Lebensräumen aufgespürt.
http://www.imdb.com/title/tt3776322/
1. Im Reich der Riesenkängurus
Die Wüste im Herzen Australiens ist ihr Reich. Hier leben die größten Beuteltiere der Erde: die Roten Riesenkängurus. Monatelange Trockenheit, glühende Hitze und ein paar trockene Gräser - um unter diesen Bedingungen zu überleben, haben die Beuteltiere sowie viele andere Bewohner der Wüsten Australiens eine besondere Strategie entwickelt. Muskelbepackt und auf kräftigen Hinterbeinen hüpfen die Roten Riesen durchs Outback – tatsächlich eine äußerst energiesparende Methode, sich in der Wüste fortzubewegen. Selbst dann, wenn ein Weibchen Nachwuchs mitschleppt: Gut geschützt verbringt das junge Känguru die ersten Monate in Mutters Beutel. Wie das Leben im Kängurubeutel ist, zeigen eindrucksvolle Aufnahmen direkt aus dessen Inneren. Auch Wellensittiche sind wahre Anpassungskünstler. Zu Hunderttausenden stürmen die leuchtend grünen Minipapageien die wenigen Wasserlöcher im australischen Outback. Das seltene Naturschauspiel findet nur alle paar Jahre statt, wenn die Wüste nach starken Regenfällen grün und fruchtbar ist. In der Masse haben Raubvögel kaum eine Chance, einen einzelnen Vogel zu attackieren. Australien ist nicht nur berühmt für seine Beuteltiere. Auf dem roten Kontinent leben auch viele extrem giftige Tiere. Vor der unscheinbaren Braunschlange sollten sich nicht nur Echsen oder Mäuse in Acht nehmen, auch für Menschen kann ein Biss tödlich enden. Doch den Riesenwaran scheint das Gift der Braunschlange nicht zu interessieren; er wagt es, sie in ihrem Unterschlupf anzugreifen. Zu den Wüstenbewohnern gehören auch die Honigtopfameisen. In guten Zeiten füttern die Arbeiterinnen einige Artgenossen mit süßem Saft, den diese in ihrem Körper speichern. Bewegungslos und prall gefüllt baumeln sie als lebendige Honigtöpfe von der Decke des unterirdischen Ameisenbaus. Wird das Futter knapp, geben die Honigtopfameisen ihre Vorräte wieder ab und bringen den Ameisenstaat auf diese Weise über schlechte Zeiten. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt3776614/
2. Im Dschungel der Riesenvögel
Australien ist ein Kontinent voller Naturwunder, die nicht ohne Gefahren sind. So sollte man sich vor dem Helmkasuar besser in Acht nehmen, denn sein kräftiger Schnabel und die scharfen Krallen sind tödliche Waffen. Der Laufvogel wird so groß wie ein Mensch, er hat glänzend schwarzes Gefieder und einen leuchtend blauen Hals. Der seltene Vogel schreitet über den Urwaldboden, ständig auf der Suche nach Früchten. Gut versteckt im Wald sind die Kasuar-Küken geschlüpft. Brüten und die Versorgung des Nachwuchses ist beim Kasuar Männersache. Die gestreiften Küken ähneln eher Wildschwein-Frischlingen als ihren Eltern, so sind sie im Wald perfekt getarnt. Fast ein Jahr lang kümmert sich der Vater um seinen Nachwuchs. Der Nordosten Australiens ist das Revier der größten Krokodile der Welt. Salties, wie Leistenkrokodile auch genannt werden, leben nicht nur im Süßwasser, sondern auch im Salzwasser des offenen Ozeans. Zwar können die bis zu sechs Meter langen Reptilien monatelang hungern, doch wenn sie einmal zupacken, geht alles blitzschnell. Weniger bedrohlich ist ein plüschiger Bewohner der Tropenwaldwipfel: das Baumkänguru. Anstatt über die offenen Weiten Australiens zu hüpfen, klettern Baumkängurus im Regenwald von Ast zu Ast; besonders elegant sehen sie dabei allerdings nicht aus. Wie alle Kängurus schleppen auch die Baumkängurus ihren Nachwuchs in ihrem Beutel mit sich herum. Erst nach einigen Monaten wagt sich das Jungtier erstmals ganz aus dem Beutel. Dabei werden seine ersten Schritte gleich zum Klettertraining in luftiger Höhe genutzt. - 8/10
http://www.imdb.com/title/tt3776676/
3. Im Land der Wombats
Der Süden Australiens steckt voller Gegensätze: Die Kalksteinklippen der Zwölf Apostel an der Küste ziehen viele Touristen an, auf den Wellen des südlichen Ozeans reiten Surfer und Brillenpelikane. Doch weiter landeinwärts herrschen oft gnadenlose Hitze und Trockenheit. Selbst Überlebenskünstler wie die Wombats geraten in den Sommermonaten an ihre Grenzen. Während tagsüber heißer Wind über das karge Inland fegt, ruht er friedlich im selbst gebuddelten Reich unter Tage: Mit seinem gedrungenen Körper, den kräftigen kurzen Beinen und dem flachen Kopf gehört der Wombat zu den besten Baumeistern der Natur: Bis zu fünf Meter tief gräbt er sich in die Erde und legt bis zu 30 Meter lange Tunnelsysteme an. Die Wombats haben einen Beutel, der nach hinten offen ist, damit dem Nachwuchs darin keine Erde in die Augen rieselt. Die Tiere sind Einzelgänger und kommen mit extrem wenig Wasser aus. Doch die glühenden Sommer in Südaustralien machen selbst ihnen zu schaffen, vor allem, wenn sie mit eingeschleppten europäischen Kaninchen um die letzten Gräser konkurrieren. Je länger die Trockenzeit andauert, umso gefährlicher wird die Situation für die Beuteltiere. Im Süden Australiens leben auch höchst skurrile Tiere wie die Tannenzapfenechse. Ihren Namen verdankt sie den großen Schuppen, die ihren ganzen Körper bedecken. Die Echse speichert Fett für schlechte Zeiten in ihrem Schwanz, der noch einen weiteren Zweck erfüllt: Er ist beinahe so breit und dick wie der Kopf des Reptils, so können Feinde schwer erkennen, wo bei der Echse vorne und wo hinten ist. Packt ein Angreifer aus Versehen ihren Schwanz, bricht der einfach ab und die Tannenzapfenechse kann flüchten. Eine weitere Spezialität des roten Kontinents sind Bulldoggenameisen. Sie werden mehrere Zentimeter groß und haben, anders als die meisten Ameisenarten, einen Giftstachel. Außerdem besitzen sie kräftige Kiefer, mit denen sie sich alles schnappen, was sie erwischen können. Mit dem Stachel wird die Beute gelähmt und dann in den Ameisenbau geschleppt. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt3779426/
4. In den Wäldern der Koalas
Die großen Eukalyptuswälder im Osten Australiens sind das Reich der Koalas. Zwar sind „Australiens Teddybären“ eher als gemütliche Tiere bekannt, doch in der Paarungszeit werden Koala-Männchen plötzlich zu wahren Draufgängern, die den Weibchen und Rivalen das Leben schwermachen. Doch die wissen sich zu wehren – mit scharfen Krallen und manch anderen Tricks. Australiens Osten birgt zahlreiche Überraschungen: Monatelang sind die Gipfel der australischen Alpen mit Schnee bedeckt. Selbst im Hochgebirge leben Beuteltiere wie der Bergbilchbeutler, die sich an das raue Klima angepasst haben. Außerdem gibt es hier noch den vielleicht seltensten Froschlurch der Welt. Der Fünfte Kontinent ist nicht nur für seine Beuteltiere berühmt: In den Flüssen der Ostküste taucht ein merkwürdiges Wesen mit Entenschnabel und Biberschwanz nach Fischen und Krebsen. Es ist das Schnabeltier, ein eierlegendes Säugetier. Ebenso seltsam ist sein nächster Verwandter: Der stachelige Ameisenigel stöbert mit langer Schnauze in Termitenbauten nach seiner Lieblingsspeise. Im Wald der Koalas leben auch gefährliche Fallensteller. Die Todesotter lockt ihre Beute mit ihrer Schwanzspitze, die aussieht wie ein sich ringelnder Wurm. Kommt ihr ein neugieriges Opfer zu nah, schlägt sie zu. Vor dieser gut getarnten Giftschlange sollte man sich unbedingt in Acht nehmen, denn ein einziger Biss der Todesotter kann auch für Menschen tödlich sein. Der Leierschwanz ist der Meistersänger im Eukalyptuswald. Mit langem Federschmuck und komplexen Melodien versucht er, Weibchen in seine Balzarena zu locken. Und er imitiert die Gesänge der anderen Vögel im Wald perfekt. Auch Umgebungsgeräusche kann er nachahmen. Der ordnungsliebende Seidenlaubenvogel hingegen bezirzt die Weibchen mit einer Sammlung aus gelben und blauen Gegenständen, die er sorgsam um seine kunstvoll errichtete Liebeslaube drapiert. Ob glänzende Federn, leere Schneckenhäuschen oder Plastiklöffel – alles, was die richtige Farbe hat, kommt ihm gerade recht, um die Auserwählte zu umwerben. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt3779528/
5. Das Abenteuer
Die vier Tierfilmer und ihre Teams haben große Strapazen auf sich genommen, um einmalige Bilder zu machen, auf denen spektakuläres Tierverhalten zu sehen ist. Innerhalb von drei Jahren haben sie mehr als Hunderttausend Kilometer zurückgelegt und rund 620 Drehtage im Busch verbracht. Von diesen vergingen einige mit dem geduldigen Warten auf Wombats, Kasuare oder Baumkängurus, denn viele Tierarten sind selten geworden oder sogar vom Aussterben bedroht. Doch immer wieder wurden die Tierfilmer mit wundervollen Erlebnissen belohnt: Im Outback trafen sie vollkommen überraschend auf einen rekordverdächtig großen Schwarm von Wellensittichen. Nur nach regenreichen Zeiten sammeln sich so viele Tiere an einem einzigen Wasserloch. Die Luft vibrierte vor Flügelschlägen. Die spektakulären Aufnahmen sind selbst für die weit gereisten Naturfilmer ein Höhepunkt ihrer beruflichen Laufbahn. Weitaus gefährlicher als alle riesigen Krokodile und giftigen Schlangen ist Australiens Hitze. Jedes Jahr sterben hier Reisende, die mit ihrem Auto liegengeblieben sind und nicht genug Wasser dabei hatten. Auch die Filmemacher mussten immer wieder mit Reifenpannen kämpfen. Und dann drohte auch noch der Wagenheber zu versagen. Oft genug waren es die kleinen Dinge, die über Glück und Unglück der Tierfilmer entschieden. Als Klaus Weißmann und Rolf Sziringer die großen Landschaften am Lake Eyre filmen wollten, kamen ihnen Millionen Fliegen in die Quere. Die Schwärme schwirrten um ihre Köpfe und setzten sich auf die Kamera. Mit den summenden Quälgeistern vor der Linse ließen sich keine Aufnahmen mehr machen, da kroch auch noch eine Fliege in Weißmanns Ohr. Für den Tierfilmer begann ein Martyrium. Mit diesen Bildern, die hinter der Kamera der Tierfilmer entstanden, deren atemberaubenden Hochglanzaufnahmen und spannenden Erzählungen lässt der für die Goldene Kamera nominierte Filmemacher Heiko De Groot die Abenteuer der vier Filmemacher noch einmal aufleben und zeigt, mit wie viel Engagement, Ideenreichtum und Humor die Naturfilmer ihre Herausforderungen gemeistert haben. - 8/10
Einmal mehr eine sehr interessante und bildgewaltige Dokumentation aus deutscher Produktion, die sich längst nicht hinter den großen TerraMater- und BBC-Dokumentationen verstecken muss. Im Gegenteil, auch hier sieht man großartige und faszinierende Bilder, wird mit passender Musik verwöhnt und hört dabei einer angenehmen Erzählstimme zu. Einzig die zu spezifische Art und Weise der Dokumentation könnte man kritisieren. Es geht mehr in die Tiefe als in die Breite und vernachlässigt dabei die Vielfalt, zugunsten der geneueren beleuchtung einzelner Arten. Aber dies ist tatsächlich wieder Jammern auf hohem, sehr hohem Niveau.
Freitag, 12. Juni 2015
Undiscovered Sri Lanka - Wildes Sri Lanka (2015)
Sri
Lanka - eine Insel voller Naturschätze und vielfältiger Tier- und
Pflanzenwelten, die so einmalig sind, dass sich diese "Perle des
indischen Ozeans" in dieser Hisicht beinahe mit einem ganzen Kontinent
messen kann. Eine klimatische Besonderheit unterscheidet das Eiland
sogar entscheidend von anderen Regionen Südostasiens: Nicht ein Monsun
pro Jahr, sondern gleich zwei Regenzeiten - einmal von Nordosten her,
einmal von Südwesten kommend - bestimmen Klima und Vegetation dieser
faszinierenden, wilden Insel. An der Spitze der Nahrungskette in diesem
unbekannten Reich trohnt der Leopard - der "König von Sri-Lanka": Ob
Languren, Axishirsche, Wasserbüffel oder Wildschweine - vor der
eleganten Großkatze müssen praktisch alle Tiere auf der Hut sein. Allein
die Elefenaten sind aufgrund ihrer Kraft und Größe vor dem Jäger
sicher. Die Dickhäuter sind es auch, die Jahr für Jahr an einam ganz
besonderen Naturschauspiel teilnehmen: Am Reservoir von Minneriya kommt
es während der Trockenzeit zum größten Treffen dieser grauen Riesen in
ganz Asien.
Die 3-teilige Doku-Serie zeigt eine einzigartige Tropenwelt: Faszinierende Flugaufnahmen und beeindruckende Kranfahrten, extreme Nahaufnahmen und weite Landschaftspanoramen, Zeitraffer und Zeitlupen vermitteln ein eindrucksvolles Bild vom wilden Sri-Lanka...
http://www.imdb.com/title/tt4363510/
1. Seenland (Land Of Lakes)
Der Leopard ist der "König von Sri Lanka" - aber auch er ist den Gesetzen der Natur unterworfen. Sri Lanka erlebt zwei Monsune pro Jahr. Doch zwischen den Regenzeiten herrscht Dürre - um diese zu überbrücken, legten Menschen vor mehr als 1500 Jahren große Wasserreservoirs an. Die künstlichen Seen sind bis heute lebenswichtig für Sri Lankas Tierwelt. Hier kommt es jedes Jahr zur größten bekannten Ansammlung wilder Elefanten weltweit. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4386908/
2. Waldwelt (Forest Of Clouds)
Sri Lankas Wälder sind die Heimat der Blaukitta - bei diesem Rabenvogel sind nicht nur die Eltern für die Aufzucht der Jungen zuständig, sondern auch Tanten und Onkel. Die Baumkronen sind das Reich der Languren - diese Affen sind echte Akrobaten. Hier lebt auch der Tigerpython, mit mehr als fünf Metern Länge eine der größten Schlangen der Welt. Dazu gibt es Weberameisen, Springspinnen und Frösche, die sich als Steine tarnen. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4405252/
3. Küstenreich (Ocean Of Giants)
Im Meer vor Sri Lanka lebt eine spezielle Gruppe von Blauwalen, die das ganze Jahr über hier bleibt - die einzigen Blauwale, die "singen". Meeresschildkröten kehren an Sri Lankas Strände zurück, um am Ort ihrer Geburt selbst Eier abzulegen. In den Mangroven jagen Schützenfische nach Beute, über Land und Meer kreisen Weißbauchseeadler, Schiffswracks am Meeresgrund bieten Lebensraum für Korallen und Rotfeuerfische. - 8,5/10
Alles in Allem wieder einmal mehr eine tolle Dokumentation der TarraMater Factual Studios, die mittlerweile mit der BBC auf einer Stufe stehen: beide liefern faszinierende Aufnahmen, passende musikalische Untermalung und angenehme Erzählstimmen. Eine faszinierende und wunderschön bebilderte Dokumentation über ein Land in Südostasien, die man jedem uneingeschränkt weiter empfehlen kann.
Die 3-teilige Doku-Serie zeigt eine einzigartige Tropenwelt: Faszinierende Flugaufnahmen und beeindruckende Kranfahrten, extreme Nahaufnahmen und weite Landschaftspanoramen, Zeitraffer und Zeitlupen vermitteln ein eindrucksvolles Bild vom wilden Sri-Lanka...
http://www.imdb.com/title/tt4363510/
1. Seenland (Land Of Lakes)
Der Leopard ist der "König von Sri Lanka" - aber auch er ist den Gesetzen der Natur unterworfen. Sri Lanka erlebt zwei Monsune pro Jahr. Doch zwischen den Regenzeiten herrscht Dürre - um diese zu überbrücken, legten Menschen vor mehr als 1500 Jahren große Wasserreservoirs an. Die künstlichen Seen sind bis heute lebenswichtig für Sri Lankas Tierwelt. Hier kommt es jedes Jahr zur größten bekannten Ansammlung wilder Elefanten weltweit. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4386908/
2. Waldwelt (Forest Of Clouds)
Sri Lankas Wälder sind die Heimat der Blaukitta - bei diesem Rabenvogel sind nicht nur die Eltern für die Aufzucht der Jungen zuständig, sondern auch Tanten und Onkel. Die Baumkronen sind das Reich der Languren - diese Affen sind echte Akrobaten. Hier lebt auch der Tigerpython, mit mehr als fünf Metern Länge eine der größten Schlangen der Welt. Dazu gibt es Weberameisen, Springspinnen und Frösche, die sich als Steine tarnen. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4405252/
3. Küstenreich (Ocean Of Giants)
Im Meer vor Sri Lanka lebt eine spezielle Gruppe von Blauwalen, die das ganze Jahr über hier bleibt - die einzigen Blauwale, die "singen". Meeresschildkröten kehren an Sri Lankas Strände zurück, um am Ort ihrer Geburt selbst Eier abzulegen. In den Mangroven jagen Schützenfische nach Beute, über Land und Meer kreisen Weißbauchseeadler, Schiffswracks am Meeresgrund bieten Lebensraum für Korallen und Rotfeuerfische. - 8,5/10
Alles in Allem wieder einmal mehr eine tolle Dokumentation der TarraMater Factual Studios, die mittlerweile mit der BBC auf einer Stufe stehen: beide liefern faszinierende Aufnahmen, passende musikalische Untermalung und angenehme Erzählstimmen. Eine faszinierende und wunderschön bebilderte Dokumentation über ein Land in Südostasien, die man jedem uneingeschränkt weiter empfehlen kann.
Samstag, 28. März 2015
Geheimnisvoller Garten (2013)
Der mehrfach ausgezeichnete Zweiteiler zeigt die atemberaubende Vielfalt
unserer heimischen Gärten in außergewöhnlichen Bildern, die so - dank
neuester Filmtechnik- erstmals zu sehen sind.
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Allein Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanze und teils seltene oder sogar bedrohte Tiere an. "Geheimnisvolelr Garten" beleuchtet die vielfältige Flora und Fauna in naturalen Gärten und folgt den großen und kleinen Dramen durch die Jahreszeiten.
Folge 1: Frühlingserwachen
Der Garten gilt als Abbild des Paradieses, das bezeichnenderweise auch "Garten Eden" genannt wird. Nicht allein die Natur führt hier Regie, sondern auch der Mensch. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Die Natur spart nicht, sie prasst mit Farben und Formen, das ist es, was wir an ihr so lieben. Insbesondere im Garten ist sie geradezu verschwenderisch. Doch wirklich verschwendet wird nichts! In der Natur wird alles verwertet. Und wenn es sich nur um ein leeres Schneckenhäuschen handelt, für die sich eine seltene Mauerbiene interessiert, die das Gehäuse als Kinderstube für ihre Bienenlarve ausbaut. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanzen und Tiere an, von denen wir wenig wissen. Das Mauswiesel, das kleinste Raubtier der Welt, macht Jagd auf lästige Wühlmäuse. Ebenso der Turmfalke, der mancherorts unter dem Dachfirst nistet. Die Kohlmeise verfüttert an die Jungen einer einzigen Brut etwa 10.000 Raupen. Ein Garten ohne tierische Helfer ist also undenkbar. Allein der Komposthaufen, auf dem wir unsere Grünabfälle entsorgen, ist ein Ort, an dem es vor Leben nur so wimmelt. Aber neben all diesen Nützlingen sind unsere Gärten auch Refugien für viele seltene und sogar bedrohte Tiere. Kuriose Hummelschweber, prächtige Zauneidechsen, anmutige Schmetterlinge oder so manche Zugvögel haben in naturnahen Gärten ein Zuhause gefunden. Diese Vielfalt zeigt die erste Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" dank neuester Technik in außergewöhnlichen Bildern, die so noch nie zu sehen waren. - 7,5/10
Folge 2. Erntezeit
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst reine Nutzgärten, wo man anpflanzte, was den Kochtopf bereicherte. Aber schon die alten Römer kultivierten Pflanzen allein wegen ihrer Schönheit. Neben dem Nutzgarten entstand so allmählich auch der Ziergarten. Schönheit und Nutzen sind im Garten oft zwei Seiten derselben Medaille. Ein Obstbaum ist im Frühling mit tausenden Blüten übersät – die wenigsten reifen zu Äpfeln. Neben dem Mensch erwarten im Herbst auch Tiere wie Igel und Wachholderdrossel die Früchte. Allein in Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Viele von ihnen bieten zahllosen Lebewesen eine Zuflucht: Singvögel, Siebenschläfer und seltene Reptilien etwa. Und nicht wenige der Gartenbewohner sind Verbündete des Gärtners im Kampf gegen Schädlinge. Feldwespen erledigen unzählige Schadinsekten. Die Tiere eines einzigen Feldwespennestes, das der Gartenbesitzer in Ruhe lässt, können im Laufe eines Sommers bis zu 500 Raupen fangen und töten, um sie an ihre Brut zu verfüttern. Auch die von vielen Gärtnern gehegten Rosen haben einen wirksamen Alliierten im Kampf gegen das Heer der Blattläuse. Wo keine Gartengifte zum Einsatz kommen, fühlen sich Marienkäfer wohl. Jeder einzelne verschlingt in einem Sommer bis zu 10.000 Blattläuse. Die letzte Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" folgt den großen und kleinen Dramen vom Sommer über den Winter bis zum erneuten Frühlingserwachen und zeigt auf spannende Weise, wie die verschiedenen Arten vor unserer Haustür zusammen leben und warum es gut und wichtig ist, wenn wir der Natur im Garten etwas mehr Raum geben. - 7,5/10
Insgesamt eine außergewöhnliche weil (wie der Name schon vermuten lässt) sehr auf einen Raum konzentrierte, aber deswegen nicht minder interessante Dokumentation. Die Doku bietet schöne und so noch nie gesehene Bilder, unaufdringliche musikalische Untermalung und eine gute Erzählstimme und lassen die knapp 90-minütige Reise informativ und spannend wie im Fluge vergehen. Es ist interessant zu entdecken, was man eben so noch nicht kannte oder gar vermutet hätte. Lediglich in den Bereichen der Tierwelt hätte ich mehr Information gewünscht.
7,5/10
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Allein Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanze und teils seltene oder sogar bedrohte Tiere an. "Geheimnisvolelr Garten" beleuchtet die vielfältige Flora und Fauna in naturalen Gärten und folgt den großen und kleinen Dramen durch die Jahreszeiten.
Folge 1: Frühlingserwachen
Der Garten gilt als Abbild des Paradieses, das bezeichnenderweise auch "Garten Eden" genannt wird. Nicht allein die Natur führt hier Regie, sondern auch der Mensch. Wir schaffen uns unsere eigene Welt voller betörender Formen, Farben und Düfte. Die Natur spart nicht, sie prasst mit Farben und Formen, das ist es, was wir an ihr so lieben. Insbesondere im Garten ist sie geradezu verschwenderisch. Doch wirklich verschwendet wird nichts! In der Natur wird alles verwertet. Und wenn es sich nur um ein leeres Schneckenhäuschen handelt, für die sich eine seltene Mauerbiene interessiert, die das Gehäuse als Kinderstube für ihre Bienenlarve ausbaut. Im Paradies vor der Haustür siedeln sich aber auch jede Menge Pflanzen und Tiere an, von denen wir wenig wissen. Das Mauswiesel, das kleinste Raubtier der Welt, macht Jagd auf lästige Wühlmäuse. Ebenso der Turmfalke, der mancherorts unter dem Dachfirst nistet. Die Kohlmeise verfüttert an die Jungen einer einzigen Brut etwa 10.000 Raupen. Ein Garten ohne tierische Helfer ist also undenkbar. Allein der Komposthaufen, auf dem wir unsere Grünabfälle entsorgen, ist ein Ort, an dem es vor Leben nur so wimmelt. Aber neben all diesen Nützlingen sind unsere Gärten auch Refugien für viele seltene und sogar bedrohte Tiere. Kuriose Hummelschweber, prächtige Zauneidechsen, anmutige Schmetterlinge oder so manche Zugvögel haben in naturnahen Gärten ein Zuhause gefunden. Diese Vielfalt zeigt die erste Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" dank neuester Technik in außergewöhnlichen Bildern, die so noch nie zu sehen waren. - 7,5/10
Folge 2. Erntezeit
Seit mehr als 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst reine Nutzgärten, wo man anpflanzte, was den Kochtopf bereicherte. Aber schon die alten Römer kultivierten Pflanzen allein wegen ihrer Schönheit. Neben dem Nutzgarten entstand so allmählich auch der Ziergarten. Schönheit und Nutzen sind im Garten oft zwei Seiten derselben Medaille. Ein Obstbaum ist im Frühling mit tausenden Blüten übersät – die wenigsten reifen zu Äpfeln. Neben dem Mensch erwarten im Herbst auch Tiere wie Igel und Wachholderdrossel die Früchte. Allein in Deutschland gibt es 17 Millionen Gärten. Viele von ihnen bieten zahllosen Lebewesen eine Zuflucht: Singvögel, Siebenschläfer und seltene Reptilien etwa. Und nicht wenige der Gartenbewohner sind Verbündete des Gärtners im Kampf gegen Schädlinge. Feldwespen erledigen unzählige Schadinsekten. Die Tiere eines einzigen Feldwespennestes, das der Gartenbesitzer in Ruhe lässt, können im Laufe eines Sommers bis zu 500 Raupen fangen und töten, um sie an ihre Brut zu verfüttern. Auch die von vielen Gärtnern gehegten Rosen haben einen wirksamen Alliierten im Kampf gegen das Heer der Blattläuse. Wo keine Gartengifte zum Einsatz kommen, fühlen sich Marienkäfer wohl. Jeder einzelne verschlingt in einem Sommer bis zu 10.000 Blattläuse. Die letzte Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" folgt den großen und kleinen Dramen vom Sommer über den Winter bis zum erneuten Frühlingserwachen und zeigt auf spannende Weise, wie die verschiedenen Arten vor unserer Haustür zusammen leben und warum es gut und wichtig ist, wenn wir der Natur im Garten etwas mehr Raum geben. - 7,5/10
Insgesamt eine außergewöhnliche weil (wie der Name schon vermuten lässt) sehr auf einen Raum konzentrierte, aber deswegen nicht minder interessante Dokumentation. Die Doku bietet schöne und so noch nie gesehene Bilder, unaufdringliche musikalische Untermalung und eine gute Erzählstimme und lassen die knapp 90-minütige Reise informativ und spannend wie im Fluge vergehen. Es ist interessant zu entdecken, was man eben so noch nicht kannte oder gar vermutet hätte. Lediglich in den Bereichen der Tierwelt hätte ich mehr Information gewünscht.
7,5/10
Freitag, 20. März 2015
Monkey Planet - Affenwelten (2014)
http://www.imdb.com/title/tt3723820/
Erstmals haben die Naturfilmer der BBC ein umfassendes Tierporträt der Primaten gedreht. Den international erfahrenen Naturfilmern ist es dabei gelungen, rasende Jagden in tiefsten Dschungelwäldern zu verfolgen, intime Momente im engsten Familienkreis der Bonobos festzuhalten und selbst seltenen und scheuen Spezies wie dem Fingertier oder den Koboldmakis im Dunkel der Nacht auf den Fersen zu bleiben. Festgehalten in atemberaubenden Bildern und spannenden Geschichten entdecken wir evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen- und Schneewelten. Es ist eine Entdeckungsreise bis in die hintersten Ecken der Welt, um Affen in freier Wildbahn aufzuspüren. Dabei werden Affenwelten präsentiert, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegen. Die dreiteilige Serie vermittelt außergewöhnliche Einblicke in das fesselnde, oft verborgene Leben unserer Artgenossen und liefert überraschende Enthüllungen über die Primaten.
1. Planet der Primaten
Evolutionäre Meisterleistungen und ungewöhnliche Überlebensstrategien
Können Affen in Eis und Schnee oder in baumlosen Graslandschaften in über 5000 Metern Höhe überleben? Gehören sie nicht in den tropischen Regenwald? Hocken nicht alle auf den Bäumen? In der ersten Folge entführt "Terra X" den Zuschauer in eine Affenwelt, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegt. Viele Arten haben den Wald verlassen und sich an extremste Lebensräume angepasst. Die in Japan lebenden Rotgesichtsmakaken trotzen eisiger Kälte, die Dscheladas Äthiopiens dem rauen Klima in den höchsten Bergregionen. Wir entdecken evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen-und Schneewelten.
Verblüffende Anpassung in Städten und Siedlungen
Auch vor Siedlungen und Städten machen Affen nicht halt. Eine kleine Orang-Utan-Gruppe auf Borneo lebt in der Nähe von Menschen und entwickelt verblüffende Ähnlichkeiten. Seit Jahren imitieren die Orang-Utans ihre Nachbarn und betreiben Körperpflege in der gleichen Art und Weise, steigen in Boote, öffnen Türen und interessieren sich für deren Werkzeuge. Nur wenige Geschöpfe auf diesem Planeten sind klug genug, andere Arten zu imitieren. Zum Erfolg aller Primaten trägt vor allem die einzigartige Kombination aus Gehirn, Gesicht und Händen bei. Doch gerade die Unterschiede innerhalb des gemeinsamen Bauplans führen zu ungewöhnlichen Überlebensstrategien. Der Koboldmaki, 400 Mal kleiner als der Orang-Utan und so groß wie ein Tennisball, ist ein Jäger der Nacht, hat Augen, die größer sind als sein Magen, und macht Sprünge, die 40 Mal länger sind als er selbst. "Terra X" erkundet, wie unsere engsten Verwandten ihre Körper und ihr Verhalten an ungewöhnliche Lebensräume angepasst haben. - 8,5/10
2. Familienangelegenheiten
Emotionen und Sozialleben in der Welt der Affen
Viele unserer großen Lebensthemen wie Geburt und Tod, Miteinander und Rivalität, Liebe und Verlust entdecken wir auch in der Welt der Affen. Die monatelangen Beobachtungen mit der Kamera machen deutlich, dass sie Emotionen zeigen, ein reiches Sozialleben und ausgeprägte Persönlichkeiten besitzen. Wie wichtig vor allem die Kindheit und das Familienleben ist, erlebt das Team beim Besuch eines Bonobo-Waisenhauses im Kongo. Die Mütter der kleinen Bonobos sind von Jägern getötet oder gefangen worden. Liebevoll werden sie dort von Pflegerinnen umsorgt. Bonobos, die keine Berührungen, Zuspruch und Streicheleinheiten erhalten, gehen jämmerlich ein. Denn Affeneltern zeigen genau wie Menschen intensive Zuneigung und Liebe zu ihren Jungen.
Raffinierte Betreuung der Kleinen
Besonders raffiniert organisiert das Kaiserschnurrbart-Tamarin-Weibchen die Betreuung der Kleinen. Sie lässt drei Männer im Glauben, dass sie die Väter ihrer Zwillinge seien - und so kümmern sich alle fürsorglich um den Nachwuchs - und das Weibchen bleibt entspannt. Im Sozialleben der Affen ist fast alles drin. Beim silbernen Haubenlangur sind die Tierkinder auffällig gekleidet. Mit ihrem goldfarbenen Fell sind sie so anziehend, dass sich alle Gruppenmitglieder darum reißen, das Baby einmal bemuttern und beschützen zu dürfen. Auch die "Beziehungskisten" in der Affenwelt sind uns vertraut. Orang-Utans ziehen meist alleine durchs Leben, Gibbons bevorzugen monogame Zweierbeziehungen und Gorillas natürlich den Harem. Auch andere starke Affenmänner protzen gerne und wollen möglichst viele Frauen um sich scharen. Dafür werden teilweise brutale Kämpfe mit den Rivalen in Kauf genommen.
Gesellig mit strengen Rangordnungen
Die meisten Primaten sind sehr gesellig und leben überwiegend in Familiengruppen oder größeren Verbänden mit strengen Rangordnungen. Welche dramatischen Geschichten damit verbunden sind und wie der Zusammenhalt der Gruppe immer wieder hergestellt wird, dokumentiert die zweite Folge der "Affenwelten". - 9/10
3. Unsere schlauen Verwandten
Außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen
Die dritte Folge geht der Frage nach, in welcher Weise sich unsere Verwandten von anderen Tieren unterscheiden und welche außergewöhnlichen Lösungen sie für die größten Überlebensfragen gefunden haben. Verblüffende Ähnlichkeiten zu uns Menschen finden die Forscher in der Art und Weise, wie die Primaten Werkzeuge benutzen, wie sie Probleme anpacken oder ein Gefühl für "falsch" und "richtig" entwickeln. Die Intelligenz von Affen zu messen, ist schwierig, weil Primaten zu unterschiedlich sind und die Sprache als Maßstab entfällt. Doch als das Team in die USA reist, um "Kanzi", ein 33 Jahre altes Bonobo-Männchen kennen zu lernen, der mit Menschen und Artgenossen aufgewachsen ist, erleben sie wahrscheinlich einen der intelligentesten Vertreter seiner Art. Mit Hilfe eines Computers können Menschen mit ihm kommunizieren. Kanzi versteht seine Betreuer und beherrscht inzwischen über 500 Symbole, um Antworten zu geben. Als ihn das Team zu einem Picknick begleitet, macht er Feuer, sorgt aber auch dafür, dass es gelöscht wird, bevor alle nach Hause gehen.
Verblüffende Ähnlichkeiten bei der Weitergabe von Wissen
Tatsächlich entdecken Forscher immer mehr Beispiele für die Intelligenz der Primaten. Wie schlau sind sie wirklich? Eine Frage, die auch das Team rund um den Globus reisen lässt, um Beispiele für außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen zu dokumentieren. Die Spurensuche führt nach Südamerika zu den gewitzten Kapuzineräffchen, an Thailands Küste zu den geschickten Javaneraffen und nach Madagaskar zu den Mohrenmakis. Begegnungen mit Berggorillas, Bonobos, Orang Utans und Schimpansen sind atemberaubend, weil wir spüren, "die sind genau wie wir!" Entstanden sind eindrucksvolle Belege für die Art, wie sie Werkzeuge benutzen, Wissen an Nachkommen weitergeben, Emotionen zeigen und sogar etwas entwickeln, das man als "Kultur" bezeichnen kann. - 8,5/10
Ich war anfangs etwas skeptisch und habe lange gezögert, bis ich mir "Affenwelten" endlich angesehen habe. Meine Bedenken, dass es langweilig werden würde, wenn es sich nur um eine Art dreht, wurden sehr schnell zerstreut. Es ist eine liebevoll erzählte Doku, die mit bekannter Musik aufwartet, ruhig und interessant erzählt, faszinierende Bilder bietet und so ziemlich jeden Winkel der Welt beleuchtet. "Affenwelten" ist in jedem Fall eine ganz dicke Empfehlung wert.
Erstmals haben die Naturfilmer der BBC ein umfassendes Tierporträt der Primaten gedreht. Den international erfahrenen Naturfilmern ist es dabei gelungen, rasende Jagden in tiefsten Dschungelwäldern zu verfolgen, intime Momente im engsten Familienkreis der Bonobos festzuhalten und selbst seltenen und scheuen Spezies wie dem Fingertier oder den Koboldmakis im Dunkel der Nacht auf den Fersen zu bleiben. Festgehalten in atemberaubenden Bildern und spannenden Geschichten entdecken wir evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen- und Schneewelten. Es ist eine Entdeckungsreise bis in die hintersten Ecken der Welt, um Affen in freier Wildbahn aufzuspüren. Dabei werden Affenwelten präsentiert, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegen. Die dreiteilige Serie vermittelt außergewöhnliche Einblicke in das fesselnde, oft verborgene Leben unserer Artgenossen und liefert überraschende Enthüllungen über die Primaten.
1. Planet der Primaten
Evolutionäre Meisterleistungen und ungewöhnliche Überlebensstrategien
Können Affen in Eis und Schnee oder in baumlosen Graslandschaften in über 5000 Metern Höhe überleben? Gehören sie nicht in den tropischen Regenwald? Hocken nicht alle auf den Bäumen? In der ersten Folge entführt "Terra X" den Zuschauer in eine Affenwelt, die sich jenseits aller gängigen Vorstellungen bewegt. Viele Arten haben den Wald verlassen und sich an extremste Lebensräume angepasst. Die in Japan lebenden Rotgesichtsmakaken trotzen eisiger Kälte, die Dscheladas Äthiopiens dem rauen Klima in den höchsten Bergregionen. Wir entdecken evolutionäre Meisterleistungen und faszinierende Überlebensstrategien in Dschungelwäldern und Küstenregionen, in Savannen und Gebirgen, in Höhlen-und Schneewelten.
Verblüffende Anpassung in Städten und Siedlungen
Auch vor Siedlungen und Städten machen Affen nicht halt. Eine kleine Orang-Utan-Gruppe auf Borneo lebt in der Nähe von Menschen und entwickelt verblüffende Ähnlichkeiten. Seit Jahren imitieren die Orang-Utans ihre Nachbarn und betreiben Körperpflege in der gleichen Art und Weise, steigen in Boote, öffnen Türen und interessieren sich für deren Werkzeuge. Nur wenige Geschöpfe auf diesem Planeten sind klug genug, andere Arten zu imitieren. Zum Erfolg aller Primaten trägt vor allem die einzigartige Kombination aus Gehirn, Gesicht und Händen bei. Doch gerade die Unterschiede innerhalb des gemeinsamen Bauplans führen zu ungewöhnlichen Überlebensstrategien. Der Koboldmaki, 400 Mal kleiner als der Orang-Utan und so groß wie ein Tennisball, ist ein Jäger der Nacht, hat Augen, die größer sind als sein Magen, und macht Sprünge, die 40 Mal länger sind als er selbst. "Terra X" erkundet, wie unsere engsten Verwandten ihre Körper und ihr Verhalten an ungewöhnliche Lebensräume angepasst haben. - 8,5/10
2. Familienangelegenheiten
Emotionen und Sozialleben in der Welt der Affen
Viele unserer großen Lebensthemen wie Geburt und Tod, Miteinander und Rivalität, Liebe und Verlust entdecken wir auch in der Welt der Affen. Die monatelangen Beobachtungen mit der Kamera machen deutlich, dass sie Emotionen zeigen, ein reiches Sozialleben und ausgeprägte Persönlichkeiten besitzen. Wie wichtig vor allem die Kindheit und das Familienleben ist, erlebt das Team beim Besuch eines Bonobo-Waisenhauses im Kongo. Die Mütter der kleinen Bonobos sind von Jägern getötet oder gefangen worden. Liebevoll werden sie dort von Pflegerinnen umsorgt. Bonobos, die keine Berührungen, Zuspruch und Streicheleinheiten erhalten, gehen jämmerlich ein. Denn Affeneltern zeigen genau wie Menschen intensive Zuneigung und Liebe zu ihren Jungen.
Raffinierte Betreuung der Kleinen
Besonders raffiniert organisiert das Kaiserschnurrbart-Tamarin-Weibchen die Betreuung der Kleinen. Sie lässt drei Männer im Glauben, dass sie die Väter ihrer Zwillinge seien - und so kümmern sich alle fürsorglich um den Nachwuchs - und das Weibchen bleibt entspannt. Im Sozialleben der Affen ist fast alles drin. Beim silbernen Haubenlangur sind die Tierkinder auffällig gekleidet. Mit ihrem goldfarbenen Fell sind sie so anziehend, dass sich alle Gruppenmitglieder darum reißen, das Baby einmal bemuttern und beschützen zu dürfen. Auch die "Beziehungskisten" in der Affenwelt sind uns vertraut. Orang-Utans ziehen meist alleine durchs Leben, Gibbons bevorzugen monogame Zweierbeziehungen und Gorillas natürlich den Harem. Auch andere starke Affenmänner protzen gerne und wollen möglichst viele Frauen um sich scharen. Dafür werden teilweise brutale Kämpfe mit den Rivalen in Kauf genommen.
Gesellig mit strengen Rangordnungen
Die meisten Primaten sind sehr gesellig und leben überwiegend in Familiengruppen oder größeren Verbänden mit strengen Rangordnungen. Welche dramatischen Geschichten damit verbunden sind und wie der Zusammenhalt der Gruppe immer wieder hergestellt wird, dokumentiert die zweite Folge der "Affenwelten". - 9/10
3. Unsere schlauen Verwandten
Außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen
Die dritte Folge geht der Frage nach, in welcher Weise sich unsere Verwandten von anderen Tieren unterscheiden und welche außergewöhnlichen Lösungen sie für die größten Überlebensfragen gefunden haben. Verblüffende Ähnlichkeiten zu uns Menschen finden die Forscher in der Art und Weise, wie die Primaten Werkzeuge benutzen, wie sie Probleme anpacken oder ein Gefühl für "falsch" und "richtig" entwickeln. Die Intelligenz von Affen zu messen, ist schwierig, weil Primaten zu unterschiedlich sind und die Sprache als Maßstab entfällt. Doch als das Team in die USA reist, um "Kanzi", ein 33 Jahre altes Bonobo-Männchen kennen zu lernen, der mit Menschen und Artgenossen aufgewachsen ist, erleben sie wahrscheinlich einen der intelligentesten Vertreter seiner Art. Mit Hilfe eines Computers können Menschen mit ihm kommunizieren. Kanzi versteht seine Betreuer und beherrscht inzwischen über 500 Symbole, um Antworten zu geben. Als ihn das Team zu einem Picknick begleitet, macht er Feuer, sorgt aber auch dafür, dass es gelöscht wird, bevor alle nach Hause gehen.
Verblüffende Ähnlichkeiten bei der Weitergabe von Wissen
Tatsächlich entdecken Forscher immer mehr Beispiele für die Intelligenz der Primaten. Wie schlau sind sie wirklich? Eine Frage, die auch das Team rund um den Globus reisen lässt, um Beispiele für außergewöhnliche Denkleistungen und Verhaltensweisen zu dokumentieren. Die Spurensuche führt nach Südamerika zu den gewitzten Kapuzineräffchen, an Thailands Küste zu den geschickten Javaneraffen und nach Madagaskar zu den Mohrenmakis. Begegnungen mit Berggorillas, Bonobos, Orang Utans und Schimpansen sind atemberaubend, weil wir spüren, "die sind genau wie wir!" Entstanden sind eindrucksvolle Belege für die Art, wie sie Werkzeuge benutzen, Wissen an Nachkommen weitergeben, Emotionen zeigen und sogar etwas entwickeln, das man als "Kultur" bezeichnen kann. - 8,5/10
Ich war anfangs etwas skeptisch und habe lange gezögert, bis ich mir "Affenwelten" endlich angesehen habe. Meine Bedenken, dass es langweilig werden würde, wenn es sich nur um eine Art dreht, wurden sehr schnell zerstreut. Es ist eine liebevoll erzählte Doku, die mit bekannter Musik aufwartet, ruhig und interessant erzählt, faszinierende Bilder bietet und so ziemlich jeden Winkel der Welt beleuchtet. "Affenwelten" ist in jedem Fall eine ganz dicke Empfehlung wert.
Freitag, 27. Februar 2015
Wild Canada - Wildes Kanada (2014)
Von den magischen Regenwäldern der Pazifikküste zu
den majestätischen Gipfeln der Rocky Mountains, vom endlosen Grasmeer
der Prärie zu den Eisfeldern der Arktis - das riesige Kanada mit seinen
vielen, höchst unterschiedlichen Lebensräumen ist eine Welt für sich. -
Mit atemberaubenden Flugaufnahmen und faszinierenden, teilweise noch nie
gesehenen Tierverhalten, einzigartigen Zeitraffer- und
Zeitlupensequenzen sowie aufwändig inszenierten historischen Szenen
entsteht in dieser vierteiligen Doku-Reihe ein umfassendes und
spannendes Porträt der Naturwelten und Geschichte Kanadas.
1. Das ewige Neuland
Das riesige Kanada mit seinen vielen verschiedenen Lebensräumen ist eine Welt für sich. Vor der Küste von Neufundland versammeln sich jedes Jahr Herden von Buckelwalen, um sich an Fischschwärmen satt zu fressen. Weitere Geschichten erzählen von einer Eisbärin und ihren Jungen, von akrobatischen Flughörnchen, der Paarung tausender Strumpfbandnattern - und den geheimnisvollen "Geisterbären" in den magischen Regenwäldern an Kanadas Westküste. - 9/10
Das riesige Kanada mit seinen vielen verschiedenen Lebensräumen ist eine Welt für sich. Vor der Küste von Neufundland versammeln sich jedes Jahr Herden von Buckelwalen, um sich an Fischschwärmen satt zu fressen. Weitere Geschichten erzählen von einer Eisbärin und ihren Jungen, von akrobatischen Flughörnchen, der Paarung tausender Strumpfbandnattern - und den geheimnisvollen "Geisterbären" in den magischen Regenwäldern an Kanadas Westküste. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4082078/
2. Der Wilde Westen
Die
Region zwischen Pazifik und Rocky Mountains beherbergt den größten
Küstenregenwald der Erde. Die Westküste Kanadas ist geprägt vom
alljährlichen Zug der Lachse. Die Fische sind die Lebensgrundlage für
Bären und Wölfe - ja sogar die Pflanzen profitieren: dank der Nährstoffe
aus den verrottenden Lachskadavern werden manche Bäume größer als
normal. Weißkopf-Seeadler, Dickhornschafe und Grizzlybären sind weitere
Protagonisten dieser Folge. - 9/10http://www.imdb.com/title/tt4105218/
3. Die endlose Weite
Die Landschaft im Herzen Kanadas ist geprägt von dichten Wäldern, unzähligen Seen und einem endlosen Grasmeer. Dieses ist die Heimat des mächtigen Bisons, der die Prärie einst zu Millionen bevölkerte, und der Gabelböcke - diese Antilopen sind die schnellsten Huftiere der Welt. Die Seenlandschaft in Kanadas Kernland ist Lebensraum für Biber und Raststation für Wasservögel auf ihrem Zug zwischen den Sommer- und Winterquartieren. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4127196/
4. Der Hohe Norden
Die kanadische Arktis wird meist von Schnee, Frost und Eis beherrscht - und doch findet sich hier eine vielfältige Tierwelt: Eisbären und Robben, Füchse und Karibus, Meeresvögel und Wale. Auch Menschen haben gelernt, unter den extremen Bedingungen zu überleben. Die Inuit betreiben Fischfang, Robben- und Waljagd und sammeln Muscheln unter meterdickem Eis. Doch die Arktis verändert sich - es wird wärmer, das "ewige Eis" schmilzt dahin.
- 9/10
Eine sehr gelungen Dokumentation über die Wildniss Kanadas. Wenn man - wie ich - schon einiges an Naturdokumentationen gesehen hat, dann ist einem besipielsweise die Wanderung der Lachse nicht neu und auch viele andere Kleinigkeiten wurden irgendwann und irgendwo schon einmal betrachtet, mal mehr mal weniger kurz. Dennoch bietet die Dokumentation aus dem Haus Terra Mater einige neue und toll eingefangen Bilder aus der Natur, stimmig erzählt und von passender Musik begleitet. Einzigartig an der Dokumentation ist vielleicht nur die Tatsache, dass der in dieser "Wildnis" lebende Mensch etwas mehr in das Geschehen einbezogen wird. Das gibt dem ganzen Paket einen neuen Aspekt und öffnet das Auge für eine neue Betrachtungsweise.
Das honoriere ich mit insgesamt
9/10
Freitag, 20. Februar 2015
The Great British Year - Wildes Großbritannien (2013)
http://www.imdb.com/title/tt3232102/
Umgeben von Meeren und von Stürmen gepeitscht: Großbritannien ist berühmt berüchtigt für sein Wetter. Unberechenbar und ständig wechselnd formt es die Natur im Nordwesten Europas. Der Zweiteiler "Wildes Großbritannien" porträtiert die abwechslungsreiche Natur der Britischen Inseln. Bewegte Zeitraffer, hochstabilisierte Flugaufnahmen und extreme Zeitlupen präsentieren die Tiere und die Natur des Britischen Königreichs in seltener visueller Opulenz. Ein grandioses Schauspiel in zwei Folgen und vier Akten: den Jahreszeiten.
1. Herbst und Winter
Herbst in Großbritannien. Jedes Wochenende im Oktober bewundern Tausende Besucher im Landschaftsgarten von Stourhead die Wandlung der Natur: Das Laub von Ahorn, Esche, Buche und Eiche veranstaltet ein Feuerwerk der Farben. Für viele Tiere sind die kürzer werdenden Tage ein Signal: Sikahirsche versammeln einen Harem, um ihn in erbitterten Kämpfen gegen Rivalen zu verteidigen. Eichhörnchen verstecken Nüsse und Eicheln als Vorrat für die kalte Jahreszeit. Im Gegensatz zu ihnen frisst die Haselmaus jetzt so viel sie kann, um anschließend den Winter in ihrer Höhle zu verschlafen. Der Herbst ist die Zeit der Regenwürmer, die unzählige Tonnen organischen Abfall recyceln. Ohne sie würden die Bewohner des Königreichs unter Blättern ersticken. Mitten im Winter bringen Kegelrobben an den Küsten Großbritanniens ihre Jungen zur Welt. Zeitgleich fegen heftige Stürme über das Land. Hohe Wellen sind eine große Gefahr für kleine Kegelrobben. Passen sie nicht auf, werden sie von den Brechern für immer ins Meer gezogen. Sobald der erste Schnee fällt, wird Großbritannien zu einem Winterwunderland. Die Federn der Moorschneehühner und das Fell der Schneehasen verändern jetzt ihre Farbe und werden weiß. Gut getarnt sind sie so für Greifvögel fast unsichtbar. Auch für Eulen bedeutet die weiße Pracht kein Problem. Aus der Luft orten sie selbst feinste Mäusegeräusche unter der Schneedecke. - 8/10
2. Frühling und Sommer
Seit Monaten hat der Winter die Britischen Inseln fest im Griff. Kälte und fehlendes Licht werden für viele Bewohner zur Strapaze. Doch schon bald wird sich alles ändern. Der Frühling beginnt. Bienen nutzen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, um Nektar und Pollen zu sammeln. Vor der Küste Großbritanniens beginnt jetzt die Paarungszeit der Seepferdchen mit einem zauberhaften Tanz. Die zerbrechlichen Fische pflanzen sich auf ungewöhnliche Weise fort. Die Weibchen legen ihre Eier in die Bruttasche am Bauch des Männchens, die er bis zum Schlupf mit sich herumtragen wird. Wenn aus Frühling Sommer wird, schlüpfen in den Flüssen des Königreichs Tausende Eintagsfliegen. Immer wieder fliegen die Männchen auf, nur um sich graziös fallen zu lassen. Bevor es Abend wird, kehren die Weibchen zum Wasser zurück und legen die befruchteten Eier ab. Mit dem sonnigen Tag endet ihr Leben. Die Heidelandschaften Großbritanniens zählen zu den Sommerquartieren eines seltsamen Vogels: dem Ziegenmelker. Tagsüber sitzt er gut getarnt und bewegungslos da. Sein nächtliches Verhalten dagegen ist spektakulär. Neueste Aufnahmen aus Wärmebildkameras zeigen das Balzverhalten des merkwürdigen Vogels.
Im Hochsommer zieht das Meeresplankton wahre Ungetüme in die seichten Gewässer vor Großbritannien: Riesenhaie. Mit zehn bis zwölf Meter Länge zählen sie zu den größten Fischen der Erde. Ein Schauspiel, das sich sogar von Land aus beobachten lässt. - 8/10
Eine schöne "kleine" Dokumentation über eines unserer Nachbarländer mit beeindruckenden Time-Lapse-Aufnahmen. Wie gewohnt erzählt eine angenehme Stimme zu den wunderschön gefilmten Bildern. Dabei ist besonders der Einsatz der Wärmebildkamera etwas Neues und dazu sehr interessant. Ansonsten ist die Musik auffällig pompöser als in vorhergehangenen NDR-Naturdokumentationen und wartet sogar mit (passendem unaufdringlichem) Gesang auf. Ingesamt eine sehr ansprechende Dokumentation aus Deutschland.
8/10
Umgeben von Meeren und von Stürmen gepeitscht: Großbritannien ist berühmt berüchtigt für sein Wetter. Unberechenbar und ständig wechselnd formt es die Natur im Nordwesten Europas. Der Zweiteiler "Wildes Großbritannien" porträtiert die abwechslungsreiche Natur der Britischen Inseln. Bewegte Zeitraffer, hochstabilisierte Flugaufnahmen und extreme Zeitlupen präsentieren die Tiere und die Natur des Britischen Königreichs in seltener visueller Opulenz. Ein grandioses Schauspiel in zwei Folgen und vier Akten: den Jahreszeiten.
1. Herbst und Winter
Herbst in Großbritannien. Jedes Wochenende im Oktober bewundern Tausende Besucher im Landschaftsgarten von Stourhead die Wandlung der Natur: Das Laub von Ahorn, Esche, Buche und Eiche veranstaltet ein Feuerwerk der Farben. Für viele Tiere sind die kürzer werdenden Tage ein Signal: Sikahirsche versammeln einen Harem, um ihn in erbitterten Kämpfen gegen Rivalen zu verteidigen. Eichhörnchen verstecken Nüsse und Eicheln als Vorrat für die kalte Jahreszeit. Im Gegensatz zu ihnen frisst die Haselmaus jetzt so viel sie kann, um anschließend den Winter in ihrer Höhle zu verschlafen. Der Herbst ist die Zeit der Regenwürmer, die unzählige Tonnen organischen Abfall recyceln. Ohne sie würden die Bewohner des Königreichs unter Blättern ersticken. Mitten im Winter bringen Kegelrobben an den Küsten Großbritanniens ihre Jungen zur Welt. Zeitgleich fegen heftige Stürme über das Land. Hohe Wellen sind eine große Gefahr für kleine Kegelrobben. Passen sie nicht auf, werden sie von den Brechern für immer ins Meer gezogen. Sobald der erste Schnee fällt, wird Großbritannien zu einem Winterwunderland. Die Federn der Moorschneehühner und das Fell der Schneehasen verändern jetzt ihre Farbe und werden weiß. Gut getarnt sind sie so für Greifvögel fast unsichtbar. Auch für Eulen bedeutet die weiße Pracht kein Problem. Aus der Luft orten sie selbst feinste Mäusegeräusche unter der Schneedecke. - 8/10
2. Frühling und Sommer
Seit Monaten hat der Winter die Britischen Inseln fest im Griff. Kälte und fehlendes Licht werden für viele Bewohner zur Strapaze. Doch schon bald wird sich alles ändern. Der Frühling beginnt. Bienen nutzen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, um Nektar und Pollen zu sammeln. Vor der Küste Großbritanniens beginnt jetzt die Paarungszeit der Seepferdchen mit einem zauberhaften Tanz. Die zerbrechlichen Fische pflanzen sich auf ungewöhnliche Weise fort. Die Weibchen legen ihre Eier in die Bruttasche am Bauch des Männchens, die er bis zum Schlupf mit sich herumtragen wird. Wenn aus Frühling Sommer wird, schlüpfen in den Flüssen des Königreichs Tausende Eintagsfliegen. Immer wieder fliegen die Männchen auf, nur um sich graziös fallen zu lassen. Bevor es Abend wird, kehren die Weibchen zum Wasser zurück und legen die befruchteten Eier ab. Mit dem sonnigen Tag endet ihr Leben. Die Heidelandschaften Großbritanniens zählen zu den Sommerquartieren eines seltsamen Vogels: dem Ziegenmelker. Tagsüber sitzt er gut getarnt und bewegungslos da. Sein nächtliches Verhalten dagegen ist spektakulär. Neueste Aufnahmen aus Wärmebildkameras zeigen das Balzverhalten des merkwürdigen Vogels.
Im Hochsommer zieht das Meeresplankton wahre Ungetüme in die seichten Gewässer vor Großbritannien: Riesenhaie. Mit zehn bis zwölf Meter Länge zählen sie zu den größten Fischen der Erde. Ein Schauspiel, das sich sogar von Land aus beobachten lässt. - 8/10
Eine schöne "kleine" Dokumentation über eines unserer Nachbarländer mit beeindruckenden Time-Lapse-Aufnahmen. Wie gewohnt erzählt eine angenehme Stimme zu den wunderschön gefilmten Bildern. Dabei ist besonders der Einsatz der Wärmebildkamera etwas Neues und dazu sehr interessant. Ansonsten ist die Musik auffällig pompöser als in vorhergehangenen NDR-Naturdokumentationen und wartet sogar mit (passendem unaufdringlichem) Gesang auf. Ingesamt eine sehr ansprechende Dokumentation aus Deutschland.
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